Piz Buin Hochtour

Bild vom Piz Buin, Silvretta Gebiet

Der Piz Buin (3’312 m) gilt als der formschönste Gipfel der Silvretta – und das seit weit länger als es eine gleichnamige Sonnencreme gibt. Er steht auf der Grenze zwischen dem Schweizer Kanton Graubünden und Vorarlberg, ist der höchste Berg Vorarlbergs, und bietet vom Gipfel aus eine der weitesten Fernsichten des gesamten Alpenbogens. Der Normalweg führt von der legendären Wiesbadener Hütte über den Ochsentaler Gletscher und die Buinlücke auf den Gipfel – eine kombinierte Route mit Gletscherpassagen, einer kurzen Klettersequenz durch einen Kamin (Grad II), und einem abschliessenden, zunehmend ausgesetzten Gipfelgrat. Der frühere Normalweg über das Wiesbadener Grätle wird wegen massiver Steinschlaggefahr nicht mehr begangen. Die aktuelle Route ist klarer, sicherer, und hat durch den Gletscherrückgang an Steilheit gewonnen – was die Tour anspruchsvoller gemacht hat als ältere Führerliteratur vermuten lässt.

  • 20.06.2026 – 10.10.2026
  • 2 Tage
  • Piz Buin
  • 2 - 4 Teilnehmende

Jetzt Buchen

CHF 690.00

Wunschzeitraum

Dauer: 2 TageMöglich: 20.06.2026 – 10.10.2026; 20.06.2027 – 10.10.2027; 20.06.2028 – 10.10.2028; 20.06.2029 – 10.10.2029; 20.06.2030 – 10.10.2030
Davide Guzzardi
Fragen? Davide hilft gerne weiter
Beschreibung

Anforderungen

Technik

Hochtouren Erfahrung

Erste Erfahrung auf geführten Hochtouren. Pickel und Steigeisen im Grundsatz bekannt. Kletterpassage durch Kamin (Grad II) im Nachstieg.

Kondition

Ausdauer

Gute Kondition für ca. 900 Hm Gipfelaufstieg ab Hütte. Gesamthöhenmeter ca. 1'300 Hm, Gesamtgehzeit ca. 8.5 Stunden.

Programm

Aufstieg: ca. 400 Hm – Gehzeit: ca. 1.5-2 Std. – Anforderung: T3

Treffpunkt ist am Nachmittag bei der Bielerhöhe am Silvrettasee (2’036 m). Von dort folgen wir dem breiten Weg am Ostufer des Sees entlang zum Eingang des Ochsentals und steigen zur Wiesbadener Hütte auf. Der Weg ist angenehm, die Aussicht auf den Piz Buin schon von unten eindrücklich. Auf der Hütte: Ausrüstungskontrolle, Abendessen, Tourenbesprechung. Die Hütte hat einen guten Ruf für ihre Küche. Frühes Schlafen.

Anreise: Mit dem Auto über die Silvretta-Hochalpenstraße (mautpflichtig) zur Bielerhöhe. Von Österreich (Galtür) oder der Schweiz (Partenen) erreichbar. Parkplätze am Silvrettasee.

Aufstieg: ca. 900 Hm ab Hütte – Abstieg: ca. 900 Hm – Gehzeit: ca. 6.5 Std. – Schwierigkeit: ZS- / II

Früh morgens verlassen wir die Hütte in südliche Richtung. Über den markierten Weg zur Grünen Kuppe (2’579 m), dann zum Anseilplatz am Ochsentaler Gletscher auf ca. 2’600 m. Hier legen wir Steigeisen an – ab diesem Moment bewegen wir uns auf echtem Gletschereis, angeseilt, konzentriert.

Über das flache Gletscherbecken in Richtung Süden, dann um ca. 2’900 m nach links in Richtung Buinlücke (3’054 m) abbiegend. Die Scharte ist gut sichtbar und markiert den Einstieg in den Gipfelaufbau. Über Schotter nach Norden, dann durch einen Kamin (Grad II) mit Bohrhaken auf den Gipfelgrat. Ausgesetzt, aber griffig. Der Grat leitet überraschend direkt zum Gipfel (3’312 m).

Das Panorama: Piz Bernina, Engadin, Silvrettahorn, Grosslitzner, Arlberggebiet. Abstieg auf der Aufstiegsroute zurück zur Hütte, dann hinunter zur Bielerhöhe.

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA-zertifizierter Bergführer
  • Hüttenbuchung Wiesbadener Hütte
  • Tourenplanung und Wetterkonsultation
  • Seilschaft mit professionellem Bergführer
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise (Bielerhöhe / Silvrettastraße)
  • Maut Silvretta-Hochalpenstrasse
  • Übernachtung Wiesbadener Hütte mit HP
  • Versicherung
  • Persönliche Ausrüstung
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Unterkunft

Die Wiesbadener Hütte (2’443 m) gehört der AV-Sektion Wiesbaden und wurde 1884 erbaut. Sie bietet 140 Schlafplätze und ist eines der bekanntesten und beliebtesten Hochgebirgsgasthäuser der Ostalpen. An schönen Sommertagen ist sie stark frequentiert – frühzeitig reservieren. Die Hütte ist Ausgangspunkt für viele Hochtouren in der Silvretta, wie zum Piz buin.

Wiesbadener Hütte von oben

Bekleidung / Ausrüstung

  • Eispickel CHF 50.-
  • Steigeisen CHF 50.-
  • Helm CHF 30.-
  • Klettergurt CHF 30.-

FAQ

Der Piz Buin ist 3’312 m hoch und liegt auf der Grenze zwischen dem Schweizer Kanton Graubünden und dem österreichischen Bundesland Vorarlberg. Er ist der höchste Berg Vorarlbergs und der dritthöchste Gipfel der Silvretta.

Wegen massiver Steinschlaggefahr in diesem Bereich wird der frühere Normalweg über das Wiesbadener Grätle seit Jahren nicht mehr begangen. Die aktuell empfohlene Route führt über den Ochsentaler Gletscher und die Buinlücke – klarer, sicherer, und von den Verhältnissen deutlich besser einschätzbar.

Ja. Der Ochsentaler Gletscher ist stark zurückgegangen und die Übergänge vom felsigen Moränengelände auf das Gletschereis sind steiler und exponierter geworden als in älteren Führerbeschreibungen. Das erhöht die Anforderungen – Steigeisensicherheit ist heute wichtiger als früher.

Konditionsstarke Bergsteiger können im Abstieg vom Piz Buin noch das Silvrettahorn (3’244 m) besteigen – über die Egghornlücke (3’047 m) ab dem Ochsentaler Gletscher. Eine lohnende Zusatztour für einen frühen, langen Tag. Kontaktiere uns, falls du die Silvretta noch auf deiner Tour «mitnehmen» möchtest.

Optimale Bedingungen von Juli bis Anfang September. Im Frühsommer können Schneereste auf dem Gletscher und dem Gipfelgrat die Tour verlängern. Im Hochsommer ist der Fels trocken, der Gletscher gut begehbar. Gewitter sind in der Silvretta im Sommer möglich – Frühstart ist Pflicht.

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