Mehrere Hochtouren im WS-Bereich vorausgesetzt. Pickel, Steigeisen und Seil vertraut. Kletterstellen im Fels bis Grad II sicher im Nachstieg. Der Abstieg durch den Riedgletscher verlangt Aufmerksamkeit in der Spaltenzone.

Der Balfrin (3’795 m) ist das stille Juwel der Mischabelgruppe. Während Dom, Täschhorn und Weisshorn die grosse Aufmerksamkeit auf sich ziehen, steht der Balfrin etwas abseits – vergletschert, eigenständig, mit einem abwechslungsreichen Anstieg über das Gross Bigerhorn (3’626 m) und einer eindrücklichen Rundsicht auf eben jene Nachbarn, die ihn in den Schatten stellen. Die Tour führt vom Dorf Gasenried bei Grächen über das wildromantische, vom Riedgletscher geformte Hochtal zur Bordierhütte (2’886 m) – eine der herzlichsten SAC-Hütten des Wallis, eingebettet zwischen Saas- und Mattertal. Am zweiten Tag folgt der Aufstieg über Blockgrate, Firnpassagen und kurze Kletterstellen im zweiten Grad auf den Gipfel, mit Abstieg durch die beeindruckenden Spaltenzonen des Riedgletschers. Ein echter Geheimtipp für alle, die das Wallis abseits der ausgetretenen Pfade erleben wollen.
CHF 820.00

Das Wallis hat 41 Viertausender auf seinem Kantonsgebiet. Der Balfrin gehört nicht dazu, mit seinen 3’795 m fehlt ihm noch ein gutes Stück. Und trotzdem – oder gerade deshalb – ist er eine Reise wert. Wer von der Bordierhütte nach oben schaut und den langen, zackigen Verbindungsgrat zwischen Bigerhorn und Balfrin vor sich sieht, ahnt, was kommt: kein gleichmässiger Firnhang, sondern ein lebendiges Terrain aus Blöcken, Firn und kurzen Kletterstellen, das fordert und belohnt. Oben angekommen stehen dann die echten Viertausender der Mischabelgruppe direkt vor einem – Täschhorn, Dom, Weisshorn, Bishorn – und der Balfrin hat sich seinen Platz in deren Mitte verdient.
Das Besondere an dieser Tour ist die Abgeschiedenheit. Gasenried ist ein kleines Dorf oberhalb von Grächen, der Weg zur Hütte führt durch ein Hochtal, das kaum jemand kennt. Mächtige Moränenwälle bezeugen den Stand des Riedgletschers zur Zeit der kleinen Eiszeit 1850 – eine stille Geschichtsstunde in einer Landschaft, die sich Zeit zu nehmen scheint.
Die Bordierhütte SAC (2’886 m) liegt zwischen dem Saas- und dem Mattertal, hoch über dem Riedgletscher, mit 44 Schlafplätzen und einem Brunnen mit Gletscherwasser direkt vor der Hütte. Sie ist bekannt für ihre herzliche Atmosphäre – und für den Kuchen auf der Hüttenterrasse, der nach dem langen Gipfeltag zu einem eigenen Ritual wird. Ab der Bordierhütte starten verschiedene lohnende Hochtouren im Gebiet, der Balfrin ist die bekannteste.
Früh morgens verlassen wir die Hütte. Der Aufstieg führt zunächst entlang von Wegspuren zum Gross Bigerhorn (3’626 m) – einem Vorgipfel mit eigenem Charakter und freiem Blick auf das Matterhorn und das Weisshorn. Der anschliessende Verbindungsgrat zum Balfrin ist das Herzstück der Tour: ein abwechslungsreicher Mix aus Kletterstellen im zweiten Grad, Firnpassagen und Wegspuren, der in keinem Moment monoton wird. Auf dem Balfrin (3’795 m) angekommen empfängt einen eine packende Rundsicht auf das Mischabelmassiv, die Zermatter Viertausender und das gesamte obere Wallis.
Der Abstieg führt durch die eindrückliche Spaltenzone des Riedgletschers zurück zur Bordierhütte – ein letztes Mal auf echtem Gletschereis, angeseilt, mit Blick auf die Eisformationen. Nach einem Stück Kuchen auf der Hüttenterrasse steigen wir auf dem Hüttenweg zurück nach Gasenried.
Mehrere Hochtouren im WS-Bereich vorausgesetzt. Pickel, Steigeisen und Seil vertraut. Kletterstellen im Fels bis Grad II sicher im Nachstieg. Der Abstieg durch den Riedgletscher verlangt Aufmerksamkeit in der Spaltenzone.
Sehr gute Kondition für zwei lange Tage: ca. 1'200 Hm Aufstieg am ersten Tag, ca. 950 Hm Aufstieg und 2'200 Hm Gesamtabstieg am zweiten Tag. Tempo ca. 400 Hm/h.
Aufstieg: ca. 1’200 Hm – Gehzeit: ca. 4 Std. – Anforderung: T3
Treffpunkt ist am Dorfplatz Gasenried oberhalb von Grächen. Von hier folgen wir dem Hüttenweg ins wunderschöne, vom Riedgletscher geformte Hochtal – vorbei an mächtigen Seitenmoränen, die an die kleine Eiszeit von 1850 erinnern. Auf rund 2’400 m queren wir unter der Gletscherzunge des Riedgletschers nach Osten und erreichen die Bordierhütte. Abendessen, Tourenbesprechung, früh schlafen.
Anreise: Zug nach Visp, dann Linie ins Saastal bis Stalden, Bus nach Grächen und Gasenried. Mit dem Auto über Visp und Stalden nach Grächen, weiter nach Gasenried – Parkplatz am Dorfrand.
Aufstieg: ca. 950 Hm – Abstieg: ca. 2’200 Hm – Gehzeit: ca. 9 Std. – Schwierigkeit: ZS- – II
Früh verlassen wir die Hütte. Über Wegspuren steigen wir zum Gross Bigerhorn (3’626 m) auf – einem schönen Vorgipfel mit freiem Panorama. Der Verbindungsgrat zum Balfrin bietet eine abwechslungsreiche Route: griffige Kletterstellen im zweiten Grad, kurze Firnpassagen, gut lesbare Wegspuren. Auf dem Balfrin (3’795 m) erwartet uns die packende Rundsicht auf das Mischabelmassiv.
Der Abstieg führt durch den Riedgletscher mit seinen eindrücklichen Spaltenzonen zurück zur Bordierhütte. Kuchen auf der Terrasse, dann weiter hinunter nach Gasenried.
Die Bordierhütte SAC (2’886 m) liegt zwischen dem Saas- und dem Mattertal, hoch über dem Riedgletscher, mit 44 Schlafplätzen und einem Brunnen mit Gletscherwasser direkt vor der Tür. Sie ist bekannt für ihre familiäre Atmosphäre, die gute Küche und den selbstgebackenen Kuchen auf der Hüttenterrasse. Ab hier starten verschiedene lohnende Hochtouren im Gebiet.

Der Balfrin ist 3’795 m hoch und liegt in der Mischabelgruppe im Wallis, nordöstlich von Grächen. Er ist der höchste Gipfel zwischen Saas- und Mattertal und bietet trotz seiner «bescheidenen» Höhe im Vergleich zu den Walliser Viertausendern ein erstklassiges Panorama auf Dom, Täschhorn, Weisshorn und Bishorn.
Der Weg über das Gross Bigerhorn (3’626 m) und den Verbindungsgrat ist das Herzstück der Tour – ein abwechslungsreicher Mix aus Fels, Firn und Wegspuren, der nie langweilig wird. Dazu die Abgeschiedenheit des Riedgletscher-Tals und die herzliche Bordierhütte als Stützpunkt. Der Balfrin ist unter Kennern einer der lohnendsten «Geheimtipps» des Wallis.
Der Verbindungsgrat wird als ZS- (ziemlich schwierig minus) eingestuft. Er beinhaltet Kletterstellen bis Grad II im Nachstieg, kurze Firnpassagen und gut lesbare Wegspuren. Der Fels ist kompakt und griffig. Der Abstieg durch den Riedgletscher mit seinen Spaltenzonen erfordert Seilschaft und Steigeisenerfahrung.
Die optimale Saison läuft von Juni bis September. Im Frühsommer können mehr Schneereste auf dem Verbindungsgrat vorhanden sein. Im Hochsommer ist der Fels meist trocken. Frühstart ist wichtig, um vor etwaigen Nachmittagsgewittern auf dem Gipfel zu sein.
Vom Balfrin bietet sich eine packende Rundsicht auf die Mischabelgruppe – Dom, Täschhorn, Lenzspitze in nächster Nähe, Weisshorn und Bishorn auf der Westseite, das Matterhorn und Monte Rosa im Süden. Es ist einer der besten Aussichtspunkte auf die Viertausender des Wallis.