Erste Erfahrung auf geführten Hochtouren. Pickel und Steigeisen bekannt. Felspassagen bis Grad II im Nachstieg. Schwindelfreiheit für den Firngrat.

Das Nadelhorn (4’327 m) ist der nördlichste und höchste Gipfel des Nadelgrats – eines der grossen Walliser Hochgebirgskämme, der Grabenhorn, Stecknadelhorn, Hobärghorn und Nadelhorn verbindet. Die Hochtour auf das Nadelhorn ist abwechslungsreich und hat drei verschiedene Charaktere in einem: zuerst der Hüttenzustieg über Leitern und Tritte zur aussichtsreichen Mischabelhütte, dann am Gipfeltag die weite Gletschertraversierung zum Windjoch, danach ein eleganter Firngrat, der zuerst als breiter Rücken beginnt und gegen oben schmaler und exponierter wird, und schliesslich ein kurzer, griffiger Felsaufschwung direkt auf den Gipfel. Das Panorama auf dem Nadelhorn ist eines der weitläufigsten der Zermatter Region – Dom, Täschhorn, Weisshorn, Dufourspitz und das Matterhorn auf Augenhöhe.
CHF 1'070.00

Die Route auf das Nadelhorn ist eine kleine Dramaturgie in drei Akten. Der erste beginnt bereits beim Hüttenzustieg: Die Mischabelhütte ist ab Saas-Fee dank der Felsskilift-Infrastruktur verkürzt erreichbar, der eigentliche Anstieg führt dann über Leitern, gesicherte Tritte und ausgesetzte Bänder auf die Hütte – ausgesetzt und eindrücklich, aber gut gesichert. Wer hier ankommt, weiss, dass er nicht am Fuss einer Seilbahn übernachtet.
Der zweite Akt gehört dem Gletscher. Früh morgens verlassen wir die Hütte und überqueren den grossen Gletscher Richtung Windjoch (3’850 m). Der Weg ist offen und weit, bei klarem Frühmorgen eines der eindrücklichsten Erlebnisse der ganzen Tour: die Stille, die Weite, die ersten Sonnenstrahlen auf den Mischabelspitzen.
Am Windjoch beginnt der Firngrat – und damit der dritte Akt. Er startet als breiter, gutmütiger Rücken und wird mit steigender Höhe schmaler und ausgesetzter. Nicht dramatisch, aber spürbar. Auf dem Gipfelaufschwung wechselt das Material ein letztes Mal: griffiger Fels, kurze Kletterpassagen bis Grad II – und dann der Gipfel.
Die Mischabelhütte SAC (3’340 m) ist eine der am beeindruckendsten gelegenen SAC-Hütten des Wallis. Sie thront auf einem Felssporn hoch über Saas-Fee und ist nur über eine ausgesetzte, teilweise versicherte Route erreichbar – Leitern, Tritte, Felspassagen. Die Hütte bietet 110 Schlafplätze und direkten Blick auf Dom, Täschhorn und Lenzspitze. Bereits der Zustieg zur Hütte ist ein Erlebnis, das die meisten Bergsteiger in starker Erinnerung behalten.
Erste Erfahrung auf geführten Hochtouren. Pickel und Steigeisen bekannt. Felspassagen bis Grad II im Nachstieg. Schwindelfreiheit für den Firngrat.
Gute Kondition für ca. 1'200 Hm Aufstieg und Abstieg, ca. 7-8 Stunden Gehzeit. Tempo ca. 300 Hm/h.
Aufstieg: ca. 1’100 Hm – Gehzeit: ca. 4-5 Std. – Anforderung: T5 / I
Treffpunkt ist morgens am Busterminal Saas-Fee. Nach einem kurzen Materialcheck starten wir den Hüttenanstieg – zuerst durch das Dorf, dann auf einem immer steiler werdenden Pfad, schliesslich über die ausgesetzten Leitern und gesicherten Tritte, die den Zustieg zur Mischabelhütte berühmt machen. Es braucht Schwindelfreiheit, aber keine Klettererfahrung. Der Bergführer begleitet jeden Abschnitt.
Auf der Hütte angekommen: Ausrüstungskontrolle, Abendessen, Tourenbesprechung. Die Hüttenterrasse bietet direkten Blick auf Dom, Täschhorn und Lenzspitze – der beste Ort für eine letzte ruhige Vorbereitung. Früh schlafen.
Anreise: Zug nach Visp, Postauto ins Saastal bis Saas-Fee (kein Auto in Saas-Fee). Mit dem Auto bis Saas-Grund oder Saas-Almagell, Parkplatz, dann Bus.
Aufstieg: ca. 1’200 Hm – Abstieg: ca. 2’300 Hm bis Saas-Fee – Gehzeit: ca. 7-8 Std. – Schwierigkeit: ZS- / II
Noch vor Sonnenaufgang verlassen wir die Hütte. Auf dem Gletscher Richtung Windjoch (3’850 m) – eine weite, offene Gletschertraversierung, still und eindrücklich im frühen Morgenlicht. Am Windjoch beginnt der Firngrat: erst als breiter, gutmütiger Rücken, dann zunehmend schmaler und ausgesetzter. Am Seil des Bergführers gesichert, konzentriert und gleichmässig.
Beim Gipfelaufschwung wechselt das Terrain – griffiger Fels, kurze Kletterpassagen bis Grad II, der letzte Abschnitt auf das Nadelhorn (4’327 m). Oben angekommen: Dom, Täschhorn, Weisshorn, Dufourspitz, Matterhorn. Das gesamte Walliser Viertausenderfeld rundherum. Nach der Gipfelpause Abstieg auf der Aufstiegsroute zur Mischabelhütte, dann der lange, gut gesicherte Abstieg zurück nach Saas-Fee.
Die Mischabelhütte SAC (3’340 m) liegt auf einem ausgesetzten Felssporn hoch über Saas-Fee. Der Zustieg führt über Leitern, gesicherte Tritte und ausgesetzte Bänder – eine Tour für sich, die Schwindelfreiheit verlangt. Der Hüttenanstieg dauert ca. 4-5 Stunden und 1’100 Hm ab Saas-Fee und ist ein fester Teil des Nadelhorn-Erlebnisses. Die Hütte bietet 110 Schlafplätze und direkten Blick auf Dom und Täschhorn.
Ph: Maria Anthamatten

Das Nadelhorn ist 4’327 m hoch und ist der höchste und nördlichste Gipfel des Nadelgrats in der Mischabelgruppe im Wallis. Es liegt zwischen Dom und Täschhorn im Süden und dem Ulrichshorn im Norden.
Der Nadelgrat ist ein langer Hochgebirgskamm in der Mischabelgruppe, der von Süd nach Nord die Gipfel Grabenhorn, Stecknadelhorn, Hobärghorn und Nadelhorn verbindet. Er gilt als einer der grossen Hochgebirgsgrate der Walliser Alpen und ist nur für sehr erfahrene Alpinisten in seiner Gesamtheit begehbar.
Der Firngrat beginnt am Windjoch (3’850 m) als breiter, gutmütiger Rücken und wird mit zunehmender Höhe schmaler und ausgesetzter. Die Route ist am Seil des Bergführers gut gesichert. Schwindelfreiheit ist Voraussetzung – extreme Klettertechnik wird am Firngrat nicht verlangt. Der anschliessende Felsaufschwung beinhaltet Kletterstellen bis Grad II.
Das Panorama ist eines der weitläufigsten des Wallis: Dom und Täschhorn in direkter Nähe, Weisshorn und Dent Blanche auf der Westseite, Dufourspitz und das gesamte Monte-Rosa-Massiv im Osten, das Matterhorn markant im Süden. Das Nadelhorn bietet Sicht auf fast alle grossen Walliser Viertausender gleichzeitig.
Optimale Bedingungen von Juli bis September. Frühstart ist wichtig – der Gipfeltag ist lang und Nachmittagsgewitter sind im Wallis im Hochsommer möglich.