Sicheres Gehen mit Steigeisen auf Firn und Eis vorausgesetzt. Erfahrung in Gletscherseilschaften. Der Gletscherbruch im Aufstieg verlangt Trittsicherheit auf steilerem Eis. Kurze Felspassagen auf dem Firngrat.

Der Piz Palü (3’901 m) ist der Klassiker schlechthin unter den Bündner Hochtouren. Sein mächtiger Gipfelkamm mit drei Gipfeln zieht sich von Ost nach West über das Berninamassiv, direkt über dem Diavolezzagletscher. Was ihn von anderen Hochtouren dieser Schwierigkeit unterscheidet, ist der eindrückliche Gletscherbruch im Zustieg – ein zerklüftetes, blauweisses Eisfeld, das man im Morgengrauen im Stirnlampenlicht überquert. Danach folgt der breite Ostgipfel, dann der lang gezogene Firngrat zum Hauptgipfel. Das Panorama dort oben zählt zum Schönsten, was die Ostalpen bieten: das gesamte Oberengadin liegt tief unten wie ein Modell, der Piz Bernina, Piz Morteratsch, Piz Zupo und die Biancograt ringsum. Eine Tour, die konditionell überschaubar ist, aber jeden Kilometer Aufwand mehrfach zurückzahlt.
CHF 720.00

Der Piz Palü hat drei Gipfel – Ostgipfel, Hauptgipfel und Westgipfel – und einen Charakter, der sich jedem einprägt, der ihn einmal durchquert hat. Die berühmte Nordwand des Bergs hat Generationen von Alpinisten und Fotografen angezogen. Luis Trenker und Arnold Fanck verewigten sie im Film, die Gipfelformen des Palü wurden zum Sinnbild alpiner Würde. Heute ist die Normalroute über den Ostgipfel und den Firngrat eine der begehrten, aber nicht überlaufenen Klassiker der Bergeller und Engadiner Alpen.
Der Aufstieg beginnt nach dem eindrücklichen Gletscherbruch, der im Morgengrauen bei schummrigem Licht am beeindruckendsten wirkt: Blautöne im Eis, der Geruch von gefrorenem Gestein, das leise Knacken der Schneedecke unter den Steigeisen. Dann der breit angelegte Ostgipfel (3’882 m), von dem der Firngrat westlich weiterläuft zum Hauptgipfel (3’901 m). Oben angekommen liegt das gesamte Oberengadin tief unten, die Engadiner Seen funkeln im Morgenlicht, und die grossen Gipfel der Bernina – Piz Bernina, Piz Zupo, Bellavista – stehen auf Augenhöhe.
Die Diavolezzahütte (2’978 m) ist einer der bestgelegenen Ausgangspunkte für Hochtouren in der ganzen Schweiz. Die Seilbahn von der Talstation am Berninapass bringt einen in wenigen Minuten auf 2’978 m – von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zur Hütte. Das bedeutet: maximale Energie für den eigentlichen Gipfeltag, minimaler Aufwand für die Anreise. Die Hütte liegt direkt über dem Diavolezzagletscher und bietet schon am Abend des Anreisetags einen direkten Blick auf die Route des nächsten Morgens – Gletscherbruch, Ostgipfel, Firngrat, Hauptgipfel. Das hilft beim Einschlafen, und beim Aufwachen, wenn der Wecker früh klingelt.
Noch vor Sonnenaufgang verlassen wir die Hütte. Der Weg führt zunächst über flaches Gletschereis zum Gletscherbruch – der steilsten und eindrücklichsten Passage der Tour. Hier zieht der Palügletscher in Stufen nach oben, das Eis ist zerrissen und blau, die Route windet sich durch dieses Labyrinth hindurch. Im Morgengrauen ist dieser Abschnitt am schönsten. Danach öffnet sich das Gelände, die Neigung nimmt ab, und man gewinnt gleichmässig Höhe Richtung Ostgipfel (3’882 m).
Vom Ostgipfel folgt der Firngrat westwärts zum Hauptgipfel. Er ist breit genug, um flüssig voranzukommen, aber schmal genug, um die Ausgesetztheit zu spüren. Kurze Felspassagen können je nach Verhältnissen mehr oder weniger schneebedeckt sein. Dann der Hauptgipfel des Piz Palü (3’901 m): das Engadin zu Füssen, die grossen Berniner Gipfel als Nachbarn, die Luftlinie zum Piz Bernina nur ein paar Kilometer. Der Abstieg führt auf der Aufstiegsroute zurück – dieselbe Strecke, mit nun vertrauterem Blick auf das Terrain.
Sicheres Gehen mit Steigeisen auf Firn und Eis vorausgesetzt. Erfahrung in Gletscherseilschaften. Der Gletscherbruch im Aufstieg verlangt Trittsicherheit auf steilerem Eis. Kurze Felspassagen auf dem Firngrat.
Gute Ausdauer für 950 Hm Aufstieg und 6-7 Stunden Gehzeit am Gipfeltag. Der Hüttenanstieg zur Diavolezza ist kurz und per Seilbahn überbrückt.
Seilbahn Diavolezza: ca. 5 Min. Fahrzeit – Gehzeit zur Hütte: ca. 10 Min. – Anforderung: einfach
Wir treffen uns am Nachmittag an der Talstation der Seilbahn Diavolezza am Berninapass. Die Fahrt mit der Gondelbahn dauert wenige Minuten und bringt uns direkt auf 2’978 m. Von der Bergstation sind es wenige Gehminuten zur Diavolezzahütte, wo wir unser Zimmer beziehen. Der frühe Nachmittag lässt Zeit für Ausrüstungskontrolle, eine kurze Akklimatisationsrunde und die Tourenbesprechung. Vom Panoramafenster der Hütte aus schaut man direkt auf den Gletscherbruch und die Gipfellinie – ideale Vorbereitung auf den nächsten Morgen.
Abendessen auf der Hütte, frühes Zubettgehen. Der Wecker klingelt lange vor Sonnenaufgang.
Anreise: Mit dem Zug nach Pontresina oder Samedan (RhB), dann weiter mit dem Bus zum Berninapass Diavolezza. Mit dem Auto über den Julierpass oder Maloja nach Pontresina, weiter über den Berninapass zur Talstation Diavolezza.
Aufstieg: ca. 950 Hm – Abstieg: ca. 950 Hm – Gehzeit: ca. 6-7 Std. – Schwierigkeit: WS-ZS
Früh – noch vor Sonnenaufgang – verlassen wir die Hütte. Im Stirnlampenlicht steigen wir auf dem Gletscher in Richtung Gletscherbruch. Diese erste Passage ist das Herzstück der Tour: zerklüftetes, blaues Eis, eine Route, die sich im Zickzack durch die Stufen des Bruchs hindurcharbeitet. Es ist steil genug, um konzentriert zu sein, aber mit dem Bergführer sicher zu meistern.
Nach dem Bruch öffnet sich das Gelände. Über gleichmässig ansteigendes Firn- und Eisgelände gewinnen wir Höhe Richtung Ostgipfel (3’882 m). Von hier führt der gut sichtbare Firngrat nach Westen – ein schöner, luftiger Gratabschnitt mit kurzen Felspassagen – zum Hauptgipfel des Piz Palü (3’901 m).
Das Panorama: Das Oberengadin liegt tief unten wie ein Modell. Die Engadiner Seen leuchten blau, Pontresina und St. Moritz sind als kleine Flecken erkennbar. Die grossen Berniner Gipfel – Piz Bernina, Piz Zupo, Piz Morteratsch, Bellavista – stehen auf Augenhöhe. Das Panorama über das Oberengadin gehört zu den Schönsten, was die Ostalpen zu bieten haben. Nach einer Gipfelrast steigen wir auf der Aufstiegsroute zurück zur Diavolezzahütte und von dort per Seilbahn ins Tal.

Die Diavolezzahütte (2’978 m) ist einer der bestgelegenen Ausgangspunkte für Hochtouren in der ganzen Schweiz. Die Seilbahn von der Talstation am Berninapass bringt einen in wenigen Minuten auf 2’978 m – von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zur Hütte. Das bedeutet: maximale Energie für den eigentlichen Gipfeltag, minimaler Aufwand für die Anreise. Die Hütte liegt direkt über dem Diavolezzagletscher und bietet schon am Abend des Anreisetags einen direkten Blick auf die Route des nächsten Morgens – Gletscherbruch, Ostgipfel, Firngrat, Hauptgipfel. Das hilft beim Einschlafen, und beim Aufwachen, wenn der Wecker früh klingelt.

Der Piz Palü hat drei Gipfel: den Ostgipfel (3’882 m), den Hauptgipfel (3’901 m) und den Westgipfel (3’887 m). Der Hauptgipfel auf 3’901 m ist der höchste Punkt. Der Berg liegt im Berninamassiv im Graubünden, auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien.
Die Normalroute via Diavolezza wird mit SAC-Schwierigkeit WS bis ZS bewertet. Die grösste technische Herausforderung ist der Gletscherbruch im Aufstieg: steileres Eis, zerklüftetes Terrain, das Trittsicherheit mit Steigeisen verlangt. Der Firngrat ist breiter und weniger ausgesetzt. Grundkenntnisse im Gletschergelände werden vorausgesetzt.
Der Gletscherbruch ist der markanteste Abschnitt der Palü-Route. Hier bricht der Palügletscher in Stufen nach unten, das Eis ist zerrissen und von Spalten durchzogen, die Route windet sich in Serpentinen durch dieses Terrain. Im Morgengrauen ist dieser Abschnitt besonders eindrücklich – und er ist der Grund, warum man früh aufbricht.
Der Piz Palü liegt am Rand des Oberengadins und bietet von seinem Gipfel einen ungehinderten Blick auf das gesamte Talbecken – die Engadiner Seen, St. Moritz, Pontresina, die RhB-Linie. Im Osten und Westen stehen die grossen Berninagruppen-Gipfel. Das Zusammenspiel von Tiefblick ins bewohnte Tal und Rundsicht auf hochalpine Nachbarn ist selten so direkt wie hier.
Der Gipfeltag dauert rund 6 bis 7 Stunden mit ca. 950 Hm Aufstieg und ebenso vielen im Abstieg. Früher Start ist wichtig – bei gutem Wetter sind im Hochsommer viele Seilschaften unterwegs, und die Nachmittagssonne kann die Schneequalität auf dem Firngrat deutlich verändern.
Ja, technisch ist es möglich – ab der Talstation Diavolezza morgens per Seilbahn hinauf und am selben Tag zurück. Für einen entspannten Gipfeltag empfehlen wir aber die Übernachtung auf der Diavolezzahütte: früherer Start, bessere Schneeverhältnisse, mehr Genuss. Solltest du aber an einer «Speed» Besteigung interessiert sein, melde dich gerne bei uns, wir stehen zur Verfügung!
Die Diavolezzahütte ist einer der besten Ausgangspunkte im Engadin. Neben dem Piz Palü sind von hier aus auch der Piz Zupo (3’996 m), die Bellavista (3’922 m) und der Piz Cambrena (3’606 m) zugänglich – allesamt lohnende Ziele für erfahrenere Alpinisten. Auf Anfrage bieten wir erweiterte Mehrtages-Touren in diesem Gebiet an.