Erste Hochtouren- oder Gletschererfahrung von Vorteil. Steigeisengehen und Seilschaft auf Firn. Keine technischen Kletterstellen. Die Gletscherpassagen verlangen Aufmerksamkeit für Spalten.

Das Gross Fiescherhorn (4’049 m) ist der höchste Gipfel der Fiescherhörner-Gruppe im Jungfraugebiet – und gleichzeitig einer der zugänglichsten Viertausender der Berner Alpen. Die Tour führt vom Jungfraujoch über den weitläufigen Ewigschneefeld-Gletscher und die Fieschersattel hinauf auf den Gipfel. Der Anstieg ist eine reine Firn- und Gletschertour ohne technische Kletterstellen – was gefordert wird, ist Steigeisensicherheit, Kondition und Seilschaftsdisziplin in einer Umgebung, die einen der grössten zusammenhängenden Gletscher der Alpen umfasst. Die Übernachtung in der Mönchsjochhütte (3’657 m) – der höchsten bewirtschafteten Hütte der Schweiz – gehört mit zum Erlebnis. Das Panorama vom Gipfel auf Eiger, Mönch, Jungfrau, Aletschhorn und den Grossen Aletschgletscher ist eines der weitesten des gesamten Jungfraugebiets.

Das Jungfraugebiet ist das grösste zusammenhängende Gletschergebiet der Alpen ausserhalb des Polarkreises. Das Ewigschneefeld, der Aletschgletscher, die Fiescherfirn – von hier aus wirken die grossen Gletscher noch in ihrer ganzen Ausdehnung. Das Gross Fiescherhorn steht mittendrin: umgeben von Firn, Eis und dem weiten Schweigen dieser weissen Welt.
Die Route ab Jungfraujoch ist unkompliziert aber eindrücklich: man bewegt sich stundenlang auf Gletscher und Firn, in einer Landschaft, die von Eiger, Mönch und Jungfrau eingerahmt wird. Der Fieschersattel ist der Schlüsselpunkt der Tour – von hier aus führt ein gleichmässiger Firnanstieg auf den breiten Gipfel des Gross Fiescherhorns. Kein ausgesetzter Grat, kein Fels, keine Kletterpassagen – aber volle Hochalpinwelt, volle Höhe, volles Panorama.
Wer mag, besucht auf dem Weg noch das Hinter Fiescherhorn (4’025 m) – einen weiteren Viertausender, der vom Fieschersattel aus in kurzer Zeit erreichbar ist und den Tag mit zwei Gipfeln über 4’000 m abrundet.
Die Mönchsjochhütte SAC (3’657 m) ist die höchste bewirtschaftete Hütte der Schweiz – auf dem breiten Sattel zwischen Mönch und Jungfrau gelegen, mit direktem Blick auf den Grossen Aletschgletscher und die Walliser Viertausender. Sie ist ab dem Jungfraujoch in ca. einer Stunde erreichbar und bietet 135 Schlafplätze. Eine Nacht auf dieser Höhe ist Teil des Erlebnisses: die Abendstimmung über dem Aletschgletscher, die Stille und das Gefühl, mitten in einer anderen Welt zu sein. Die Hütte ist der Ausgangspunkt für mehrere lohnende Viertausender-Touren – darunter Walcherhorn, Louwihorn und eben das Gross Fiescherhorn.
Früh morgens verlassen wir die Mönchsjochhütte. Über das weite Ewigschneefeld bewegen wir uns in Richtung Fieschersattel – die Orientierung auf diesem offenen Firnfeld ist anspruchsvoller als es aussieht, bei frühem Start und wenig Licht ist Erfahrung im Gletschergehen gefragt. Am Fieschersattel angekommen öffnet sich der Aufstieg auf das Gross Fiescherhorn – gleichmässig, offen, ohne technische Schwierigkeiten. Der Fels zeigt sich erst ganz oben, kurz unter dem Gipfel.
Auf 4’049 m angekommen: Eiger, Mönch und Jungfrau nebenan und auf Augenhöhe, der Grosse Aletschgletscher in ganzer Länge unter uns, die Walliser Viertausender im Süden. Das Fiescherhorn ist einer jener Gipfel, auf denen man das Jungfraugebiet wirklich begreift – die Dimensionen, die Weite, das Schweigen. Nach der Gipfelpause steigen wir auf der Aufstiegsroute zurück zur Mönchsjochhütte und nehmen von dort die Jungfraubahn zurück nach Grindelwald.
Erste Hochtouren- oder Gletschererfahrung von Vorteil. Steigeisengehen und Seilschaft auf Firn. Keine technischen Kletterstellen. Die Gletscherpassagen verlangen Aufmerksamkeit für Spalten.
Gute Ausdauer für ca. 900 Hm Aufstieg und 5-6 Stunden Gehzeit am Gipfeltag. Die Übernachtungshöhe von 3'657 m erfordert Akklimatisation.
Aufstieg zur Hütte: ca. 200 Hm – Gehzeit: ca. 1 Std. ab Jungfraujoch – Anforderung: T2-T3
Wir treffen uns am Morgen am Grindelwald Terminal und fahren gemeinsam mit der Jungfraubahn bis zum Jungfraujoch. Von der Station verlassen wir durch die Tunnel die Bergstation und stehen wenige Minuten später auf dem Aletschgletscher. Steigeisen anlegen, anseilen – dann die kurze Querung zur Mönchsjochhütte. Der Nachmittag gehört der Ruhe, der Akklimatisation und dem Blick auf das Gelände von morgen. Tourenbesprechung am Abend, frühes Schlafen.
Wichtig: Jungfraubahn-Ticket (bis Jungfraujoch, ca. CHF 100 mit Halbtax) vorab kaufen. Sitzplatzreservierung empfohlen. Erste Akklimatisation in den Tagen vor der Tour wird empfohlen.
Anreise: Zug nach Grindelwald Terminal (via Bern, Interlaken, Luzern). Mit dem Auto nach Grindelwald, Parkplatz beim Bahnhof.
Aufstieg: ca. 900 Hm – Abstieg zur Hütte: ca. 900 Hm – Gehzeit: ca. 5-6 Std. – Schwierigkeit: WS
Früh morgens verlassen wir die Hütte und bewegen uns über das weite Ewigschneefeld in Richtung Fieschersattel. Das offene Firnfeld ist bei gutem Wetter gut zu navigieren, bei Nebel aber anspruchsvoll. Am Fieschersattel wechselt das Terrain – von hier führt der gleichmässige Firnanstieg auf den Gipfel. Kurz unter dem Gipfel zeigt sich kurz Fels, dann der breite Gipfel des Gross Fiescherhorns (4’049 m).
Panorama auf Eiger, Mönch, Jungfrau, Aletschhorn und den Grossen Aletschgletscher in ganzer Länge. Nach der Gipfelpause Abstieg auf der Aufstiegsroute zur Mönchsjochhütte, dann zurück zum Jungfraujoch und Bahn nach Grindelwald.
Die Mönchsjochhütte (3’657 m) liegt im UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch, direkt über dem Jungfraujoch. Sie ist ab der Bahnstation in knapp einer Stunde über den Jungfraugletscher erreichbar und bietet 135 Schlafplätze. Die Hütte ist Ausgangspunkt zahlreicher bekannter Hochtouren auf 4’000er – für unsere Tour ist sie der perfekte Stützpunkt zwischen den beiden Gipfeltagen. Die Abendstimmung auf dieser Höhe ist ein eigenes Erlebnis: Sonnenuntergang über dem Aletschgletscher, die Schatten der Grate wandern langsam über das Firn. Wenig schläft man tiefer als hier oben.
Ph: Mcsmp

Das Gross Fiescherhorn ist 4’049 m hoch und liegt im Jungfraugebiet in den Berner Alpen. Es ist der höchste Gipfel der Fiescherhörner-Gruppe und einer der zugänglicheren Viertausender des Berner Oberlandes.
Ja – mit ersten Gletscherkenntnissen und guter Kondition ist das Gross Fiescherhorn ein lohnender erster Berner Viertausender. Die Route ist eine reine Firn- und Gletschertour ohne technische Kletterstellen. Die Anforderungen liegen hauptsächlich in der Kondition und der Steigeisensicherheit.
Die Mönchsjochhütte SAC (3’657 m) ist die höchste bewirtschaftete Hütte der Schweiz, auf dem Sattel zwischen Mönch und Jungfrau. Sie ist ab dem Jungfraujoch in ca. einer Stunde erreichbar, bietet 135 Schlafplätze und ist Ausgangspunkt für mehrere Viertausender-Touren. Die Abendstimmung über dem Grossen Aletschgletscher gehört mit zum Erlebnis.
Der Fieschersattel ist der Schlüsselpunkt der Aufstiegsroute auf das Gross Fiescherhorn – ein breiter Schneesattel, von dem der gleichmässige Firnanstieg auf den Gipfel beginnt. Er liegt auf ca. 3’900 m und ist vom Ewigschneefeld aus gut erreichbar.
Ja – das Hinter Fiescherhorn (4’025 m) ist vom Fieschersattel aus in kurzer Zeit erreichbar und bietet sich als Zusatzgipfel an. Wer beide Gipfel besucht, hat zwei Viertausender über 4’000 m an einem Tag – eine schöne Option für Konditionsstarke.
Optimale Bedingungen von Juli bis September. Frühstart ist wichtig – auf dem offenen Ewigschneefeld können sich Nachmittagsgewitter rasch entwickeln. Die Übernachtungshöhe von 3’657 m erfordert eine vorgängige Akklimatisation.