Mönch und Jungfrau

Mönch vom Jungfraujoch aus gesehen

Eiger, Mönch, Jungfrau – das Dreigestirn der Berner Alpen. Kaum ein anderes Gebirgsmassiv der Alpen steigt so abrupt aus dem grünen Voralpenland auf wie dieses. Gemeinsam nehmen wir zwei davon an: den Mönch (4’107 m) und die Jungfrau (4’158 m). Dank der Jungfraubahn erreichen wir das Jungfraujoch direkt auf 3’454 m und tauchen sofort in eine Welt aus Eis, Fels und Firn ein. Der Mönch kombiniert schöne Felskraxelei mit einem eleganten, schmalen Firngrat – eindrücklich und technisch fordernd. Die Nacht verbringen wir auf der Mönchsjochhütte. Am nächsten Morgen folgt die Jungfrau über den Rottalsattel – etwas länger, konditionell fordernder, mit grossen Gletscherspalten und einem Firngrat, der zuletzt steil und ausgesetzt zur Schulter führt. Zwei grosse Viertausender, zwei abwechslungsreiche Tage – mitten im Herz der Alpen.

  • Keine Termine
  • Fieschertal, Schweiz
  • 1-2 Teilnehmende

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Davide Guzzardi
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Beschreibung

Impressionen

Anforderungen

Technik

Hochtouren Erfahrung

Gute Pickel- und Steigeisenkenntnisse vorausgesetzt. Kraxelpassagen bis Grad II. Schwindelfreiheit für den schmalen Firngrat am Mönch und die ausgesetzten Passagen an der Jungfrau. Die Tour startet auf 3'454 m - Akklimatisation vor der Tour ist wichtig.

Kondition

Ausdauer

Sehr gute Kondition für zwei aufeinanderfolgende Tage auf 4'000 m: Mönch ca. 650 Hm in 3-4 Std., Jungfrau ca. 850 Hm in 5-6 Std. Tempo ca. 350 Hm/h.

Programm

Aufstieg Mönch: ca. 650 Hm – Gehzeit Mönch: ca. 3-4 Std. – Schwierigkeit: ZS- – II

Treffpunkt ist um 08:15 Uhr in Grindelwald Terminal, direkt bei den Drehkreuzen beim Eingang zur Eiger Express-Seilbahn. Alternativ treffen wir uns um 09:45 Uhr auf dem Jungfraujoch gleich nach der Ankunft vom Zug. Das Jungfraubahn-Ticket muss vorab selbst gekauft werden (ca. CHF 100 mit Halbtax). Die Jungfraubahnen fordern ausserdem eine Sitzplatzreservierung – bitte frühzeitig buchen.

Auf dem Jungfraujoch angekommen, passieren wir die Tunnel und stehen wenige Minuten später auf dem Aletschgletscher. Steigeisen anlegen, anseilen – die Tour beginnt. Der Aufstieg zum Mönch führt zunächst über leichte Kraxelstellen im zweiten Grad an der Schulter, bevor ein schmaler, eleganter Firngrat in luftiger Linie zum Hauptgipfel leitet. Schwindelfreiheit und Konzentration sind hier gefragt.

Nach der Gipfelpause auf 4’107 m steigen wir zurück und übernachten auf der Mönchsjochhütte (3’657 m) – Abendessen, kurze Tourenbesprechung für die Jungfrau, früh schlafen.

Mönch vom Gletscher aus gesehen

Aufstieg Jungfrau: ca. 850 Hm – Gehzeit: ca. 5-6 Std. – Schwierigkeit: ZS- – II

Noch in der Morgendämmerung verlassen wir die Hütte. Der Weg führt über den Gletscher Richtung Rottalsattel, wo der Aufstieg zunehmend steiler wird und wir Gletscherspalten und Eisabbrüche passieren. Die Seilschaft ist hier Pflicht, der Bergführer kennt die aktuellen Verhältnisse.

Ein Firngrat leitet uns zur Schulter der Jungfrau – ausgesetzt und mit Eisenstangen gesichert – und weiter auf den Gipfel (4’158 m). Das Engadin tief unten, die Walliser Viertausender auf Augenhöhe, das Mittelland als grüner Teppich weit im Norden. Nach der Gipfelpause steigen wir auf der Aufstiegsroute ab – je nach Verhältnissen kann ein Teil des Abstiegs über die Gletscherflanke führen, wo über grössere Spalten abgeseilt werden muss.

Zurück am Jungfraujoch nehmen wir die Bahn nach Grindelwald, Abschluss ca. 15 Uhr.

Jungfrau vom Eigergletscher aus gesehen

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA-zertifizierter Bergführer
  • Spesen Bergführer
  • Hüttenbuchung Mönchsjochhütte
  • Tourenplanung und Wetterkonsultation
  • Seilschaft 1:1 oder 1:2
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise (Grindelwald)
  • Jungfraubahn-Ticket (ca. CHF 100 mit Halbtax – vorab kaufen!) inkl. Sitzplatzreservierung
  • Übernachtung Mönchsjochhütte mit Halbpension
  • Versicherung
  • Persönliche Ausrüstung
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Unterkunft

Die Mönchsjochhütte (3’657 m) liegt im UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch, direkt über dem Jungfraujoch. Sie ist ab der Bahnstation in knapp einer Stunde über den Jungfraugletscher erreichbar und bietet 135 Schlafplätze. Die Hütte ist Ausgangspunkt zahlreicher bekannter Hochtouren auf 4’000er – für unsere Tour ist sie der perfekte Stützpunkt zwischen den beiden Gipfeltagen. Die Abendstimmung auf dieser Höhe ist ein eigenes Erlebnis: Sonnenuntergang über dem Aletschgletscher, die Schatten der Grate wandern langsam über das Firn. Wenig schläft man tiefer als hier oben.

Hütte im Fels oberhalb eines Gletschers

Bekleidung / Ausrüstung

  • Hardshell-Jacke und -hose (wind- und wasserdicht)
  • Warme Mittellage (Primaloft oder Daunenjacke)
  • Thermounterwäsche kurz und lang
  • Tourenhandschuhe und warme Ersatzhandschuhe
  • Mütze und Sturmhaube
  • Sonnenschutzbrille (Gletscherbrille, Kategorie 4)

  • Bergschuhe (steigeisenfest, leicht und präzise)
  • Steigeisen (12-Zacken, Antistollplatten)
  • Eispickel
  • Klettergurt mit 2 Schraubkarabinern
  • Helm

  • Rucksack 25-35 l
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Sonnencreme und Lippenpflege (starke UV-Reflexion auf 4’000 m)
  • Stirnlampe
  • Hüttenschlafsack
  • Energieriegel und Verpflegung für zwei Gipfeltage

  • Eispickel CHF 50.-
  • Steigeisen CHF 50.-
  • Helm CHF 30.-
  • Klettergurt CHF 30.-

FAQ

Der Mönch ist 4’107 m hoch, die Jungfrau 4’158 m. Beide gehören zum berühmten Dreigestirn der Berner Alpen und sind zwei der bekanntesten Viertausender der Schweiz

Beide Touren werden mit SAC-Schwierigkeit ZS- (ziemlich schwierig minus) bewertet. Es gibt Kraxelstellen bis Grad II und ausgesetzte Firnpartien. Der schmale Firngrat am Mönch und die gesicherte Schulterpassage an der Jungfrau erfordern Schwindelfreiheit und Steigeisensicherheit. Die Touren sind nicht für Einsteiger ohne Hochtouren-Vorerfahrung geeignet.

Ja. Das Ticket von Grindelwald Terminal bis Jungfraujoch wird selbst gekauft – am besten am Tourentag, falls die Tour angepasst wird. Mit Halbtax kostet es ca. CHF 100. Ausserdem verlangen die Jungfraubahnen eine Sitzplatzreservierung, die ebenfalls vorab gebucht werden muss.

Die Tour beginnt direkt auf 3’454 m – ohne Fussmarsch, ohne schrittweisen Höhengewinn. Das kann zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und reduzierter Leistungsfähigkeit führen. Mindestens eine Nacht in Grindelwald oder eine Wanderung auf 2’500-3’000 m in den Tagen vor der Tour ist empfohlen.

Der Firngrat am Mönch ist die eindrücklichste Stelle der Normalroute – ein schmaler, eleganter Grat aus Schnee und Firn, der in luftiger Linie auf den Hauptgipfel führt. Er ist das Wahrzeichen der Mönch-Tour und verlangt vollständige Konzentration und Schwindelfreiheit.

Wir kommunizieren 48 Stunden vor Tourstart über die Durchführung. Bei schlechtem Wetter im Berner Oberland kann die Tour ins Wallis verlegt werden – typischerweise steht dann die Überschreitung des Weissmies über den Rotgrat oder Südgrat als Alternative auf dem Programm.

Du solltest bereits eine oder mehrere Hochtouren im ZS-Bereich absolviert haben, sicher mit Steigeisen auf Firn gehen können und Kraxelstellen bis Grad II beherrschen. Reine Bergwandererfahrung reicht nicht aus. Als Vorbereitung empfehlen wir Walcherhorn/Louwihorn, Alphubel oder eine ähnliche WS-Tour.

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