Erste Erfahrungen auf geführten Hochtouren im L- bis WS-Bereich. Steigeisengehen und kurze Kletterstellen im Fels. Schlüsselstelle: eine luftige, mit Fixseilen gesicherte Felsstufe im Aufstieg zum Clariden - Schwindelfreiheit ist Voraussetzung.

Der Clariden (3’267 m) und das Gross Schärhorn (3’296 m) sind zwei der schönsten und charaktervollsten Dreitausender der Zentralschweiz – und sie lassen sich wunderbar an zwei Tagen kombinieren. Ausgangspunkt ist die Klausenpasshöhe, von der man die Lärmwelt der Strasse schnell hinter sich lässt und in eine stille, faszinierende Hochgebirgslandschaft eintaucht. Der erste Tag gehört dem Clariden: über Alpweiden, Karrenfelder und das kurze, luftige «Iswändli» zum Chamlijoch und weiter über den schönen Westgrat auf den Gipfel. Der zweite Tag führt über den Hüfifirn und die Chammlilücke zum Gross Schärhorn – einer der eindrücklichsten Firn- und Felstouren der Region. Übernachtet wird in der Planurahütte SAC, der höchstgelegenen SAC-Hütte der Ostschweiz, direkt neben dem grössten Windkolk Europas.
CHF 690.00

Wer am Klausenpass aus dem Auto steigt und nach Süden schaut, sieht die Wände des Schächentals und die weiten Firn- und Firnfelder dahinter – ein Hochgebirge, das die meisten Schweizer nur von der Durchfahrt kennen. Das Gebiet rund um Clariden, Schärhorn und Planurahütte ist dünn besiedelt, selten überlaufen und landschaftlich grossartig. Genau das macht diese Tour so wertvoll: Man bekommt etwas zurück, das in vielen bekannten Berggebieten schwer zu finden ist – Stille.
Der Clariden (3’267 m) ist der erste Gipfel. Die Route führt vom Klausenpass über Alpweiden und Karrenfelder in Richtung Chamlijoch (3’031 m). Im oberen Teil übernimmt das Firn- und Schneegelände, das «Iswändli» – eine kurze, mit Fixseilen gesicherte Felsstufe – würzt den Weg mit einer luftigen Passage. Vom Chamlijoch folgt man dem eleganten Westgrat bis zum Gipfel. Der Blick schweift vom grünen Mittelland über die Voralpen bis zum wuchtigen Tödi und tief ins Reusstal.
Das Abstieg zur Planurahütte (2’947 m) führt über die Südflanke und den Claridenfirn. Die Hütte liegt auf einem Felsvorsprung und bietet Abendstimmungen, die in Erinnerung bleiben – ringsum Gletscher, der Tödi dahinter, kein Strassenlärm, kein Handynetz. Gut so.
Am zweiten Tag geht es nordwärts zum Claridenpass und dann westwärts am Sporn des Chamlihorns vorbei bis zur Chammlilücke. Von dort führt die Route über Firnhänge und einfache Felspassagen zum Gipfel des Gross Schärhorns (3’296 m) – ein Rundblick, der bis in die Berner und Walliser Alpen reicht und an Weite kaum zu überbieten ist. Und dann, über das Chamlijoch, zurück zum Klausenpass auf der Route des Vortags – vertraut und trotzdem in anderem Licht.
Ein Hinweis, den alle, die diese Tour gemacht haben, bestätigen: das Bier am Ende – am Restaurant auf der Klausenpasshöhe – schmeckt selten besser als nach diesem zweiten langen Tag.
Erste Erfahrungen auf geführten Hochtouren im L- bis WS-Bereich. Steigeisengehen und kurze Kletterstellen im Fels. Schlüsselstelle: eine luftige, mit Fixseilen gesicherte Felsstufe im Aufstieg zum Clariden - Schwindelfreiheit ist Voraussetzung.
Sehr gute Ausdauer für zwei lange Tage: Tag 1 ca. 1'350 Hm Aufstieg in 7.5 Std., Tag 2 ca. 750 Hm Aufstieg und 1'750 Hm Abstieg in 8 Std.
Aufstieg: ca. 1’350 Hm – Abstieg: ca. 350 Hm – Gehzeit: ca. 7.5 Std. – Anforderung: WS
Treffpunkt ist um 08:44 Uhr auf der Klausenpasshöhe (1’948 m). Wer mit dem ÖV anreist: Verbindung nur via Altdorf möglich – frühzeitig planen. Mit dem Auto gibt es einen Parkplatz direkt auf der Passhöhe.
Vom Pass steigen wir über Alpweiden und Karrenfelder hinauf zum Chamlijoch (3’031 m) – das Tor zur Planurahütte und zur ganzen Tour. Im oberen Teil führt die Spur über Schnee- und Firnfelder. Das kurze Iswändli – eine luftige, mit Fixseilen gesicherte Felsstufe – erfordert Schwindelfreiheit und Konzentration. Vom Chamlijoch folgen wir dem schönen Westgrat bis zum Clariden (3’267 m). Der Abstieg führt über die Südflanke und den Claridenfirn zur Planurahütte, die keck auf einem Felsvorsprung thront.
Abend auf der Hütte: Abendessen mit regionalen Produkten, selbst gebackenem Brot und dem legendären Sonnenuntergang über dem Gletscherkessel.
Anreise: Mit dem Postauto nach Klausenpasshöhe (nur via Altdorf). Mit dem Auto über den Klausenpass, Parkplatz auf der Passhöhe.

Aufstieg: ca. 750 Hm – Abstieg: ca. 1’750 Hm – Gehzeit: ca. 8 Std. – Anforderung: WS
Nach dem Frühstück führt die Route nordwärts zum Claridenpass, dann westwärts am Sporn des Chamlihorns vorbei bis zur Chammlilücke. Über Firnhänge und einfache Felspassagen gewinnen wir Höhe bis zum Gipfel des Gross Schärhorns (3’296 m). Der Rundblick ist einer der weitesten dieser Region – Berner Alpen, Walliser Alpen, Tödi, Reusstal, Mittelland.
Der Abstieg führt über das Chamlijoch zurück auf die Route des Vortags und hinunter zur Klausenpasshöhe – bekanntes Terrain, das sich am zweiten Tag anders anfühlt. Restaurant auf der Passhöhe: verdienter Abschluss.

Die Planurahütte SAC (2’947 m) ist die höchstgelegene SAC-Hütte der Ostschweiz. Sie steht auf einem Felsvorsprung, umgeben von Gletschern, direkt neben dem grössten Windkolk Europas. Die Hütte hat 41 Schlafplätze, kocht mit regionalen Produkten und ist bekannt für ihre Abendstimmungen. Handyempfang ist eingeschränkt – was vielen nach einem langen Bergtag recht ist.

Der Clariden ist 3’267 m hoch, das Gross Schärhorn 3’296 m. Beide Gipfel liegen im Grenzgebiet der Kantone Uri und Glarus, westlich des Klausenpass. Das Schärhorn ist der etwas höhere der beiden und bietet einen der weitesten Rundblicke der Zentralschweiz.
Das «Iswändli» ist eine kurze, ausgesetzte Felsstufe im Aufstieg zum Chamlijoch, mit Fixseilen gesichert. Sie ist die technische Schlüsselstelle der Tour – nicht extrem schwierig, aber luftig und mit Schwindelfreiheit zu begehen. Der Bergführer sichert die Passage zusätzlich mit dem Seil.
Ja. Nahe dem Weg von Obersand zur Planurahütte, auf ca. 2’400 m (Koordinaten 711700/186900), findet man Dinosaurierspuren, die zu den ältesten der Schweiz gehören. Ein unerwarteter Begleiter auf dem Weg zur Hütte.
Die optimale Saison liegt von Ende Juni bis September. Im Frühsommer sind noch mehr Schnee und Firnreste auf den Passagen vorhanden – das verlängert die Tour und erhöht die Anforderungen. Im Hochsommer ist der Fels meist trocken und die Passagen gut lesbar.
Erste Erfahrungen auf geführten Hochtouren oder ein absolvierter Hochtourenkurs. Steigeisengehen und einfache Kletterstellen im Fels. Die konditionelle Anforderung ist hoch – zwei Tage mit 7.5 bzw. 8 Stunden Gehzeit verlangen solide Ausdauer.