Bergwandererfahrung und Trittsicherheit im weglosen Gelände genügen. Hochtourenerfahrung mit Steigeisen und Seil wird nicht vorausgesetzt - alles wird vor Ort begleitet und erklärt.

Das Jungfraugebiet gehört zu den grossen Hochgebirgslandschaften der Alpen – und die Mönchsjochhütte, auf 3’657 m die höchste bewartete Hütte der Schweiz, liegt mittendrin. Von hier aus besteigen wir in zwei Tagen gleich zwei lohnende Gipfel: das Walcherhorn (3’692 m) und das Louwihorn (3’777 m). Beide Berge sind technisch moderat und eignen sich ideal für Einsteiger mit Bergwandererfahrung, die ihren ersten Schritt ins Hochgebirge wagen wollen – auf echtem Gletscher, in echter Seilschaft, umgeben von Eiger, Mönch, Jungfrau und dem gewaltigen Grossen Aletschgletscher. Der besondere Reiz dieser Tour liegt im Ausgangspunkt: Die Jungfraubahn bringt uns bis auf 3’354 m, direkt in die hochalpine Gletscherwelt des Jungfraufirns.
CHF 690.00

Wer vom Jungfraujoch durch die unterirdischen Stollen der Forschungsstation hinaustritt und den ersten Schritt auf den Jungfraufirn setzt, begreift sofort, was Hochgebirge bedeutet. Zu beiden Seiten türmen sich Eiger und Mönch auf, weit unten das Eismeer, dahinter das Schreckhorn – und über allem die Stille, die man auf 3’300 m antrifft. Walcherhorn und Louwihorn sind keine Berge, die man von der Strasse aus kennt. Sie stehen im Schatten der grossen Namen. Aber genau das macht sie aus: leichtes Terrain, grosse Perspektive, echte Gletscher, und ein Panorama, das an die Qualität der berühmten Nachbarn heranreicht.
Das Walcherhorn (3’692 m) ist der Gipfel des ersten Tages. Die Route führt vom Jungfraujoch zunächst zur Mönchsjochhütte, dann über das weite «Ewigschneefäld» sanft ansteigend zum Gipfel. Kein scharfer Grat, kein ausgesetztes Terrain – aber echter Gletscher mit echter Spaltengefahr, echter Seilschaft und echtem Hochgebirgsambiente. Wer oben steht, schaut direkt auf Eiger, Schreckhorn und das wild zerklüftete Eismeer hinunter.
Das Louwihorn (3’777 m) ist der Gipfel des zweiten Tages und der höhere, ruhigere der beiden. Die Route führt vom Jungfraufirn hinunter und dann in Richtung Jungfraufuss, wo kurze Steilpassagen den Aufstieg zum Gipfel einleiten. Von oben eröffnet sich ein Blick in die Rottalwand – die mächtige Felsstufe, die den Talkessel des Rottalgletschers von der Jungfrau bis zur Äbeni Flue einfasst – und auf der Gegenseite das Aletschhorn, das prominent über dem Grossen Aletschgletscher thront.
Die Mönchsjochhütte (3’657 m) liegt im UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch, direkt über dem Jungfraujoch. Sie ist ab der Bahnstation in knapp einer Stunde über den Jungfraugletscher erreichbar und bietet 135 Schlafplätze. Die Hütte ist Ausgangspunkt zahlreicher bekannter Hochtouren auf 4’000er – für unsere Tour ist sie der perfekte Stützpunkt zwischen den beiden Gipfeltagen. Die Abendstimmung auf dieser Höhe ist ein eigenes Erlebnis: Sonnenuntergang über dem Aletschgletscher, die Schatten der Grate wandern langsam über das Firn. Wenig schläft man tiefer als hier oben.
Bergwandererfahrung und Trittsicherheit im weglosen Gelände genügen. Hochtourenerfahrung mit Steigeisen und Seil wird nicht vorausgesetzt - alles wird vor Ort begleitet und erklärt.
Gute Grundkondition für Tagesetappen bis 7 Stunden Gehzeit und 800-1'200 Hm. Wichtig: Die Übernachtungshöhe von über 3'500 m sollte nicht unterschätzt werden - eine vorgängige Akklimatisation ist empfohlen.
Aufstieg: ca. 750 Hm – Abstieg: ca. 550 Hm – Gehzeit: ca. 5 Std. – Anforderung: WS
Wir treffen uns am Morgen am Bahnhof Grindelwald Terminal und fahren gemeinsam mit der Jungfraubahn hinauf zum Jungfraujoch (3’354 m). Die Fahrt dauert rund eine Stunde und führt durch das Innere von Eiger und Mönch. Oben angekommen verlassen wir durch die Stollen der Forschungsstation das Gebäude und treten hinaus auf den Jungfraufirn. Hier legen wir Steigeisen und Seil an – ab diesem Moment sind wir auf echtem Gletscher.
Zunächst verlieren wir etwas Höhe Richtung Mönchsjochhütte, dann steigen wir über das «Ewigschneefäld» sanft an. Von der Mönchsjochhütte geht es weiter auf den Gletscher in Richtung Walcherhorn. Die Aufstiegslinie ist offen und gut zu lesen, das Gelände moderat. Etwa zwei Stunden nach dem Verlassen der Hütte stehen wir auf dem Walcherhorn (3’692 m) – mit direktem Blick auf Eiger, Schreckhorn und das Eismeer. Nach einer Gipfelpause steigen wir zurück zur Hütte. Abendessen, Vorbesprechung für Tag 2, früh schlafen.
Anreise: Mit dem Zug nach Grindelwald Terminal (ab Bern, Interlaken, Luzern). Das Jungfraubahn-Ticket bis Jungfraujoch muss vorab gelöst werden – ca. CHF 100 mit Halbtax-Abo. Nicht inbegriffen. Auto: Parkplatz Grindelwald Grund beim Bahnhof.
Aufstieg: ca. 800 Hm – Abstieg: ca. 950 Hm bis Jungfraujoch – Gehzeit: ca. 6 Std. – Anforderung: WS
Nach dem Frühstück verlassen wir die Hütte in der Morgenstille und steigen den Jungfraufirn hinunter. In Richtung Jungfraufuss traversieren wir das Gletscherfeld, bevor kurze, etwas steilere Passagen den Aufstieg zum Louwihorn (3’777 m) einleiten. Oben eröffnet sich der Blick auf die Rottalwand, die den Talkessel des Rottalgletschers einfasst, und auf das Aletschhorn, das hoch über dem Grossen Aletschgletscher thront. Auf dem Rückweg zum Jungfraujoch spüren wir nochmals die Weitläufigkeit des Gletschermeers. Am Jungfraujoch nehmen wir die Bahn zurück nach Grindelwald – mit Kaffee und der Erinnerung an zwei grosse Tage im Herzen der Berner Alpen.
Die Mönchsjochhütte (3’657 m) liegt im UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch, direkt über dem Jungfraujoch. Sie ist ab der Bahnstation in knapp einer Stunde über den Jungfraugletscher erreichbar und bietet 135 Schlafplätze. Die Hütte ist Ausgangspunkt zahlreicher bekannter Hochtouren auf 4’000er – für unsere Tour ist sie der perfekte Stützpunkt zwischen den beiden Gipfeltagen. Die Abendstimmung auf dieser Höhe ist ein eigenes Erlebnis: Sonnenuntergang über dem Aletschgletscher, die Schatten der Grate wandern langsam über das Firn. Wenig schläft man tiefer als hier oben.
Ph: Mcsmp

Das Walcherhorn ist 3’692 m hoch, das Louwihorn 3’777 m. Beide Gipfel liegen im Jungfraugebiet, im UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch, südlich des Jungfraujochs. Sie sind über die Mönchsjochhütte zugänglich und bieten freie Sicht auf die grossen Viertausender des Berner Oberlandes.
Nein. Diese Tour richtet sich explizit an Bergwanderer und Einsteiger ohne Hochtourenerfahrung. Trittsicherheit im weglosem Gelände ist Voraussetzung, alles weitere – Steigeisengehen, Sichern im Seil, Verhalten auf dem Gletscher – wird vor Ort erarbeitet und begleitet.
Die Mönchsjochhütte (3’657 m) ist die höchste bewartete Hütte der Schweiz und liegt im UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch. Sie hat 135 Schlafplätze und ist vom Jungfraujoch aus in rund einer Stunde über den Jungfraugletscher erreichbar. Sie ist Ausgangspunkt für zahlreiche bekannte Hochtouren im Jungfraugebiet.
Ja. Das Ticket von Grindelwald Terminal bis Jungfraujoch muss vorab selbst gelöst werden – am Treffpunkt bleibt keine Zeit dafür. Mit Halbtax-Abo kostet es ca. CHF 100, ohne ca. CHF 200. Der Bergführer wartet am Grindelwald Terminal um 08:33 Uhr.
Ja, die Übernachtungshöhe von über 3’600 m sollte nicht unterschätzt werden. Eine vorgängige Akklimatisation ist empfohlen – zum Beispiel eine Wanderung auf 2’500-3’000 m in den Tagen vor der Tour. Wer zu Höhenkopfschmerzen neigt, sollte entsprechende Medikamente mitnehmen (nach Rücksprache mit dem Arzt).
Vom Walcherhorn schaut man direkt auf Eiger, Schreckhorn und das Eismeer. Vom Louwihorn eröffnet sich der Blick auf die Rottalwand, das Aletschhorn und den Grossen Aletschgletscher. Beide Gipfel bieten ein Panorama auf Augenhöhe mit den grossen Viertausendern des Berner Oberlandes.