Alphubel Hochtour

Blick auf verschneitem Gipfel im Wallis

Der Alphubel (4’206 m) ist der formschöne Viertausender auf der Ostseite der Mischabelgruppe, direkt über Saas-Fee und Täsch. Was ihn von vielen anderen Walliser 4’000ern unterscheidet, ist sein Gipfel: ein grosszügiges Firnplateau, breit und offen, das sich anfühlt wie eine Aussichtsterrasse über dem halben Wallis. Rund 35 Viertausender zeigen sich von hier aus – Dom, Täschhorn, Weisshorn, Matterhorn, Monte Rosa, Dufourspitz. Das Alphubeljoch auf 3’772 m ist der Schlüsselpunkt der Route, von dort führt die Ostflanke gleichmässig hinauf zum Plateau. Der Alphubelgletscher verlangt sicheres Steigeisengehen, die Tour als Ganzes aber ist für Bergsteiger mit WS-Erfahrung gut machbar – und der lange Gipfeltag mit 1’500 Hm Aufstieg ein vollwertiges Hochalpinerlebnis ab der familiär bewirtschafteten Täschhütte.

  • 25.07.2026 – 26.07.2026
  • 2 Tage
  • Täsch, Schweiz
  • 2-3 Teilnehmende

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CHF 890.00

Davide Guzzardi
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Beschreibung

Anforderungen

Technik

Hochtouren Kenntnisse

Grundkenntnisse im Umgang mit Steigeisen, Pickel und Seil werden vorausgesetzt. Kletterstellen im Fels bis Grad II im Nachstieg. Bei Blankeis auf dem Gletscher sind die Aufschwünge steil und sicheres Steigeisengehen ist entscheidend.

Kondition

Ausdauer

Sehr gute Kondition für einen langen Gipfeltag: 1'500 Hm Aufstieg, 2'000 Hm Abstieg, ca. 8.5 Stunden Gehzeit. Die Länge der Tour sollte nicht unterschätzt werden.

Programm

Aufstieg: ca. 500 Hm – Gehzeit: ca. 1.5 Std. – Anforderung: T3

Wir treffen uns am Nachmittag am Bahnhof Täsch. Von dort fahren wir gemeinsam mit dem Taxi zur Täschalp, dem Ausgangspunkt des Hüttenwegs. Der Aufstieg zur Täschhütte führt auf gut markiertem Pfad entlang des Westhangs nach oben – 500 Hm, rund eineinhalb Stunden, landschaftlich schön und als Aufwärmprogramm für den nächsten Tag ideal. Auf der Hütte angekommen: Zimmerbezug, Ausrüstungskontrolle, Abendessen. Wir besprechen die Route auf den Alphubel, die Verhältnisse am Gletscher und den Wetterausblick. Früh schlafen – der Wecker klingelt noch im Dunkeln.

Anreise: Zug nach Täsch (via Visp und St. Niklaus). Mit dem Auto: Parkhaus Täsch, dann kurzer Fussmarsch zum Bahnhof. Taxitransfer Täsch – Täschalp: ca. CHF 20 (nicht inbegriffen).

Aufstieg: ca. 1’500 Hm – Abstieg: ca. 2’000 Hm – Gehzeit: ca. 8.5 Std. – Schwierigkeit: WS – II

Noch im Schein der Stirnlampe verlassen wir die Täschhütte und folgen gut gespurten Wegspuren bis zum Alphubelgletscher. Hier rüsten wir uns aus – Gurt anlegen, Steigeisen befestigen, Pickel heraus, Seil einrichten. Ab diesem Moment bewegen wir uns auf echtem Gletschereis, angeseilt und konzentriert.

Über den Gletscher steigen wir hinauf zum Alphubeljoch (3’772 m) – dem Schlüsselpunkt der Route. Je nach Verhältnissen sind die Steilpassagen auf dem Gletscher mit Firn gut begehbar oder bei Blankeis anspruchsvoll. Oben auf dem Joch öffnet sich der Blick nach Westen. Von hier führt die Ostflanke gleichmässig hinauf zum Gipfelplateau – kein scharfer Grat, kein senkrechter Aufschwung, sondern eine breite, offene Firnfläche, die sich zum Alphubel (4’206 m) erstreckt.

Auf dem Plateau angekommen: 35 Viertausender ringsum. Matterhorn, Monte Rosa, Dufourspitz, Dom, Weisshorn, Dent Blanche – das gesamte Walliser Viertausender-Inventar liegt vor einem. Wir gönnen uns eine ausgiebige Gipfelrast, bevor der lange Abstieg beginnt. Zurück über den Alphubelgletscher zur Täschhütte, dann weiter hinunter zur Täschalp und per Taxi zurück nach Täsch. Heimreise ab Bahnhof Täsch.

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA-zertifizierter Bergführer
  • Tourenvorbereitung und Wetterkonsultation
  • Seilschaft 1:1 bis 1:3
  • Hüttenreservierungen
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise (Täsch)
  • Taxitransfer Täsch – Täschalp und zurück (ca. CHF 20 p. Fahrt)
  • 1 Übernachtung Täschhütte SAC inkl. Halbpension
  • Persönliche Ausrüstung
  • Versicherung
  • Alles was nicht unter «inbegriffen» angegeben ist

Unterkunft

Ausgangspunkt der Tour ist die Täschhütte SAC (2’701 m), ein moderner Hüttenbau, der seit seinem Umbau zu den komfortableren SAC-Hütten im Wallis zählt. Sie liegt am Westhang oberhalb der Täschalp, umgeben von der Mischabelgruppe, dem Allalinhorn und dem Alphubel. Die Hütte ist ab Täsch mit einem kurzen Taxitransfer zur Täschalp und dann rund 1.5 Stunden Aufstieg erreichbar. Der Hüttenweg schlängelt sich entlang des Westhangs nach oben und gibt Schritt für Schritt mehr Blick frei auf die Gipfel ringsum. Am Abend steht der direkte Ausblick zum Alphubel – und die mentale Vorbereitung auf den nächsten Morgen.

Die Täschhütte von hinten fotografiert

Bekleidung/Ausrüstung

  • Hardshell-Jacke und -hose (wind- und wasserdicht)
  • Warme Mittellage (Primaloft oder Fleece)
  • Thermounterwäsche (Merino oder Synthetik)
  • Tourenhandschuhe und warme Ersatzhandschuhe
  • Mütze und Sturmhaube
  • Sonnenschutzbrille (Gletscherbrille, Kategorie 4)

  • Bergschuhe (steigeisenfest)
  • Steigeisen (10- oder 12-Zacken, Antistollplatten)
  • Eispickel
  • Klettergurt mit 2 Schraubkarabinern
  • Helm
  • Teleskopstöcke (für Zustieg und Abstieg empfohlen)

  • Sonnencreme und Lippenpflege (starke UV-Reflexion auf Gletscher und Firnplateau)
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Hüttenschlafsack
  • Rucksack 30-40 l
  • Stirnlampe
  • Energieriegel und Verpflegung für 9 Stunden

  • Eispickel CHF 50.-
  • Steigeisen CHF 50.-
  • Helm CHF 30.-
  • Klettergurt CHF 30.-

FAQ

Der Alphubel ist 4’206 m hoch und liegt in der Mischabelgruppe im Wallis, zwischen Täsch und Saas-Fee. Er gehört zur höchsten Gebirgsgruppe der Schweiz und ist einer der zugänglicheren Viertausender der Region – mit einem breiten Gipfelplateau statt eines scharfen Gipfelpunkts.

Die Tour via Alphubeljoch wird mit SAC-Schwierigkeit WS (wenig schwierig) bewertet. Bei guten Schneebedingungen ist der Aufstieg auf dem Alphubelgletscher moderat. Bei Blankeis werden die Steilpassagen anspruchsvoller und sicheres Steigeisengehen ist entscheidend. Die Konditionsanforderung ist hoch: 1’500 Hm Aufstieg und rund 8.5 Stunden Gehzeit.

Der Alphubel hat im Unterschied zu vielen anderen Viertausendern kein scharfes Gipfelhorn, sondern ein breites Firnplateau als höchsten Punkt. Das macht ihn einzigartig: Man betritt eine offene, weitläufige Fläche mit Rundsicht auf rund 35 Viertausender – Dom, Täschhorn, Weisshorn, Matterhorn, Monte Rosa, Dufourspitz und viele mehr.

Die Täschhütte (2’701 m) ist ab Täsch mit einem kurzen Taxitransfer zur Täschalp und dann ca. 1.5 Stunden Aufstieg erreichbar. Täsch ist mit dem Zug über Visp und St. Niklaus gut erreichbar. Mit dem Auto fährt man bis Täsch (Parkhaus), dann weiter per Taxi zur Täschalp.

Die optimale Saison läuft von Juni bis September. Im Frühsommer und nach Neuschnee können die Gletscherpassagen anspruchsvoller sein. Im Hochsommer ist der Fels am Alphubeljoch und auf der Ostflanke gut begehbar. Frühstart ist wichtig, um die Nachmittagshitze auf dem Firnplateau zu vermeiden.

Ja. Der Alphubel ist ein ausgezeichnetes Ziel für alle, die den Schritt von WS- zu ZS-Touren vorbereiten. Die langen Höhenmeter, der Gletscherumgang und die 4’000-m-Erfahrung geben eine gute Grundlage für anspruchsvollere Walliser Viertausender wie Dent Blanche, Bishorn oder Zinalrothorn.

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