Erste Erfahrungen auf geführten Hochtouren im L- bis WS-Bereich. Steigeisengehen und kurze Kletterstellen im Fels. Achtung: die 8 m hohe Eisenleiter zur Hütte im Auf- und Abstieg erfordert Schwindelfreiheit.

Das Oberaarhorn (3’631 m) steht direkt über dem Oberaarsee – dem hintersten der grossen Grimselstauseen – und markiert den östlichsten Ausläufer der Berner Alpen mit Blick auf das gesamte Finsteraarhorn-Massiv. Vom Gipfel sieht man das Finsteraarhorn, den Lauteraarsattel, den Oberaargletscher und weit hinüber in die Walliser Alpen. Die Tour ist technisch moderat und eignet sich gut für Einsteiger mit erster Hochtourenerfahrung. Besonders ist die Anreise: Mit der historischen Transportseilbahn der Kraftwerke Oberhasli gelangt man spektakulär über den Grimselsee zum Berghaus Oberaar, bevor es auf den Gletscher geht. Die Unterkunft – die Oberaarjochhütte auf 3’258 m – ist eine der originellsten Berghütten der Schweiz: direkt in die Felswand gebaut, nur über eine Eisenleiter erreichbar, mit Platz für 35 Personen.
CHF 690.00

Das Grimselgebiet ist für die meisten Schweizer vor allem eine Passstrasse – und für jene, die ein bisschen genauer hinschauen, ein aussergewöhnliches Hochgebirgsgebiet mit stillen Gletschern, ruhigen Hütten und einer dichten Konzentration an lohnenden Dreitausendern. Das Oberaarhorn gehört zu den Besten davon: ein gut erreichbarer, technisch moderater Gipfel mit einem Panorama, das weit über seine Höhe hinausgeht.
Die Tour kombiniert zwei Elemente, die man selten so schön zusammen findet: eine originelle Anreise mit der Transportseilbahn der Kraftwerke Oberhasli über den Grimselsee – ein Überbleibsel der Industriegeschichte der Region, das heute Wanderer und Bergsteiger befördert – und eine Übernachtung in der Oberaarjochhütte, die man zurecht den «Adlerhorst» nennt. Sie klebt an einer Felswand direkt über dem Oberaarjoch, erreichbar nur über eine 8 m hohe Eisenleiter, mit einem der weitesten Blicke aller SAC-Hütten der Schweiz.
Nach einer Wanderung entlang des Oberaarsees beginnt der eigentliche alpine Teil der Tour. Der Oberaargletscher zeigt das, was Gletscher im 21. Jahrhundert charakterisiert: erst blankes, dreckiges Eis, dann weiter oben saubererer Firn, schliesslich der gleichmässige Aufstieg zur Hütte. Am Gletscher legen wir Steigeisen an und gehen angeseilt – hier beginnt für viele die erste echte Hochtouren-Passage ihres Lebens. Der Bergführer erklärt die Technik und begleitet jeden Schritt.
Die Hütte auf 3’258 m empfängt einen nach einem langen ersten Tag mit Kaffeegeruch und Blick auf das mächtige Finsteraarhorn. Man sagt, es sei die SAC-Hütte mit der besten Aussicht – und wer einmal von der kleinen Terrasse über den Gletscher und hinüber zu den grossen Berner Gipfeln geblickt hat, zweifelt daran nicht.
Direkt hinter der Hütte beginnt der Aufstieg zum Oberaarhorn. Erst über Geröll, dann über Firn, gewinnt man gleichmässig Höhe. Dank der freien Sicht nach Osten erlebt man den Sonnenaufgang auf diesem Weg in voller Breite – das Licht wandert von den vergletscherten Flanken des Finsteraarhorns herüber und trifft schliesslich den Gipfel des Oberaarhorns, wenn man noch im Aufstieg ist. Es ist einer der stillen, grossen Momente des Alpinismus.
Oben auf 3’631 m öffnet sich der Blick auf das gesamte Berner Viertausenderfeld im Westen, die Seitenarme des Unteraargletschers im Norden und die Walliser Alpen im Süden. Nach der Gipfelrast steigen wir zurück zur Hütte, packen das deponierte Gepäck und machen uns auf den langen Abstieg zum Berghaus Oberaar – von dort bringt uns ein Taxibus zurück nach Meiringen.
Erste Erfahrungen auf geführten Hochtouren im L- bis WS-Bereich. Steigeisengehen und kurze Kletterstellen im Fels. Achtung: die 8 m hohe Eisenleiter zur Hütte im Auf- und Abstieg erfordert Schwindelfreiheit.
Gute Ausdauer für bis zu 7 Stunden Gehzeit und 1'200 Hm Aufstieg pro Tag. Tempo ca. 300 Hm/h.
Aufstieg: ca. 1’000 Hm – Abstieg: ca. 80 Hm – Gehzeit: ca. 5 Std. – Anforderung: WS
Treffpunkt ist um 10:12 Uhr an der Postautohaltestelle Grimsel Hospiz, direkt bei der Staumauer des Grimselsees. Von dort geht es mit der historischen Transportseilbahn der Kraftwerke Oberhasli hoch über dem Grimselsee zum Berghaus Oberaar (2’338 m) – eine Fahrt, die für sich schon ein Erlebnis ist.
Eine ruhige Wanderung entlang des Oberaarsees führt durch die Landschaft des hinteren Grimselgebiets, bevor wir nach einer guten Stunde den Oberaargletscher erreichen. Hier rüsten wir uns aus, legen Steigeisen an und gehen angeseilt. Zuerst auf blankem Eis, später auf Firn, steigen wir gleichmässig zur Oberaarjochhütte auf. Eine kurze Eisenleiter – 8 m, senkrecht – führt zum letzten Abschnitt hoch zur Hütte. Schwindelfreiheit ist hier keine Option, sondern Voraussetzung. Wer oben ankommt, wird belohnt. Abendessen, Tourenbesprechung, früh schlafen.
Anreise: Mit dem Postauto nach Grimsel Hospiz (ab Meiringen). Mit dem Auto über den Grimselpass, Parkplatz Grimselsee.
Aufstieg: ca. 370 Hm – Abstieg: ca. 1’340 Hm – Gehzeit: ca. 5.5 Std. – Anforderung: WS
Direkt hinter der Hütte beginnt der Aufstieg zum Oberaarhorn – erst über Geröll, dann über Firn. Der Berg ist von hier aus nah und der Aufstieg gut lesbar. Bei Sonnenaufgang, der von Osten über die Gipfellinie wandert, ist dieser Weg besonders schön. Oben auf 3’631 m empfängt einem das volle Berner Viertausenderpanorama.
Nach der Gipfelrast steigen wir zurück zur Hütte, nehmen das deponierte Gepäck, dann weiter über den Gletscher zurück zum Berghaus Oberaar. Ein Taxibus fährt uns nach Meiringen zum Bahnhof, Heimreise ab ca. 15 Uhr.
Die Oberaarjochhütte SAC (3’258 m) ist direkt in eine Felswand gebaut und nur über eine Eisenleiter zugänglich. Mit Platz für 35 Personen ist sie klein und ursprünglich – und gilt als eine der Hütten mit der besten Aussicht der Schweizer Alpen. Wasser kommt aus Schnee und Regen, die Einrichtungen sind einfach und herzlich.

Das Oberaarhorn ist 3’631 m hoch und liegt im Grimselgebiet, auf der Grenze zwischen dem Berner Oberland und dem Wallis. Es steht über dem Oberaarsee, dem hintersten der grossen Grimselstauseen.
Die markanteste Stelle ist nicht der Gipfelaufstieg, sondern die 8 m hohe Eisenleiter zur Oberaarjochhütte – senkrecht, ausgesetzt, im Auf- und Abstieg zu begehen. Sie erfordert Schwindelfreiheit. Auf dem Gletscher verlangt die Tour sicheres Steigeisengehen und Seilschaftsdisziplin.
Die Transportseilbahn der Kraftwerke Oberhasli ist eine historische Materialseilbahn, die ursprünglich für den Bau der Grimselstaudämme genutzt wurde. Heute befördert sie Wanderer und Bergsteiger hoch über dem Grimselsee zum Berghaus Oberaar – ein schönes Relikt der Industriegeschichte der Region.
Optimale Bedingungen herrschen von Juni bis September. Im Frühsommer können grosse Schneemengen auf dem Gletscher die Tour verlängern. Im Hochsommer ist der Gletscher gut begehbar und der Fels trocken. Die Oberaarjochhütte ist bewartet von Ende Juni bis Anfang Oktober.
Ja – die Tour ist einer der empfehlenswertesten Einstiege ins Hochalpingelände. Erste Erfahrungen auf geführten Hochtouren oder einem Hochtourenkurs sind ideal. Wer noch nie auf einem Gletscher war, findet hier eine sichere, gut begleitete Einführung.