Umfangreiche Hochtourenerfahrung zwingend. Sicheres Klettern bis Grad III+ an Fels mit Steigeisen, Routine in ausgesetztem kombiniertem Gelände - Fels, Firn und Eis bis 45°. Eigenerfahrung auf mehreren ZS-Hochtouren vorausgesetzt.

Das Weisshorn (4’505 m) gilt vielen Alpinisten als der schönste Berg der Alpen. Drei scharfe Grate ziehen sich sternförmig vom Gipfel in alle Himmelsrichtungen – eine makellose Pyramide aus Fels, Firn und Eis, hoch über dem Mattertal und dem Val de Zinal. Kein Kabel zieht je zur Weisshornhütte hinauf, kein Weg ist markiert, keine Masse trägt die Route. Das Weisshorn hat sich seinen Charakter bewahrt. Es bleibt ein Berg der alten Alpinistenschule. Bei der Erstbesteigung im Jahr 1861 schrieb der irische Physiker John Tyndall über seinen Eindruck auf dem Gipfel: Es sei der grossartigste Augenblick seines Lebens gewesen. Wer den Ostgrat heute begeht, versteht ihn. In unserer Zweitagestour steigst du am ersten Tag eigenständig zur Weisshornhütte auf und triffst dort deinen Bergführer. Am zweiten Tag – früh, sehr früh – folgt der Gipfel.
CHF 1'690.00

Von Randa aus, wo der Zug aus dem Mattertal hält, sieht man es zunächst nicht. Es versteckt sich hinter dem Bergrücken der Jatzalp. Erst auf dem Aufstieg zur Weisshornhütte öffnet sich die Kulisse schrittweise: erst der Ostgrat, dann die riesige, dunkle Westwand, dann hoch oben die elegante Gipfelpyramide.
Das Weisshorn ist 4’505 m hoch und steht damit unter den zehn höchsten Gipfeln der Alpen. Es hat drei Grate, der formschönste und technisch am ehesten lösbare ist der Ostgrat – der Normalweg. Er beginnt nach der Querung des Fluegletschers an einer Felsrippe, die zu einem Geländeabsatz auf rund 3’900 m führt, den Bergsteiger «Frühstücksplatz» nennen. Wer hier ankommt, weiss, dass er auf einem grossen Berg unterwegs ist.
Ausgangspunkt jeder Besteigung ist die Weisshornhütte (2’932 m) hoch über Randa im Mattertal. Sie ist klein, abgeschieden und ohne spektakuläre Architektur – dafür mit einer Lage, die zum Innehalten zwingt. Weiter unten im Tal liegt Randa, über 1’500 Hm tiefer. Die umliegenden Grate des Weisshorns, des Bishorns und des Brunegghorns schliessen das Gelände ein wie Wände eines Amphitheaters.
Der Zustieg von Randa führt durch lichten Bergwald, dann durch offene Alpweiden über die Jatzalp und weiter durch immer steileres und felsigeres Gelände hinauf zur Hütte. Rund 1’500 Höhenmeter und viereinhalb Stunden – ein langer, aber stimmungsvoller Aufstieg, der die Dimension des Vorhabens mit jedem Höhenmeter verdeutlicht. Am Abend triffst du deinen Bergführer auf der Hütte. Gemeinsam besprechen wir die Route, die Schlüsselstellen und den Wetterbericht.
Der Gipfeltag ist einer der langen. Noch tief in der Nacht – gegen 03:00 Uhr – verlassen wir die Hütte. Im Schein der Stirnlampen queren wir den Fluegletscher und gewinnen über eine erste Felsrippe rasch an Höhe. Der Untergrund wechselt mehrfach: Fels, Firn, Eis, dann wieder Fels.
Am Frühstücksplatz auf ca. 3’900 m legen wir eine erste Pause ein. Von hier aus ist der Grat klar vor uns zu sehen. Es folgt der Lochmatterturm – eine der markantesten Wegmarken am Ostgrat – und danach klassische Gratkletterei auf kompaktem, griffigem Gneis mit Stellen bis Grad III+. Der Grat ist schmal und die Ausgesetztheit auf beiden Seiten erheblich. Gegen den Gipfel hin übergeht das Felsgelände in steilen Firn und blankes Eis, bis zu 45° Steilheit. Ein letzter Felszahn, dann der breite Firngipfel.
Auf 4’505 m liegt der halbe Alpenraum zu Füssen: das Matterhorn im Süden, der Monte Rosa im Osten, Dent Blanche und Obergabelhorn auf der Westseite, Dom und Nadelgrat im Norden, der Mont Blanc am Horizont. Der Abstieg führt auf derselben Route zurück zur Weisshornhütte, danach der lange Abstieg nach Randa: insgesamt rund 3’100 Hm Abstieg, 9-10 Stunden Gehzeit für den gesamten Gipfeltag. Dieser Berg ist bis zum letzten Meter ernst.
Umfangreiche Hochtourenerfahrung zwingend. Sicheres Klettern bis Grad III+ an Fels mit Steigeisen, Routine in ausgesetztem kombiniertem Gelände - Fels, Firn und Eis bis 45°. Eigenerfahrung auf mehreren ZS-Hochtouren vorausgesetzt.
Ausserordentliche Ausdauer für den langen Hüttenanstieg am ersten Tag (1'500 Hm) und einen Gipfeltag mit ca. 9-10 Stunden Gehzeit (1'570 Hm Aufstieg, 3'100 Hm Gesamtabstieg nach Randa).
Aufstieg: ca. 1’500 Hm – Gehzeit: ca. 4.5 Std. – Anforderung: T4
Wir reisen nach Randa an und steigen auf dem Hüttenweg über die Jatzalp zur Weisshornhütte auf. Der Weg führt zunächst durch lichten Bergwald, dann über die Alpweiden der Jatzalp und schliesslich durch steiles, weglos-felsiges Gelände hinauf. Rund 1’500 Hm, die sich anfangs gemächlich anfühlen und gegen Ende ihren eigentlichen Charakter zeigen.
Auf der Weisshornhütte angekommen besprechen wir gemeinsam die Aufstiegsroute, die Schlüsselstellen am Ostgrat und den aktuellen Wetterbericht. Ausrüstungskontrolle, Abendessen, früh ins Bett. Sehr früh – der Wecker klingelt um 02:30 Uhr.
Anreise: Zug nach Randa im Mattertal (über Visp und St. Niklaus). Kein eigener Parkplatz an der Hütte – Auto in Randa abstellen oder Parkhaus Täsch nutzen.
Aufstieg: ca. 1’570 Hm – Abstieg bis Randa: ca. 3’100 Hm – Gehzeit: ca. 9-10 Std. – Schwierigkeit: ZS – III+
Der Wecker klingelt weit vor Sonnenaufgang. Gegen 03:00 Uhr verlassen wir die Hütte und queren noch im Dunkeln über gut bekannte Wegspuren, dann über den Fluegletscher in Richtung Ostgrat. Die Orientierung in der Nacht ist eine eigene Herausforderung – der Berg zeigt sich erst nach und nach.
Über eine erste, steile Felsrippe steigen wir auf den Frühstücksplatz bei ca. 3’900 m auf. Hier machen wir eine erste Pause und stellen die Ausrüstung auf den Gratanstieg um. Den markanten Lochmatterturm passieren wir auf der Route nach oben – er markiert den Übergang in die ausgesetztere, schmälere Zone des Grats. Es folgt Gratkletterei auf festem Gneis, Grad II bis III+, ausgesetzte und schmale Abschnitte im Wechsel mit kurzen, etwas breiteren Passagen.
Danach öffnet sich die Route kurz, bevor ein letzter steiler Firn- und Eisabschnitt bis über 45° zum Gipfel führt. Steigeisen, Pickel und Konzentration – hier braucht es beides.
Auf dem Gipfel des Weisshorns: Matterhorn, Monte Rosa, Dent Blanche, Dom, Mont Blanc. Das Panorama ist eines der reichsten, die ein Walliser Gipfel bieten kann. Nach einer kurzen Rast beginnt der Abstieg auf derselben Route zurück zur Weisshornhütte – lang, fordernd und konzentriert. Nach einer Stärkung folgt der Abstieg nach Randa: rund 1’500 Hm hinunter ins Tal, durch die Jatzalp, durch den Bergwald, bis zum Bahnhof. Individuelle Heimreise ab Randa.
Die traditionsreiche Weisshornhütte der SAC-Sektion Basel thront wie ein gemütlicher Adlerhorst auf 2’932 Metern Höhe an den Hängen des Mattertals. Als bewährter und bewusst einfach gehaltener Stützpunkt bietet die hochalpine Unterkunft 31 Schlafplätze sowie einen überwältigenden Blick auf die zum Greifen nahe Südostwand des Weisshorns und 18 weitere Viertausender. Die Hütte ist der unentbehrliche Ausgangspunkt für Alpinisten, die den anspruchsvollen Ostgrat des 4’506 Meter hohen Gipfels bezwingen wollen. Der sportliche, rund viereinhalbstündige Zustieg führt vom Walliser Bergdorf Randa aus durch schattige Lärchenwälder und über Alpweiden, wobei konditionsstarke Berggänger stolze 1’500 Höhenmeter überwinden.

Das Weisshorn ist 4’505 m hoch und liegt im Wallis. Es gehört zu den zehn höchsten Gipfeln der Alpen und steht zwischen dem Mattertal (Randa) im Osten und dem Val de Zinal im Westen. Das Weisshorn hat drei scharfe Grate: den Ostgrat (Normalweg), den NNW-Grat und den Südgrat.
Der Normalweg über den Ostgrat wird mit SAC-Schwierigkeit ZS (ziemlich schwierig) bewertet. Die Route beinhaltet Kletterpassagen bis Grad III+ auf Gneis sowie steile Eisabschnitte bis 45° und einen langen, ausgesetzten Grat. Das Weisshorn ist keine Tour für Hochtoureneinsteiger – es setzt mehrere erfolgreich absolvierte ZS-Hochtouren, sicheres Klettern mit Steigeisen und ausgezeichnete Kondition voraus.
Der Lochmatterturm ist eine markante Felsformation am Ostgrat des Weisshorns, benannt nach der legendären Zermatter Bergführerfamilie Lochmatter. Er liegt im mittleren Bereich des Grats und markiert den Übergang in die ausgesetztere, schmälere Zone des Ostgrats. Nach dem Lochmatterturm wird die Route nicht leichter.
Optimale Bedingungen herrschen in der Regel von Mitte Juli bis Mitte September. Der Fels am Ostgrat trocknet nach Schlechtwetter rasch ab, der Eisabschnitt unterhalb des Gipfels ist im Hochsommer am günstigsten begehbar. Diese Tour eignet sich nicht als Saisoneinstieg – eine vorherige Akklimatisation auf einem 4’000er wird dringend empfohlen.
Das Weisshorn ist ein anspruchsvoller Viertausender für erfahrene Alpinisten. Mindestvoraussetzungen: mehrere geführte oder selbständig absolvierte Hochtouren im ZS-Bereich, sicheres Klettern bis Grad III mit Steigeisen, Routine auf ausgesetzten Graten. Als Vorbereitung eignen sich Bishorn, Dent Blanche, Zinalrothorn oder Obergabelhorn. Gerne können wir für dich die nötigen Vorbereitungstouren planen.
Die Weisshornhütte (2’932 m) ist nur zu Fuss erreichbar. Ausgangspunkt ist Randa (1’403 m) im Mattertal, erreichbar mit dem Zug über Visp und St. Niklaus. Der Aufstieg über die Jatzalp umfasst rund 1’500 Hm und ca. 4.5 Stunden. Es gibt keine Seilbahn, keinen Fahrweg, keinen Helikopterzustieg für Gäste.
Das Panorama vom Weisshorn gehört zu den grossartigsten der gesamten Alpen. Im Süden das Matterhorn, im Osten das Monte-Rosa-Massiv mit dem Dufourspitz, im Westen Dent Blanche und Obergabelhorn, im Norden Dom, Täschhorn und der gesamte Nadelgrat. Bei klarer Fernsicht: der Mont Blanc und die Gipfel der Berner Alpen.
Die Einschätzung geht auf Generationen von Alpinisten zurück. Was sie zu diesem Urteil bringt, ist die einmalige Kombination aus Symmetrie, Lage und Charakter. Das Weisshorn steht allein, wird von keinem Nachbarn überragt und überragt selbst alle. Es hat keine bequeme Seite, keine einfache Route, keinen industriellen Zustieg. Es bleibt, was es seit der Erstbesteigung 1861 war: ein Berg, der fordert, was er bietet.