Hochtourenerfahrung ist von Vorteil aber nicht zwingend. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Alle wichtigen Techniken (Steigeisen. Pickel. Seil in der Seilschaft) werden vor Ort geübt und begleitet.

Das Bishorn (4’153 m) gehört zu den leichtesten Viertausendern der Alpen und ist für viele Bergsteiger der erste Gipfel dieser Höhenklasse. Was es besonders macht: Es steht im direkten Schatten des Weisshorns, einem der schönsten und anspruchsvollsten Berge der Alpen. Wer auf dem Bishorn steht, schaut dem Weisshorn direkt in seine riesige Nordwestflanke. Kein anderer leichter Viertausender bietet einen so eindrücklichen Blick auf ein so gewaltiges Nachbarmassiv. Der Normalweg ist eine reine Gletschertour ohne technische Kletterpassagen. dafür mit einem langen, spaltenreichen Gletscher, einem weiten Hochgebirgsplateau und einem Gipfelgrat, der sich erst am Ende kurz aufstellt. Diese Zweitagestour über die Cabane de Tracuit führt in kompaktem Rahmen durch eine der einsamsten und schönsten Hochgebirgslandschaften des Wallis. direkter Zustieg ab Zinal. eine Nacht auf der Tracuit. Gipfel und Abstieg an einem langen Tag.

Wer das Bishorn besteigt, kommt wegen der Stille und der Weite des Turtmanngletschers. Wegen des langen, ernsthaften Hüttenwegs von Zinal hinauf zur Tracuit. Und wegen des Moments auf dem Gipfel. Wenn das Weisshorn in seiner ganzen Höhe und Steilheit unmittelbar neben einem steht. Das Bishorn ist offiziell ein Doppelgipfel: Die vergletscherte Firnkuppe (4’153 m) ist der höchste Punkt. wenige Meter daneben ragt der Felsgipfel (Pointe Burnaby. 4’133 m) auf, der bei der Erstbesteigung im August 1884 durch den Walliser Bergführer Joseph Imboden und die Engländerin Elizabeth Burnaby bezwungen wurde.
Als reine Gletschertour ohne Kletterpassagen eignet sich das Bishorn ideal als erstes Hochalpinziel. Gleichzeitig bietet es genug Substanz und Länge, dass der Gipfelerfolg nicht selbstverständlich ist. Der Turtmanngletscher ist spaltenreich und verlangt echte Seilschaftsdisziplin. Der Hüttenweg hinauf zur Tracuithütte ist mit rund 1’600 Hm einer der längsten Hüttenzustiege im Wallis. Und die Höhe über 4’000 m fordert Akklimatisation und Geduld.
Die Cabane de Tracuit (3’256 m) steht auf einem schmalen Felsgrat zwischen dem Turtmanntal und dem Bishorn. Spektakulär gelegen und weit abseits aller Touristenpfade. Von der Terrasse aus schaut man direkt auf das Weisshorn, das Bishorn und die weite Gletscherebene des Turtmanngletschers. Wer hier die Nacht verbringt, erlebt den Sonnenuntergang über einem der einsamsten und wildesten Hochgebirgsgebiete des Wallis.
Der Weg zur Hütte führt in unserer Zweitagestour über die Turtmannhütte (2’519 m), einen gemütlichen SAC-Stützpunkt im Turtmanntal, der nicht nur als Zwischenstation dient, sondern auch als Ausgangspunkt für Felsausbildung und erste Gletscherübungen genutzt wird. Vom Turtmanntal geht es über die Adlerflüe und den Turtmanngletscher hinauf zur Tracuit. Eine Etappe, die bereits in einem grossen Hochgebirgsambiente stattfindet.
Vom Tracuit aus verlässt man die Hütte noch im Dunkeln. Über den breiten. flachen und spaltenreichen Turtmanngletscher steigt man zum Sattel bei Punkt 3’543 m auf. Von dort führt die vergletscherte Nordwestflanke des Bishorns in gleichmässiger Neigung hinauf. Der Berg zeigt sich hier von seiner ruhigsten Seite: kein scharfer Grat. kein ausgesetzter Fels. Nur Firn, Höhe und das langsam weiter werdende Panorama.
Am Ende stellt sich der Hang kurz auf. Ein kurzer Steilabschnitt über den Bergschrund. Dann der breite Gipfel. Auf 4’153 m öffnet sich das Walliser Viertausenderpanorama in seiner vollen Breite: das Weisshorn direkt daneben. Zinalrothorn. Obergabelhorn und Dent Blanche auf der einen Seite. Matterhorn. Monte Rosa und Dom auf der anderen. Bei klarer Sicht: der Mont Blanc.
Der Abstieg führt über die Aufstiegsroute zurück zur Tracuithütte und von dort auf dem langen Hüttenweg hinunter nach Zinal (1’675 m) ins Val d’Anniviers.
Hochtourenerfahrung ist von Vorteil aber nicht zwingend. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Alle wichtigen Techniken (Steigeisen. Pickel. Seil in der Seilschaft) werden vor Ort geübt und begleitet.
Sehr gute Kondition erforderlich. Der direkte Hüttenaufstieg ab Zinal umfasst rund 1'600 Hm. Der Gipfeltag mit vollständigem Abstieg nach Zinal ergibt total bis zu 9 Gehstunden.
Aufstieg: ca. 1’700 Hm. Gehzeit: 4.5 Std. Anforderung: T3.T4
Wir treffen uns am Morgen am Bahnhof Turtmann oder Gruben im Turtmanntal. Der Aufstieg zur Turtmannhütte führt durch das hinterste Turtmanntal: zunächst auf breitem Weg durch Alpweiden, dann auf schmalem Bergpfad über Geröllfelder und kurze Steilstufen. Die Hütte liegt auf 2’519 m direkt über dem Turtmannsee. Mit freiem Blick auf Barrhorn, Brunegghorn und den Turtmanngletscher. Von der Turtmannhütte geht es über die Adlerflüe und eine kurze, gesicherte Klettersteigpassage auf den Gletscher hinaus. Der Turtmanngletscher ist breit, flach und spaltenreich. Hier verlassen wir definitiv die Wanderwelt: Steigeisen an. Seil ausgepackt. Seilschaft eingerichtet. Die Überquerung des Gletschers zur Tracuithütte ist die erste echte Hochalpinpassage der Tour.
Die Cabane de Tracuit (3’256 m) empfängt uns mit einer der eindrücklichsten Hüttenlagen der Walliser Alpen: direkt unter dem Bishorn. Mit freiem Blick auf das Weisshorn und den Turtmanngletscher. Am Abend planen wir gemeinsam den Gipfeltag. Wettercheck. Aufstiegsvarianten. Ausrüstungskontrolle. Frühes Zubettgehen.
Anreise: Zug nach Turtmann (Lötschberger). Bus oder Taxi nach Gruben im Turtmanntal. Mit dem Auto via Leuk ins Turtmanntal. Parkplatz in Gruben.
Aufstieg: ca. 900 Hm. Abstieg: ca. 2’480 Hm. Gehzeit: ca. 9 Std. Schwierigkeit: L
Noch vor Sonnenaufgang verlassen wir die Hütte. Über den Turtmanngletscher geht es zunächst flach, dann leicht ansteigend, als wir auf den Sattel bei P. 3’543 m zu wandern. Die Orientierung auf dem Gletscher ist bei Schlechtsicht anspruchsvoll. Bei klarer Nacht dagegen ein Erlebnis: Sterne über 3’000 m. Steigeisen auf Firn. und das Weisshorn als schweigender Begleiter.
Ab dem Sattel zieht die vergletscherte Nordwestflanke des Bishorns gleichmässig steil nach oben. Ein kurzer Steilabschnitt über den Bergschrund direkt unterhalb des Gipfels markiert die einzige technisch anspruchsvollere Stelle der Tour. Dann: der breite Gipfel. das Panorama und die Stille.
Nach einer ausgiebigen Gipfelrast und dem obligatorischen Blick hinüber zum Weisshorn steigen wir auf der Aufstiegsroute zurück zur Tracuithütte ab. Nehmen eine kleine Stärkung zu uns. Rucksack schultern. Dann der lange Abstieg über den Hüttenweg nach Zinal (1’675 m). Rund 1’580 Hm Abstieg erwarten uns durch das Val d’Anniviers. Das Tal wird grüner, die Luft wärmer. und irgendwo warten ein kühles Getränk und der Zug zurück auf uns.
Die Cabane de Tracuit (3’256 m) steht auf einem schmalen Felssporn hoch über dem Turtmanngletscher. Sie liegt spektakulär zwischen Bishorn und Weisshorn, mit einer der eindrücklichsten Hüttenaussichten der gesamten Walliser Alpen.

Das Bishorn ist ein Doppelgipfel. Der höchste Punkt ist die vergletscherte Firnkuppe mit 4’153 m. Wenige Meter entfernt liegt der Felsgipfel Pointe Burnaby (4’133 m), der bei der Erstbesteigung im August 1884 durch Bergführer Joseph Imboden und Elizabeth Burnaby bezwungen wurde. Das Bishorn liegt im Wallis zwischen dem Turtmanntal und dem Val d’Anniviers (Zinal)
Der Normalweg über die Nordwestflanke wird auf der SAC-Hochtourenskala mit L (leicht) bewertet und ist eine reine Gletschertour ohne Kletterpassagen. Die Schwierigkeit liegt vor allem in der Länge des Zustiegs (bis 1’600 Hm ab Zinal), in der Spaltengefahr auf dem Turtmanngletscher und in der Höhe, die über 4’000 m liegt. Für alpine Einsteiger ist das Bishorn ein ideales erstes Hochalpinziel mit Bergführer
Der häufigste Stützpunkt ist die Cabane de Tracuit (3’256 m) oberhalb von Zinal. Der direkte Hüttenanstieg ab Zinal umfasst rund 1’600 Hm und dauert ca. 5 Std.
Das Panorama ist eines der eindrücklichsten, die ein leichter Viertausender bieten kann. Unmittelbar daneben: das Weisshorn in seiner ganzen Steilheit. Rundum: Zinalrothorn. Obergabelhorn. Dent Blanche. Matterhorn. Monte Rosa. Dom und Täschhorn. Bei Fernsicht: der Mont Blanc. Der besondere Reiz ist die Nähe zum Weisshorn. das als gewaltige Pyramide aus nächster Nähe wirkt.
Ja. Für alle. die das Weisshorn (4’506 m) anpeilen, ist das Bishorn eine ideale Vorbereitungstour. Man lernt den Turtmanngletscher kennen. Akklimatisiert auf über 4’000 m. Bewertet die eigene Form und Technik, und bekommt ein konkretes Bild vom Weisshorn und seinen Routen aus direkter Nähe. Wer die Bishorn-Tour flüssig bewältigt, hat eine gute Ausgangslage für anspruchsvollere Walliser Viertausender.
Der Name kommt vermutlich vom Schweizer Dialektwort «Biis» für «Bise». den kalten Nord. oder Nordostwind. der auf die grossen offenen Gletscherflächen des Bergs ungehindert auftrifft. Eine zweite Herleitung stammt aus dem Patois: «Besso» (aus dem Lateinischen Bissius) bedeutet «Zwilling». Was auf den Doppelgipfel des Bergs hinweist.
Das Bishorn ist eine offene Gletschertour ohne natürlichen Windschutz. Bei instabilem Wetter oder Neuschnee kann die Spaltengefahr auf dem Turtmanngletscher erheblich steigen und die Tour muss angepasst oder abgebrochen werden. Wir beobachten die Verhältnisse laufend und kommunizieren 2 Tage vor Tourstart über die Durchführung.
Technisch ja: ab der Tracuithütte sind es rund 900 Hm zum Gipfel. Wer direkt ab Zinal in einem einzigen Tag auf das Bishorn und wieder zurück möchte. macht rund 2’500 Hm. Das ist für gut trainierte Alpinisten machbar. Aber zieht den Charakter der Tour in Richtung reines Leistungserlebnis. Wir empfehlen die Zweitages- oder Dreitagestour Variante. Gerade die Dreitagestour Variante erlaubt ideale Akklimatisation und ein viel reicheres Gesamterlebnis. Schreibe uns gerne an, falls du diese Variante bevorzugst.