Galenstock Hochtour – SE Sporn

Galenstock von Südosten

Der Galenstock (3’586 m) steht auf der Grenze der Kantone Uri und Wallis, weit sichtbar über dem Furkapass mit seiner markanten weissen Firnwächte. Er ist einer jener Berge, die man von der Passstrasse aus sieht und sich fragt, wie man da überhaupt hinaufkommt. Die Antwort: über den Südostsporn – eine kombinierte Hochtour und Grat-Klettertour durch besten Urner Granit, goldig-gelb, grobkörnig, griffig, auf festem Fels mit fantastischen Tiefblicken in die Berner und Walliser Alpen. Die Route vereint alles, was eine alpine Klettertour gross macht: einen kurzen aber direkten Hüttenweg zur familiär bewirtschafteten Sidelenhütte, einen spaltenreichen Gletscherzustieg, abwechslungsreiche Gratkletterei im zweiten bis dritten Grad, einen abschliessenden Firngrat zum Gipfelkreuz – und als Abschluss eine Abseilpiste durch die senkrechte Galengrat-Verschneidung zurück auf den Gletscher.

  • 01.06.2026 – 31.08.2026
  • 1 Tage
  • Realp, Schweiz
  • 1-2 Teilnehmende

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CHF 720.00

Davide Guzzardi
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Beschreibung

Impressionen

Anforderungen

Technik

Hochtouren Erfahrung

Grundkenntnisse in Hochtouren und Mehrseillängenrouten von Vorteil. Klettern bis Grad III obligatorisch, einzelne Stellen bis 4c. Routine mit Steigeisen auf Gletschergelände, Erfahrung mit Abseiltechnik (Abseilpiste im Abstieg).

Kondition

Ausdauer

Gute Grundkondition für einen langen Klettertag ab Hütte. Gesamte Kletter- und Gehzeit ca. 9 Stunden.

Programm

Anreise: Mit dem Postauto ab Andermatt oder Gletsch über den Furkapass bis Haltestelle Sidelenbach. Mit dem Auto über den Furkapass, Parkplatz Sidelenbach (wenige Plätze, frühzeitig anreisen).

Besteigung des Galenstocks (3’586 m) via SE-Sporn und Abstieg

Früh am Morgen verlassen wir den Sidelenbach auf dem Furkapass (ca. 2’270 m). Der Hüttenweg führt zunächst durch ein stilles Hochmoor, dann über einen steilen Moränenrücken direkt hinauf zur Sidelenhütte. Knapp eine Stunde, wenig Gepäck – der Rucksack bleibt bewusst leicht.Von dort über Blockgelände zum Gletscherfuss, Steigeisen anlegen, anseilen. Ab hier bewegen wir uns auf echtem Gletschereis: der Sidelengletscher ist stark von Spalten durchzogen – die Route windet sich zwischen ihnen hindurch und verlangt aufmerksames Begehen in der Seilschaft.

Auf rund 2’870 m verlassen wir die Richtung Galengrat-Verschneidung und folgen der Rampe nach Nordosten direkt auf den Südostsporn zu. Einstieg: rechts durch die Blöcke, nicht der Eisenplatte links folgen. Ab dem Kantenrand beginnt die Kletterei – griffige Blockkletterei und Risse im zweiten und dritten Grad, abwechselnd mit kurzen Gehpassagen, immer wieder freie Tiefblicke in das Gletscherbecken.

Nach rund 1.5 bis 2 Stunden Kletterei erreichen wir bei Punkt 3’365 m das Ende des Felsabschnitts. Steigeisen wieder an, auf den Firngrat wechseln. Die Schneewächte des Galenstocks baut sich vor uns auf – wir umgehen sie weiträumig und steigen zum Gipfel auf 3’586 m auf.

Für den Abstieg folgen wir der eingerichteten Abseilpiste westlich der Galengrat-Verschneidung – rote Markierungen, Stände alle ca. 25 m, rund 7 Seillängen senkrecht durch die Verschneidung. Dann auf den Sidelengletscher, zurück über Blockgelände zur Hütte. Pause, Kaffee, die feinen Wähen der Hüttenküche – dann der kurze Abstieg hinunter zum Furkapass.

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA-zertifizierter Bergführer
  • Tourenvorbereitung, Routenbesprechung und Wetterkonsultation
  • Seilschaft 1:1 bis 1:2
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise (Furkapass / Andermatt)
  • Getränke und Mahlzeiten
  • Persönliche Ausrüstung
  • Versicherungen
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Bekleidung/Ausrüstung

  • Hardshell-Jacke und -hose (wind- und wasserdicht)
  • Warme Mittellage (Fleece oder Primaloft-Jacke)
  • Thermounterwäsche (Merino oder Synthetik)
  • Tourenhandschuhe und leichte Kletterhandschuhe
  • Mütze und Sturmhaube
  • Sonnenschutzbrille (Kategorie 3-4)

  • Bergschuhe (steigeisenfest, klettertauglich)
  • Steigeisen (10- oder 12-Zacken, Antistollplatten)
  • Eispickel
  • Klettergurt
  • Helm
  • 2-3 Schraubkarabiner
  • Bandschlingen 60 cm und 120 cm (je 2)
  • Abseilgerät und Prusikschlinge
  • 2-3 Expressschlingen
  • Teleskopstöcke (für Hüttenweg und Abstieg)

  • Sonnencreme und Lippenpflege (Gletscherreflexion auf 3’000 m erheblich)
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Hüttenschlafsack
  • Rucksack 25-35 l
  • Stirnlampe mit frischen Batterien
  • Energieriegel und Verpflegung für den Klettertag
  • Fotoapparat, Powerbank

  • Eispickel CHF 50.-
  • Steigeisen CHF 50.-
  • Helm CHF 30.-
  • Klettergurt CHF 30.-

FAQ

Der Galenstock ist 3’586 m hoch und liegt auf der Grenze der Kantone Uri und Wallis, direkt nördlich des Furkapasses. Er ist der vierthöchste Gipfel der Urner Alpen und wurde erstmals am 18. August 1845 durch Eduard Desor und Daniel Dollfuss mit ihren einheimischen Bergführern bestiegen

Der Südostsporn (SE-Sporn) ist eine kombinierte Grat- und Kletterroute auf den Galenstock über den Sidelengletscher. Die Route führt vom Gletscherfuss über eine markante Felsrippe und einen griffigen Granitgrat im zweiten und dritten Grad (einzelne Stellen IV) bis auf Punkt 3’365 m. Von dort folgt ein kurzer Firngrat mit Steigeisen zum Gipfelkreuz. Der SE-Sporn gilt als die schönste und abwechslungsreichste Route auf den Galenstock.

Die Abseilpiste befindet sich westlich der Galengrat-Verschneidung und ist der eingerichtete Standardabstieg vom SE-Sporn. Sie ist mit roten Markierungen klar gekennzeichnet, die Standplätze liegen in Abständen von ca. 25 m. Mit 50-m-Halbseilen kann jeder zweite Stand ausgelassen werden. Insgesamt rund 7 Seillängen direkt durch die senkrechte Verschneidung zurück auf den Sidelengletscher

Der Urner Granit rund um den Furkapass gilt zu den qualitativ besten Klettergesteinen der Alpen: grobkörnig, goldig-gelb, mit natürlichen Strukturen aus Rissen, Schuppen, Leisten und Zacken – in der Regel fest und verlässlich. Im Vergleich zu Kalk ist er rauer im Griff, bietet aber sehr solide Sicherungsmöglichkeiten und trocknet nach Regen rasch ab

Absolut. Die Tour bietet auf kompaktem Raum alle wichtigen alpinen Elemente: Gletschergelände, Felsklettern im dritten Grad, Firngrat und Abseilen. Sie ist lang genug, um einen realistischen Eindruck der eigenen Form zu bekommen – aber kurz genug, um am nächsten Tag für grössere Ziele frisch zu bleiben.

Die optimale Saison läuft von Juli bis September. Im Frühsommer können Schneereste im Zustieg und auf dem Firngrat die Tour verlängern und anspruchsvoller machen. Im Hochsommer ist der Fels in der Regel trocken und der Sidelengletscher gut begehbar. Nachmittagsgewitter sind im Hochsommer möglich – ein früher Start ist Grundvoraussetzung.

Neben dem Galenstock SE-Sporn sind besonders der Südostgrat des Gross Furkahorns, das Chli Bielenhorn (W-Grat) und das Gletschhorn lohnende Ziele. Wer mehr Zeit mitbringt, kann mehrere dieser Touren im Rahmen eines mehrtägigen Programms verbinden. Wir unterstützen dich gerne bei der Planung von weiteren Touren im Gebiet.

Ausgangspunkt ist die Postauto-Haltestelle Sidelenbach auf der Furkapassstrasse (ca. 2’270 m). Der Weg führt durch ein Hochmoor und über einen steilen Moränenrücken zur Sidelenhütte auf 2’708 m in rund 1 Stunde (ca. 420 Hm). Mit dem Postauto ab Andermatt oder Gletsch erreichbar, mit dem Auto über den Furkapass (wenige Parkplätze beim Sidelenbach).

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