Gross Fiescherhorn Hochtour

Fiescherhorn und Grünhorn im Sonnenuntergang

Das Gross Fiescherhorn (4’049 m) ist der höchste Gipfel der Fiescherhörner-Gruppe im Jungfraugebiet – und gleichzeitig einer der zugänglichsten Viertausender der Berner Alpen. Die Tour führt vom Jungfraujoch über den weitläufigen Ewigschneefeld-Gletscher und die Fieschersattel hinauf auf den Gipfel. Der Anstieg ist eine reine Firn- und Gletschertour ohne technische Kletterstellen – was gefordert wird, ist Steigeisensicherheit, Kondition und Seilschaftsdisziplin in einer Umgebung, die einen der grössten zusammenhängenden Gletscher der Alpen umfasst. Die Übernachtung in der Mönchsjochhütte (3’657 m) – der höchsten bewirtschafteten Hütte der Schweiz – gehört mit zum Erlebnis. Das Panorama vom Gipfel auf Eiger, Mönch, Jungfrau, Aletschhorn und den Grossen Aletschgletscher ist eines der weitesten des gesamten Jungfraugebiets.

  • Keine Termine
  • 2 Teilnehmende

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Davide Guzzardi
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Beschreibung

Anforderungen

Technik

Hochtouren Erfahrung

Erste Hochtouren- oder Gletschererfahrung von Vorteil. Steigeisengehen und Seilschaft auf Firn. Keine technischen Kletterstellen. Die Gletscherpassagen verlangen Aufmerksamkeit für Spalten.

Kondition

Ausdauer

Gute Ausdauer für ca. 900 Hm Aufstieg und 5-6 Stunden Gehzeit am Gipfeltag. Die Übernachtungshöhe von 3'657 m erfordert Akklimatisation.

Programm

Aufstieg zur Hütte: ca. 200 Hm – Gehzeit: ca. 1 Std. ab Jungfraujoch – Anforderung: T2-T3

Wir treffen uns am Morgen am Grindelwald Terminal und fahren gemeinsam mit der Jungfraubahn bis zum Jungfraujoch. Von der Station verlassen wir durch die Tunnel die Bergstation und stehen wenige Minuten später auf dem Aletschgletscher. Steigeisen anlegen, anseilen – dann die kurze Querung zur Mönchsjochhütte. Der Nachmittag gehört der Ruhe, der Akklimatisation und dem Blick auf das Gelände von morgen. Tourenbesprechung am Abend, frühes Schlafen.

Wichtig: Jungfraubahn-Ticket (bis Jungfraujoch, ca. CHF 100 mit Halbtax) vorab kaufen. Sitzplatzreservierung empfohlen. Erste Akklimatisation in den Tagen vor der Tour wird empfohlen.

Anreise: Zug nach Grindelwald Terminal (via Bern, Interlaken, Luzern). Mit dem Auto nach Grindelwald, Parkplatz beim Bahnhof.

Aufstieg: ca. 900 Hm – Abstieg zur Hütte: ca. 900 Hm – Gehzeit: ca. 5-6 Std. – Schwierigkeit: WS

Früh morgens verlassen wir die Hütte und bewegen uns über das weite Ewigschneefeld in Richtung Fieschersattel. Das offene Firnfeld ist bei gutem Wetter gut zu navigieren, bei Nebel aber anspruchsvoll. Am Fieschersattel wechselt das Terrain – von hier führt der gleichmässige Firnanstieg auf den Gipfel. Kurz unter dem Gipfel zeigt sich kurz Fels, dann der breite Gipfel des Gross Fiescherhorns (4’049 m).

Panorama auf Eiger, Mönch, Jungfrau, Aletschhorn und den Grossen Aletschgletscher in ganzer Länge. Nach der Gipfelpause Abstieg auf der Aufstiegsroute zur Mönchsjochhütte, dann zurück zum Jungfraujoch und Bahn nach Grindelwald.

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA-zertifizierter Bergführer
  • Hüttenbuchung Mönchsjochhütte
  • Tourenplanung und Wetterkonsultation
  • Seilschaft mit professionellem Bergführer
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise (Grindelwald)
  • Jungfraubahn-Ticket bis Jungfraujoch (ca. CHF 100 mit Halbtax – vorab lösen!)
  • Übernachtung Mönchsjochhütte
  • Versicherung
  • Persönliche Ausrüstung
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Unterkunft

Die Mönchsjochhütte (3’657 m) liegt im UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch, direkt über dem Jungfraujoch. Sie ist ab der Bahnstation in knapp einer Stunde über den Jungfraugletscher erreichbar und bietet 135 Schlafplätze. Die Hütte ist Ausgangspunkt zahlreicher bekannter Hochtouren auf 4’000er – für unsere Tour ist sie der perfekte Stützpunkt zwischen den beiden Gipfeltagen. Die Abendstimmung auf dieser Höhe ist ein eigenes Erlebnis: Sonnenuntergang über dem Aletschgletscher, die Schatten der Grate wandern langsam über das Firn. Wenig schläft man tiefer als hier oben.

Ph: Mcsmp

Hütte im Fels oberhalb eines Gletschers

Bekleidung / Ausrüstung

  • Hardshell-Jacke und -hose (wind- und wasserdicht)
  • Warme Mittellage (Primaloft oder Daunenjacke)
  • Thermounterwäsche kurz und lang
  • Tourenhandschuhe und warme Ersatzhandschuhe
  • Mütze und Sturmhaube
  • Sonnenschutzbrille (Gletscherbrille, Kategorie 4)
  • Gamaschen

  • Bergschuhe (steigeisenfest)
  • Steigeisen (10- oder 12-Zacken, Antistollplatten)
  • Eispickel
  • Klettergurt mit 2 Schraubkarabinern
  • Helm
  • Teleskopstöcke (für flache Gletscherabschnitte)

  • Rucksack 30-40 l
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Sonnencreme und Lippenpflege (starke UV-Reflexion auf Firn)
  • Stirnlampe
  • Hüttenschlafsack
  • Energieriegel und Verpflegung

  • Eispickel CHF 50.-
  • Steigeisen CHF 50.-
  • Helm CHF 30.-
  • Klettergurt CHF 30.-

FAQ

Das Gross Fiescherhorn ist 4’049 m hoch und liegt im Jungfraugebiet in den Berner Alpen. Es ist der höchste Gipfel der Fiescherhörner-Gruppe und einer der zugänglicheren Viertausender des Berner Oberlandes.

Ja – mit ersten Gletscherkenntnissen und guter Kondition ist das Gross Fiescherhorn ein lohnender erster Berner Viertausender. Die Route ist eine reine Firn- und Gletschertour ohne technische Kletterstellen. Die Anforderungen liegen hauptsächlich in der Kondition und der Steigeisensicherheit.

Die Mönchsjochhütte SAC (3’657 m) ist die höchste bewirtschaftete Hütte der Schweiz, auf dem Sattel zwischen Mönch und Jungfrau. Sie ist ab dem Jungfraujoch in ca. einer Stunde erreichbar, bietet 135 Schlafplätze und ist Ausgangspunkt für mehrere Viertausender-Touren. Die Abendstimmung über dem Grossen Aletschgletscher gehört mit zum Erlebnis.

Der Fieschersattel ist der Schlüsselpunkt der Aufstiegsroute auf das Gross Fiescherhorn – ein breiter Schneesattel, von dem der gleichmässige Firnanstieg auf den Gipfel beginnt. Er liegt auf ca. 3’900 m und ist vom Ewigschneefeld aus gut erreichbar.

Ja – das Hinter Fiescherhorn (4’025 m) ist vom Fieschersattel aus in kurzer Zeit erreichbar und bietet sich als Zusatzgipfel an. Wer beide Gipfel besucht, hat zwei Viertausender über 4’000 m an einem Tag – eine schöne Option für Konditionsstarke.

Optimale Bedingungen von Juli bis September. Frühstart ist wichtig – auf dem offenen Ewigschneefeld können sich Nachmittagsgewitter rasch entwickeln. Die Übernachtungshöhe von 3’657 m erfordert eine vorgängige Akklimatisation.

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