Nordend Hochtour

Bild vom Nordend im Wallis

Das Nordend (4’609 m) ist der zweithöchste Gipfel der Schweiz – und gleichzeitig einer der am wenigsten bekannten Viertausender des Monte-Rosa-Massivs. Dabei bietet es eines der eindrücklichsten alpinen Erlebnisse, die das Wallis zu bieten hat: einen langen, einsamen Firnkamm, Gletscherpassagen auf über 4’000 m, einen Firngrat mit hohen Wächten auf der Nordseite, und ganz oben das weiteste Panorama des gesamten Massivs. Der Normalweg führt von der Margheritahütte (4’554 m) – der höchsten bewirtschafteten Hütte Europas – in wenigen Stunden über den Nordgrat auf den Gipfel. Aber die eigentliche Tour beginnt viel früher: mit dem Aufstieg zur Monte-Rosa-Hütte, der Gletscherquerung zum Lisjoch und der langen Firntraversierung über Punta Gnifetti und Zumsteinspitze bis zur Margheritahütte. Das Nordend belohnt nicht nur mit Höhe und Aussicht, sondern mit dem Gefühl, einen der grossen, stillen Gipfel der Alpen wirklich gewonnen zu haben.

  • 10.06.2026 – 20.09.2026
  • 2 Tage
  • Zermatt, Schweiz
  • 1-2 Teilnehmende

Jetzt Buchen

CHF 1'340.00

Wunschzeitraum

Dauer: 2 TageMöglich: 10.06.2026 – 20.09.2026; 10.06.2027 – 20.09.2027; 10.06.2028 – 20.09.2028; 10.06.2029 – 20.09.2029; 10.06.2030 – 20.09.2030
Davide Guzzardi
Fragen? Davide hilft gerne weiter
Beschreibung

Impressionen

Anforderungen

Technik

Hochtouren Erfahrung

Mehrere ZS-Hochtouren zwingend. Sicheres Steigeisengehen auf Firn und Gletschereis, Routine in der Seilschaft auf gespaltenem Terrain. Kurze Kletterpassagen bis Grad II am Nordgrat. Die Höhe über 4'500 m verlangt Akklimatisation.

Kondition

Ausdauer

Sehr hohe Ausdauer für zwei lange Tage, bis 1700 Hm am Gipfeltag im Aufstieg.

Programm

Aufstieg: ca. 1’100 Hm ab Rotenboden – Gehzeit: ca. 2.5 Std. – Anforderung: T3

Wir treffen uns am Morgen am Bahnhof Zermatt. Mit der Gornergratbahn fahren wir bis zur Station Rotenboden (2’815 m), dann zu Fuss hinunter zum Grenzgletscher und über den Gletscher zur Monte-Rosa-Hütte. Der Weg ist gut markiert und führt durch eine der eindrücklichsten Gletscherlandschaften der Alpen – Gornergletscher, Monte Rosa, Liskamm ringsum. Auf der Hütte: Abendessen, Tourenbesprechung, frühes Schlafen. Der nächste Tag wird lang.

Anreise: Zug nach Zermatt (via Visp). Auto bis Täsch, Parkhaus, dann Zug.

Früh verlassen wir die Monte-Rosa-Hütte. Der Weg führt über den Grenzgletscher Richtung Lisjoch (4’150 m) – eine lange, anspruchsvolle Gletscherquerung auf über 4’000 m, mit Spaltengelände und konstantem Aufstieg. Ab dem Lisjoch beginnt die eigentliche Hochfirntraversierung: über den Silbersattel und die Punta Gnifetti (4’554 m) vorbei an der Margheritahütte. Dann geht es weiter: Der Nordgrat führt in eleganter, kurzer Linie auf das Nordend (4’609 m). Die Schneewächten auf der Nordseite verlangen Respekt und Abstand – am Seil des Bergführers gut gesichert. Kurze Felspassagen wechseln sich mit Firnabschnitten ab. Auf dem Gipfel: Dufourspitze direkt nebenan, Lyskamm, weitere Zermatter Viertausender. Dann der lange Abstieg – zurück über Silbersattel, Lisjoch, Grenzgletscher zur Monte-Rosa-Hütte, und von dort weiter nach Rotenboden und mit der Bahn nach Zermatt.

Bild vom Nordend im Wallis

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA-zertifizierter Bergführer
  • Hüttenbuchung Monte-Rosa-Hütte
  • Tourenplanung, Wetterkonsultation und Höhenanpassungsberatung
  • Seilschaft 1:1 oder 1:2
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise (Zermatt / Täsch)
  • Gornergratbahn-Ticket bis Rotenboden
  • Hüttenübernachtung mit HP
  • Versicherung
  • Persönliche Ausrüstung
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Unterkunft

Die Monte-Rosa-Hütte ist eines der bemerkenswertesten Bauwerke im Schweizer Hochgebirge – ein futuristischer, silbern glänzender Entwurf von ETH-Studierenden und Bearth & Deplazes Architekten, der 2009 auf einem Felsvorsprung direkt am Grenzgletscher eröffnet wurde. Sie funktioniert nahezu energieautark über Photovoltaik und Wärmerückgewinnung und bietet 120 Schlafplätze mit direktem Blick auf das Rimpfischhorn und das Monte-Rosa-Massiv. Ab der Gornergratbahn-Station Rotenboden ist sie in rund 2.5 Stunden über den Gornergletscher erreichbar – und der Weg dorthin ist bereits ein Erlebnis für sich.

Wanderer im Aufstieg zur Monte Rosa Hütte

Bekleidung / Ausrüstung

  • Hardshell-Jacke und -hose (wind- und wasserdicht)
  • Warme Mittellage (Primaloft oder Daunenjacke)
  • Thermounterwäsche kurz und lang
  • Tourenhandschuhe und warme Ersatzhandschuhe
  • Mütze und Sturmhaube
  • Sonnenschutzbrille (Gletscherbrille, Kategorie 4)

  • Bergschuhe (steigeisenfest, leicht und präzise)
  • Steigeisen (12-Zacken, Antistollplatten)
  • Eispickel
  • Klettergurt
  • Helm
  • 3 Schraubkarabiner
  • Bandschlingen 60 cm und 120 cm
  • Abseilgerät und Prusikschlinge
  • Teleskopstöcke (für Hüttenwege)

  • Rucksack 30-35 l
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Sonnencreme und Lippenpflege (UV-Belastung auf 4’500 m extrem)
  • Stirnlampe
  • Hüttenschlafsack
  • Energieriegel und Verpflegung

  • Eispickel CHF 50.-
  • Steigeisen CHF 50.-
  • Helm CHF 30.-
  • Klettergurt CHF 30.-

FAQ

Das Nordend ist 4’609 m hoch und ist damit der zweithöchste Gipfel der Schweiz – knapp hinter dem Dufourspitz (4’634 m). Es liegt im Monte-Rosa-Massiv auf der Grenze zwischen dem Wallis und der italienischen Region Piemont.

Mehrere absolvierte ZS-Hochtouren, sicheres Steigeisengehen auf Gletschergelände, Routine in gespaltenem Terrain, Erfahrung auf über 4’000 m. Die Höhe über 4’500 m ist die grösste Herausforderung – eine vorgängige Akklimatisation auf einem Viertausender wird ausdrücklich empfohlen.

Das Panorama ist das weitläufigste des gesamten Monte-Rosa-Massivs: Der Dufourspitz direkt nebenan, der Lyskamm als langer Eisgrat im Westen, Matterhorn, Weisshorn, Dent Blanche im Westen, das gesamte Oberengadin im Osten. Bei klarer Sicht bis zum Mont Blanc und weit in die Berner Alpen.

Die optimale Saison liegt von Mitte Juli bis Mitte September. Die Spalten auf dem Grenzgletscher sind im Hochsommer gut sichtbar und navigierbar. Frühsommer kann noch viel Schnee auf den Passagen bedeuten. Die Höhe verlangt stabile Hochdruckperioden – Gewitter auf 4’500 m sind kein Spass.

Ja. Auf Wunsch können wir eine weitere Nacht an Tag 2 auf der Margherita Hütte einplanen. Dadurch verkürzt sich der Gipfeltag aufs Nordend an Tag 3 erheblich.

Diese Angebote könnten dich ebenfalls interessieren

Newsletter-Anmeldung
Erhalte Neuigkeiten und Eindrücke von unseren Abenteuern per E-Mail!