Erste Hochtouren- oder Gletschererfahrung von Vorteil. Steigeisengehen und Seilschaft auf Firn. Keine technischen Kletterstellen am Normalweg. Die Höhe über 4'500 m ist die eigentliche Herausforderung - Akklimatisation ist zwingend.

Die Signalkuppe (4’554 m) – auf Italienisch Punta Gnifetti – ist der vierthöchste Gipfel der Schweiz und eine der aussergewöhnlichsten Hochtouren der Alpen. Nicht wegen der technischen Schwierigkeit – der Normalweg über den Grenzgletscher ist eine reine Firntour ohne Kletterstellen – sondern wegen dem, was oben wartet: Die Margheritahütte (4’554 m), die höchstgelegene bewirtschaftete Berghütte Europas, steht direkt auf dem Gipfel. Man besteigt den Berg nicht um danebenzustehen – man besteigt ihn, um darin zu schlafen. Die Nacht auf 4’554 m ist ein Erlebnis, das kaum ein anderes Berghüttenabenteuer überbieten kann: dünne Luft, unwirkliche Stille, die ersten Sonnenstrahlen über dem Wallis, und am nächsten Morgen der lange Abstieg über den Grenzgletscher zurück nach Zermatt.
CHF 1'080.00

Es gibt Berghütten, die unter dem Gipfel stehen. Und es gibt die Margheritahütte – die auf dem Gipfel steht. Auf 4’554 m, direkt auf dem höchsten Punkt der Signalkuppe, thront das kleine Gebäude aus roten Stahlplatten und schwerem Mauerwerk. Es wurde 1893 eingeweiht, von König Umberto I. und Königin Margherita von Italien – nach der die Hütte benannt ist. Seither hat sie Generationen von Bergsteigern beherbergt, Wissenschaftler für meteorologische Messungen, Touristen und Alpinisten, die einfach wissen wollten, wie es sich anfühlt, in den Wolken zu schlafen.
Die Antwort: ausserordentlich. Die Höhenkrankheit ist eine reale Möglichkeit – Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, veränderte Wahrnehmung. Gleichzeitig ist die Aussicht bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang auf dieser Höhe schlicht ohne Vergleich: Das gesamte Monte-Rosa-Massiv, der Lyskamm, das Matterhorn, der Mont Blanc am Horizont. Und rundum Stille, bis auf den Wind.
Die Route zur Signalkuppe führt nicht direkt von Zermatt auf den Gipfel. Sie führt durch das Herz des Monte-Rosa-Massivs – und das ist das eigentliche Erlebnis. Am ersten Tag geht es von der Gornergratbahn-Station Rotenboden über den Gornergletscher zur modernen Monte-Rosa-Hütte (2’883 m). Am zweiten Tag traversiert man das gesamte obere Gletscherplateau: über den Grenzgletscher, vorbei an Parrotspitze und Zumsteinspitze, auf die Signalkuppe. Der letzte, steile Gipfelhang – rund 100 Höhenmeter, westexponiert – wird zu Fuss mit Steigeisen begangen, die Skier werden für diesen Abschnitt abgeschnallt (in der Sommervariante ohne Ski). Dann die Tür der Margheritahütte. Dinner, Schlafen, Aufwachen auf dem Dach Europas.
Der dritte Tag gehört dem Abstieg – über denselben Grenzgletscher zurück zur Monte-Rosa-Hütte, dann weiter über den Gornergletscher nach Zermatt. Insgesamt rund 2’000 Höhenmeter bergab, durch eine Gletscherwelt von archaischer Schönheit.
Beim Quergang zwischen Parrotspitze und Signalkuppe ist Vorsicht geboten: Hier gibt es gelegentlich kalbende Seracs. Man hält Distanz und geht zügig durch exponierte Abschnitte. Zudem sollte die Übernachtungshöhe von 4’554 m nicht unterschätzt werden – Höhenkrankheit kann auch gut akklimatisierte Bergsteiger treffen. Eine Vorab-Akklimatisation auf einem Viertausender (z.B. Breithorn oder Allalinhorn) wird ausdrücklich empfohlen.
Erste Hochtouren- oder Gletschererfahrung von Vorteil. Steigeisengehen und Seilschaft auf Firn. Keine technischen Kletterstellen am Normalweg. Die Höhe über 4'500 m ist die eigentliche Herausforderung - Akklimatisation ist zwingend.
Sehr gute Ausdauer für lange Gletscheretappen: ca. 1'100 Hm zur Monte-Rosa-Hütte am ersten Tag, dann ca. 1'700 Hm auf die Signalkuppe am zweiten Tag. Der Abstieg über 2'000 Hm am dritten Tag ist lang und verlangt Geduld.
Aufstieg: ca. 1’100 Hm – Gehzeit: ca. 3-4 Std. – Anforderung: T3-T4 auf Gletscher
Wir treffen uns am Morgen am Bahnhof Zermatt. Mit der Gornergratbahn fahren wir bis zur Station Rotenboden (2’815 m), dann kurz hinunter zum Gornergletscher. Von hier führt ein gut markierter Weg über den Gletscher – zunächst flach, dann ansteigend – zur Monte-Rosa-Hütte. Bei guter Schneelage ein angenehmer Aufstieg, später in der Saison kann der Abstieg zum Gletscher kurzzeitig ski- oder steigeisenpflichtig sein.
Die Monte-Rosa-Hütte empfängt uns mit moderner Architektur und direktem Blick auf das Rimpfischhorn und den Grenzgletscher. Abendessen, Wetterbesprechung, Tourenvorbereitung. Frühes Zubettgehen.
Anreise: Zug nach Zermatt (via Visp). Auto bis Täsch, Parkhaus, dann Zug.
Aufstieg: ca. 1’700 Hm – Gehzeit: ca. 7-8 Std. – Schwierigkeit: WS / Steigeisen am Gipfelhang
Früh morgens verlassen wir die Monte-Rosa-Hütte. Über den Grenzgletscher steigen wir in gleichmässigem Tempo auf – weitläufiges, offenes Gletschergelände, das von Spalten durchzogen ist. Die Seilschaft ist auf diesem Abschnitt zwingend. Wir passieren das Lisjoch, traversieren unterhalb der Parrotspitze – Vorsicht, Serac-Gefahr – und gewinnen weiter an Höhe in Richtung Zumsteinspitze.
Am Fusse des Gipfelhangs der Signalkuppe: Skier (wenn vorhanden) bleiben unten, Steigeisen anlegen für die letzten 100 Höhenmeter. Der Westhang ist steil und exponiert – konzentriert, gleichmässig, bis zur Margheritahütte auf 4’554 m. Drinnen: Abendessen auf dem höchsten Punkt Europas. Höhenkopfschmerzen sind möglich – wir nehmen uns Zeit, trinken viel, schlafen früh.
Abstieg: ca. 2’000 Hm – Gehzeit: ca. 6-7 Std. – Anforderung: T3-T4 auf Gletscher
Nach dem Frühstück mit Blick auf das gesamte Wallis und die piemontesischen Alpen verlassen wir die Margheritahütte. Abstieg über die Aufstiegsroute zurück zum Grenzgletscher – erst steil, dann flacher, dann durch das Spaltenlabyrinth des Gletschers. Wegmarkierungen (Dreibeine mit orangen Fähnchen) leiten uns sicher zur Monte-Rosa-Hütte. Von dort weiter über den Gornergletscher zurück nach Rotenboden – mit einem kurzen Gegenanstieg zum Schluss. Gornergratbahn nach Zermatt, Heimreise.
Die Monte-Rosa-Hütte ist eines der bemerkenswertesten Bauwerke im Schweizer Hochgebirge – ein futuristischer, silbern glänzender Entwurf von ETH-Studierenden und Bearth & Deplazes Architekten, der 2009 auf einem Felsvorsprung direkt am Grenzgletscher eröffnet wurde. Sie funktioniert nahezu energieautark über Photovoltaik und Wärmerückgewinnung und bietet 120 Schlafplätze mit direktem Blick auf das Rimpfischhorn und das Monte-Rosa-Massiv. Ab der Gornergratbahn-Station Rotenboden ist sie in rund 2.5 Stunden über den Gornergletscher erreichbar – und der Weg dorthin ist bereits ein Erlebnis für sich.

Die Margheritahütte steht nicht neben dem Gipfel der Signalkuppe – sie steht auf ihm. 1893 eingeweiht und nach Königin Margherita von Italien benannt, ist sie die höchste bewirtschaftete Berghütte Europas und bietet auf engstem Raum alles, was man auf 4’554 m braucht: ein Bett, ein warmes Abendessen und eine Aussicht, die keine andere Hütte der Alpen übertrifft. Wer hier übernachtet, muss mit Höhenkopfschmerzen rechnen – und bekommt dafür einen Sonnenaufgang, den man nicht vergisst.

Die Signalkuppe ist 4’554 m hoch und ist der vierthöchste Gipfel der Schweiz. Auf Italienisch heisst sie Punta Gnifetti – nach Giovanni Gnifetti, dem Pfarrer und Alpinisten, der sie 1842 erstmals bestieg. Sie liegt im Monte-Rosa-Massiv auf der Grenze zwischen dem Wallis und dem italienischen Piemont.
Direkt auf ihrem Gipfel steht die Margheritahütte (4’554 m) – die höchstgelegene bewirtschaftete Berghütte Europas. Man besteigt die Signalkuppe also nicht nur um oben zu stehen, sondern um dort zu schlafen. Die Kombination aus Höhe, Aussicht und Abenteuer macht die Signalkuppe zu einer der aussergewöhnlichsten Hochtouren der Alpen.
Die Rifugio Regina Margherita (4’554 m) wurde 1893 eingeweiht und nach Königin Margherita von Italien benannt. Sie ist die höchste bewirtschaftete Berghütte Europas und war ursprünglich für meteorologische Forschung gedacht. Heute beherbergt sie Bergsteiger aus aller Welt – frühzeitig reservieren ist zwingend, da die Plätze begrenzt sind.
Der Normalweg über den Grenzgletscher ist technisch moderat – WS (wenig schwierig) – und enthält keine Kletterstellen. Die eigentliche Herausforderung ist die Höhe über 4’500 m. Höhenkrankheit kann auch gut trainierte Bergsteiger treffen. Eine Vorab-Akklimatisation auf einem Viertausender ist dringend empfohlen.
Beim Quergang unterhalb der Parrotspitze und der Signalkuppe gibt es gelegentlich kalbende Seracs – abgebrochene Eisblöcke, die von den Steilflanken herabstürzen können. Man geht diesen Bereich zügig und mit Abstand zu den Hängen. Der Bergführer kennt die aktuellen Verhältnisse und bewertet die Gefahr vor Ort.
Das Panorama ist eines der weitesten der Schweizer Alpen: das gesamte Monte-Rosa-Massiv direkt um einen herum, der Lyskamm als langer Eisgrat, das Matterhorn und die Zermatter Viertausender im Norden. Im Süden die piemontesischen Alpen, bei Fernsicht der Mont Blanc am Horizont. Und tief unter einem – kaum sichtbar – das Rhonetal.
Ja. Wer von der Signalkuppe nicht nach Zermatt absteigt, sondern nach Italien möchte: Der Abstieg nach Alagna stellt eine mögliche Abstiegsvariante dar. Logistisch aufwändiger, aber ein unvergessliches Erlebnis. Auf Anfrage planen wir diese Variante gerne.