Erste Erfahrung auf Hochtouren und mit Pickel und Steigeisen vorausgesetzt. Sicheres Nachklettern bis Grad III, Routine in der Seilschaft. Der Südgrat ist der technische Kern der Tour - ausgesetzt, durchgehend spannend.

Der Grassen (2’946 m) ist der Hausberg des Sustenpasses – markant, griffig, sonnig, und über den Südgrat eine der abwechslungsreichsten kombinierten Tagestouren der Zentralschweiz. Ab dem Parkplatz Sustenpass führt ein schöner Aufstieg über Wanderwege und wegloses Gelände zum Grassenjoch. Von dort geht es über drei Seillängen in der Südwand (3b) und dann den luftigen Südgrat (Grad III, ca. 1.5 Stunden Kletterei) auf den Gipfel – ausgesetzt, fest und wunderschön. Der Fels ist griffig und verlässlich, das Terrain abwechslungsreich. Der Abstieg führt über Gletscher und Schneefelder mit tollen Aussichten zurück zum Ausgangspunkt – und wer mag, taucht zum Abschluss in den kleinen Bergsee am Wandfuss ein. Ein vollwertiger Alpintag ohne Übernachtung, ideal für einen langen Sommertag im Uri.
CHF 420.00

Wer über den Sustenpass fährt, kennt den Grassen als markante Felsgestalt auf der Südseite der Passstrasse. Die meisten fahren durch. Wer bleibt und aufschaut, sieht die Linie des Südgrats – klar, direkt, einladend. Und wer tatsächlich aufsteigt, findet einen Berg, der auf kleinstem Raum das Beste der Zentralschweiz vereint: griffigen Urner Fels, einen kurzen aber ernsthaften Gletscher, eine luftige Gratkletterei und eine Aussicht auf Sustenhorn, Dammastock und das Reusstal, die sich so nah nirgends sonst zeigt.
Die Tour beginnt mit einer angenehmen Wanderung ab dem Sustenpass-Parkplatz durch offenes Gelände und Alpweiden. Mit zunehmender Höhe wird das Terrain wegloser und felsiger – bis man das Grassenjoch erreicht und die eigentliche Kletterei beginnt. Drei Seillängen in der Südwand (3b, gut gesichert) leiten in den Südgrat ein. Was dann folgt, ist rund eineinhalb Stunden Kletterei auf griffigem, festem Fels, immer am Grat oder dicht daneben, ausgesetzt aber beherrschbar – für alle, die Grad III sicher nachsteigen.
Oben auf dem Grassen: Blick auf das Sustenhorn, das Gwächtenhorn, den Titlis im Norden und bei klarer Sicht weit in die Berner Alpen. Dann der Abstieg über Gletscher und Schnee, der je nach Jahreszeit die Steigeisen verlangt – und zum Abschluss, wenn die Saison es erlaubt, ein Bad im kleinen See am Wandfuss. Ein Abschluss, der sich gehört.
Der Grassen ist keine Tour, die man monatelang plant. Er ist der ideale Spontanberg: kurze Anreise über den Sustenpass, vollständige Tour an einem Tag, maximale alpine Erfahrung ohne Hüttennacht. Genau das macht ihn für viele zu einem persönlichen Lieblingstag im Jahr – an einem freien Wochentag oder einem früh begonnenen Wochenende.
Das Gebiet rund um den Sustenpass ist ausserdem dank der Susten Brügg und dem Bergsee am Wandfuss ein angenehmer Ausgangspunkt: Kaffee vor dem Aufbruch, Bad nach der Tour, alles in wenigen Minuten erreichbar.
Erste Erfahrung auf Hochtouren und mit Pickel und Steigeisen vorausgesetzt. Sicheres Nachklettern bis Grad III, Routine in der Seilschaft. Der Südgrat ist der technische Kern der Tour - ausgesetzt, durchgehend spannend.
Gute Kondition für rund 1'000 Hm Aufstieg und ca. 7-8 Stunden Gesamtzeit. Tempo ca. 300 Hm/h.
Aufstieg: ca. 1’000 Hm – Abstieg: ca. 1’000 Hm – Gesamtzeit: ca. 7-8 Std. – Kletterteil: ca. 1.5-2 Std. – Schwierigkeit: ZS- / III
Treffpunkt ist früh morgens auf dem Parkplatz Sustenpass auf der Urner Seite. Nach einem kurzen Materialcheck starten wir gemeinsam den Aufstieg über Wanderwege und offenes Alpwiesengelände in Richtung Grassenjoch. Das Terrain wird zunehmend felsiger und wegloser – je nach Saison führt der Weg über Schneefelder oder blanken Stein. Beim Grassenjoch legen wir die erste Ausrüstung an.
Drei Seillängen in der Südwand (3b) leiten in die eigentliche Kletterei ein – gut gesichert, griffig, ein angenehmer Einstieg. Dann der Südgrat: rund eineinhalb Stunden auf festem Fels, immer an der Kante oder knapp daneben, ausgesetzt und luftig. Alle Schlüsselstellen sind mit Schlingen und Haken eingerichtet, der Fels ist verlässlich und warm.
Auf dem Gipfel (2’946 m) angekommen – Sustenhorn, Dammastock, Titlis, das Reusstal tief unten und die Berner Alpen im Hintergrund. Nach einer Gipfelpause folgt der Abstieg über den Grassengletscher und Schneefelder – je nach Verhältnissen mit Steigeisen. Zurück am Wandfuss wartet der kleine Bergsee. Wer mag, springt rein. Wer nicht, geht direkt zum Parkplatz für Kaffee und Abschluss.
Anreise: Mit dem Auto über Andermatt oder Wassen zum Sustenpass, Parkplatz auf der Urner Seite. Mit dem ÖV bis Amsteg oder Wassen, dann Taxi oder Bus zum Sustenpass (saisonal).
Der Grassen ist 2’946 m hoch und liegt im Kanton Uri, direkt südlich des Sustenpasses. Er ist einer der charaktervollsten und am leichtesten erreichbaren Kletterziele des Sustenpasses und des Meientals.
Die Route wird mit ZS- (ziemlich schwierig minus) bewertet. Die Südwand führt drei Seillängen im Grad 3b, der Südgrat dann ca. eineinhalb Stunden im Grad III. Alle Schlüsselstellen sind mit Schlingen und Haken eingerichtet. Vorausgesetzt wird sicheres Nachklettern bis Grad III und Erfahrung in der Seilschaft auf kombiniertem Terrain.
Ja – am Fuss der Südwand liegt ein kleiner Bergsee, der im Hochsommer als erfrischendes Schlussbad nach dem Abstieg genutzt werden kann. Badetemperaturen sind bescheiden, aber nach einem langen Klettertag eine eigene Belohnung.
Kurze Anreise über den Sustenpass, keine Hüttenübernachtung nötig, vollständige alpine Erfahrung an einem Tag. Der Grassen ist einer der besten «Spontanberge» der Zentralschweiz – ideal für einen freien Tag, der sich spontan ergibt.
Die optimale Saison läuft von Juni bis September. Im Frühsommer können Schneereste auf dem Aufstieg und Abstieg vorhanden sein, die Steigeisen erfordern. Im Hochsommer ist der Fels warm und trocken. Frühstart ist wichtig – Nachmittagsgewitter sind am Sustenpass im Sommer möglich.
Erste Erfahrung auf Hochtouren, vertraut mit Pickel und Steigeisen, sicheres Nachklettern bis Grad III. Reine Bergwandererfahrung reicht nicht aus. Als gute Vorbereitung eignen sich der Galenstock SE-Sporn oder ähnliche kombinierte Touren des Sustengebiets.