Erfahrung auf Hochtouren, Routine mit Pickel und Steigeisen. Effizientes Bewegen im Fels bis Grad III (3c). Schwindelfreiheit und Kondition für 1'200 Hm Aufstieg und Abstieg.

Der Eiger (3’967 m) ist einer der bekanntesten Berge der Alpen – und der Mittellegigrat ist seine schönste Route. Nicht die berühmteste – die Nordwand trägt diesen Titel und wird ihn behalten. Aber die schönste. Auf dem langen, eleganten Ostgrat zwischen Eigerjöchern und Gipfel passiert man einen der grössten Kontraste, die ein Berggrat bieten kann: rechts fällt die Nordwand senkrecht in die Tiefe, links öffnet sich der Blick über die vergletscherte Hochgebirgswelt des Jungfraugebiets. Unten sieht man Grindelwald, die Kleine Scheidegg, die grünen Voralpen, dahinter das Mittelland. Auf kaum einem anderen Grat der Alpen stehen zwei Welten so unmittelbar nebeneinander. Der Mittellegigrat ist anspruchsvoll – mit Kletterpassagen bis Grad 3c, fixierten Hanfseilen an den steilsten Stellen und einem ausgedehnten Firnfeld kurz vor dem Gipfel. Er ist aber auch wunderbar zu klettern: der Fels ist strukturreich, die Linie klar, und das Erlebnis auf diesem Grat gehört zum Eindrücklichsten, was das Berner Oberland zu bieten hat.
CHF 1'590.00

Es gibt Grate in den Alpen, die eine Seite zeigen. Der Mittellegigrat zeigt zwei. Auf der rechten Seite fällt die Eigernordwand vertikal ab – eine der grossen Nordwände der Alpen, bekannt aus Filmen, Büchern und einer langen Geschichte von Triumph und Tragedy seit den ersten Versuchen in den 1930er-Jahren. Man schaut buchstäblich in die obere Partie dieser Wand hinein. Auf der linken Seite liegt die vergletscherte Hochgebirgswelt des Jungfraugebiets: Mönch, Jungfrau, Grosses Fiescherhorn, der Grosse Aletschgletscher. Unten: Grindelwald, die Kleine Scheidegg, das grüne Mittelland, die Seen der Voralpen. Dieser Kontrast ist einmalig – er macht den Mittellegigrat zu mehr als einer Klettertour.
Technisch ist der Grat gut erschlossen: fixierte Hanfseile an den steilsten Passagen, Eisenbügel an einigen Schlüsselstellen, Bohrhaken an den Standplätzen. Das nimmt der Route nichts von ihrem alpinen Charakter – wer hier unterwegs ist, merkt, dass er auf einem richtigen Berg ist. Die Route ist anstrengend aber nicht extrem, fordernd aber gut beherrschbar für alle, die die Voraussetzungen mitbringen.
Die Mittellegihütte (3’355 m) thront direkt auf dem Mittellegigrat – auf einem schmalen Felsvorsprung, umgeben von Luft auf beiden Seiten. Sie bietet 26 Schlafplätze und ist einer der ausgesetztesten und spektakulärsten Hüttenstandorte der gesamten Alpen. Das Abendlicht auf der Hüttenterrasse, die Nordwand auf der einen, der Grindelwaldgletscher auf der anderen Seite – dieser Moment ist Teil der Tour. Die Hütte ist nur über den Zustieg ab der Jungfraubahn-Station Eismeer erreichbar: durch ein Stollenloch auf den Chalifirngletscher, dann über Gletscher und etwa drei Seillängen Fels direkt auf den Grat hinauf.
Früh morgens startet man auf dem Grat. Leichtere Passagen und eine kurze Abseilstelle führen in den steilen Hauptteil des Mittellegigrats – hier spannen die dicken Hanfseile. Anstrengend, aber gut gesichert. Danach wird der Grat abwechslungsreicher: schöne Kletterpassagen im dritten Grad, gut strukturierter Fels, immer der Blick auf die Nordwand und das Jungfraugebiet. Zum Abschluss das Eigerfirnfeld: ein ausgesetztes, eindrückliches Firnfeld kurz vor dem Gipfel, das nochmals volle Konzentration fordert.
Auf dem Gipfel des Eigers (3’967 m) angekommen: Mönch und Jungfrau nebenan, Schreckhorn und Finsteraarhorn im Osten, der Grosse Aletschgletscher tief unten, und weit weg das Mittelland. Der Abstieg führt über die Eigerjöcher – dem Grat folgend, immer wieder mit Abseilstellen, über zwei Jöcher und schliesslich über den Gletscher zurück zum Jungfraujoch.
Erfahrung auf Hochtouren, Routine mit Pickel und Steigeisen. Effizientes Bewegen im Fels bis Grad III (3c). Schwindelfreiheit und Kondition für 1'200 Hm Aufstieg und Abstieg.
Sehr gute Kondition für ca. 1'200 Hm Aufstieg und Abstieg, ca. 8 Stunden Klettertag. Tempo ca. 350 Hm/h.
Aufstieg: ca. 400 Hm, 3 Seillängen S/3c – Gehzeit: ca. 3 Std. – Anforderung: S/3c
Treffpunkt ist um 14:15 Uhr am Grindelwald Terminal. Gemeinsam fahren wir mit der Jungfraubahn, am Jungfraujoch vorbei, bis zur Haltestelle Eismeer (3’160 m). Ab dort führt ein Stollenloch direkt auf den Chalifirngletscher – der erste Moment auf dem Eis, noch im Tunnellicht, hat etwas Theatralisches.
Wir überqueren den Gletscher und steigen in eine steile Kletterpassage im oberen dritten Grad ein – ca. drei Seillängen, gut gesichert. Danach führt ein Bänderweg zur Mittellegihütte. Der Abend auf der Hütte gehört zur Tour: die Nordwand auf der rechten Seite, der Grindelwaldgletscher auf der linken, das Abendlicht auf den Gipfeln. Tourenplanung, Abendessen, früh schlafen.
Hinweis: Das Jungfraubahn-Ticket (bis Eismeer, ca. CHF 75 mit Halbtax) muss vorab selbst gelöst werden. Sitzplatzreservierung empfohlen.

Aufstieg: ca. 680 Hm – Abstieg: ca. 600 Hm bis Jungfraujoch – Gehzeit: ca. 8 Std. – Schwierigkeit: ZS / S / 3c
Früh morgens starten wir direkt kraxelnd. Ein paar leichtere Passagen und eine kurze Abseilstelle führen zum steileren Hauptteil, wo dicke Hanfseile den Aufstieg ermöglichen. Anstrengend, aber keine extreme Kletterei – wer effizient in Grad III ist, kommt gut durch. Danach öffnet sich der Grat in einen schönen, abwechslungsreichen Abschnitt: griffiger Fels, klare Linie, immer der Doppelblick auf Nordwand und Jungfraugebiet.
Das Eigerfirnfeld kurz vor dem Gipfel ist die ausgesetzteste Passage – steil, mit Steigeisen, konzentriert. Dann der Gipfel (3’967 m): Mönch und Jungfrau nebenan, Finsteraarhorn und Schreckhorn im Osten, der Grosse Aletschgletscher tief unten.
Der Abstieg führt dem Grat folgend über die Eigerjöcher – immer wieder Abseilstellen, kurze Grate zwischen den Türmen, dann über den Gletscher. Am südlichen Eigerjoch legen wir die Steigeisen an und steigen über den Gletscher zum Jungfraujoch ab. Bahn zurück nach Grindelwald, Abschluss ca. 15:00 Uhr.

Die Mittellegihütte (3’355 m) steht direkt auf dem Mittellegigrat und bietet 26 Schlafplätze. Sie ist einer der spektakulärsten Hüttenstandorte der Alpen – auf einem schmalen Felsvorsprung, mit der Eigernordwand auf der einen und dem Jungfraugebiet auf der anderen Seite. Die Hütte ist nur über den Zustieg ab der Jungfraubahn-Station Eismeer erreichbar.
Ph: Jean-Louis Pitteloud

Der Eiger ist 3’967 m hoch und liegt in den Berner Alpen, nördlich der Jungfrau. Er ist das nördlichste der drei grossen Gipfel des Jungfraumassivs – Eiger, Mönch, Jungfrau – und bekannt vor allem durch seine 1’800 m hohe Nordwand, die Harlin-Route und die frühen Versuche der 1930er-Jahre.
Der Mittellegigrat wird mit ZS (ziemlich schwierig) bewertet. Die Kletterpassagen erreichen Grad 3c (S), die steilsten Abschnitte sind mit dicken Hanfseilen entschärft. Der Zustieg zur Hütte umfasst ca. drei Seillängen im Grad 3c. Das Eigerfirnfeld kurz vor dem Gipfel ist steil und ausgesetzt. Effizientes Bewegen in Grad III und Erfahrung auf ZS-Hochtouren sind Voraussetzung.
Die Eigerjöcher sind zwei Einschnitte im Süd- und Westgrat des Eigers, über die der Abstieg vom Gipfel zum Jungfraujoch führt. Das Gelände zwischen den Jöchern ist abwechslungsreich – kurze Türme, Abseilstellen, und schliesslich ein Gletscherabschnitt zurück zur Jungfraubahn-Station.
Von der Jungfraubahn-Station Eismeer (3’160 m) durch ein Stollenloch auf den Chalifirngletscher, dann über Gletscher und ca. drei Seillängen Fels (Grad 3c) auf den Grat und zur Hütte. Gehzeit rund 3 Stunden ab Eismeer.
Mehrere Hochtouren im ZS-Bereich, Routine mit Pickel und Steigeisen, effizientes Klettern in Grad III im Fels, Schwindelfreiheit. Als Vorbereitung eignen sich Galenstock SE-Sporn, Dent Blanche oder ähnliche kombinierte ZS-Touren.
Die optimale Saison läuft von Juli bis September. Im Frühsommer können Schneereste auf dem Grat das Vorankommen erschweren. Im Hochsommer ist der Fels meist trocken. Nachmittagsgewitter im Berner Oberland sind möglich – frühzeitiger Start ist Pflicht.