Erste Erfahrung auf geführten Hochtouren. Steigeisengehen und Seil im Grundsatz bekannt. Kletterpassagen bis Grad II im Nachstieg. Bei trockenen Verhältnissen keine Gletscherquerung nötig.

Das Lagginhorn (4’010 m) bildet zusammen mit dem Weissmies und dem Fletschhorn das Dreigestirn der Weissmiesgruppe – und ist mit seiner Seilbahn-Erschliessung ab Saas-Grund einer der besterschlossenen Viertausender der Schweiz. Der Normalweg über den WSW-Grat ist bei guten Bedingungen eine reine Felstour mit leichten Kletterpassagen im zweiten Grad und verzichtet vollständig auf Gletschergelände. Was bleibt, ist ein echter, konsequenter Felsanstieg auf einen 4’000er mit prächtigem Panorama auf das Matterhorn, den Monte Rosa und die gesamte Mischabelgruppe. Wer möchte, kombiniert die Tour am selben oder nächsten Tag mit dem Weissmies. Dank den Bergbahnen von Saas-Grund via Kreuzboden auf Hohsaas (3’098 m) beginnt der Gipfeltag auf fast 1’100 Hm unter dem Ziel – ein logistischer Vorteil, den nur wenige Viertausender bieten.
CHF 520.00

Das Lagginhorn hebt sich von seinen Nachbarn ab – nicht durch Höhe oder Bekanntheit, sondern durch seinen Charakter. Während Weissmies und Bishorn vor allem Firn- und Gletschertouren sind, ist das Lagginhorn in erster Linie ein Felsberg. Der WSW-Grat zieht sich als langer, gut strukturierter Felskamm über rund zwei Kilometer, der Gipfel liegt am nördlichsten Ende, mit einem Gipfelkreuz und einem freien Rundblick. Herkunft des Namens «Laggin»? Unklar – der Berg ist bescheiden genug, um keine Erklärung zu brauchen.
Die Normalroute ab Hohsaas ist die logistisch bequemste auf einen Schweizer Viertausender: Die Seilbahn von Saas-Grund via Kreuzboden bringt einen auf 3’098 m. Von der Bergstation sind es zunächst Überreste des Lagginhorngletschers zu queren – diese Passage enthält etwas Steinschlaggefahr und verlangt Aufmerksamkeit. Danach betritt man den trockenen, griffigen Fels des WSW-Grats. Die Kletterpassagen sind im zweiten Grad gut lösbar, und je länger man auf dem Grat ist, desto grösser wird der Blick auf das gesamte Walliser Viertausenderfeld.
Eine reizvolle Alternative – und für Erfahrenere ein lohnender Zusatz – ist die Fletschhorn-Lagginhorn-Überschreitung: Ab der Weissmieshütte über das Fletschjoch auf das Lagginhorn, eine WS+-Route mit Kletterstellen bis Grad II+ und einem schönen langen Grat.
Erste Erfahrung auf geführten Hochtouren. Steigeisengehen und Seil im Grundsatz bekannt. Kletterpassagen bis Grad II im Nachstieg. Bei trockenen Verhältnissen keine Gletscherquerung nötig.
Gute Kondition für ca. 1'000 Hm Aufstieg und Abstieg ab Hohsaas. Gehzeit ca. 6-7 Stunden.
Aufstieg: ca. 1’000 Hm ab Hohsaas – Abstieg: ca. 1’000 Hm – Gehzeit: ca. 6-7 Std. – Schwierigkeit: WS / II
Wir treffen uns Frühmorgens an der Talstation der Saas-Grund Bergbahnen in Saas-Grund. Mit der Gondelbahn fahren wir via Kreuzboden auf Hohsaas (3’098 m).
Zunächst queren wir die Überreste des Lagginhorngletschers – dieser Abschnitt ist mit Geröll bedeckt und enthält Steinschlaggefahr. Danach treten wir auf den trockenen Fels des WSW-Grats: griffig, strukturreich, angenehm zu klettern. Die Stellen bis Grad II verlangen sicheres Nachsteigen, sind aber durchgehend gut lesbar. Mit steigender Höhe wird der Blick auf Weissmies, Matterhorn, Monte Rosa und die Mischabelgruppe grösser. Am Gipfelkreuz des Lagginhorns (4’010 m) angekommen bietet sich ein vollständiges Panorama auf das Walliser Viertausenderfeld.
Abstieg auf demselben Weg zurück nach Hohsaas. Seilbahn zurück nach Saas-Grund, Heimreise.
Anreise: Zug nach Visp, Postauto ins Saastal bis Saas-Grund. Mit dem Auto über Visp und Stalden nach Saas-Grund, Parkplatz beim Dorfzentrum.
Das Lagginhorn ist 4’010 m hoch und liegt in der Weissmiesgruppe im Wallis, zwischen Saas-Grund und der Simplonregion. Es bildet zusammen mit dem Weissmies (4’017 m) und dem Fletschhorn (3’985 m) die sogenannte Weissmiesgruppe.
Ja – für die Querung der Lagginhorngletscher-Überreste am Einstieg des WSW-Grats sind Steigeisen sinnvoll, auch wenn der Gletscher stark zurückgegangen ist. Die Querung verläuft über geröllbedecktes Eis und enthält eine gewisse Steinschlaggefahr. Danach ist der Grat bei trockenen Bedingungen eisfreier Fels.
Beide Wege führen zum selben WSW-Grat. Die Hohsaas-Route ist kürzer und quert direkt über den Lagginhorngletscher, enthält aber Steinschlaggefahr. Die Weissmieshütten-Route führt auf der Westflanke des Bergs hinauf, ist etwas länger und vermeidet den Gletscher gänzlich. Je nach aktuellen Verhältnissen entscheiden wir gemeinsam.
Ja – beide Gipfel lassen sich gut an zwei bis drei Tagen verbinden. Das Lagginhorn als erster Gipfel, der Weissmies am zweiten Tag, mit Übernachtung auf der Weissmieshütte oder dem Bergrestaurant Hohsaas. Ein lohnender Dreitausender-/Viertausender-Doppelgipfel im Saastal. Melde dich bei uns, falls dich diese Variante anspricht.
Optimale Bedingungen findet man von Juli bis September. Der Fels auf dem WSW-Grat trocknet rasch ab. Im Frühsommer kann Schnee auf dem Grat die Tour verlängern und schwieriger machen. Frühstart ist wichtig, um Nachmittagsgewittern zuvorzukommen.