Sicheres Nachklettern bis IV. Erste Mehrseillängen-Erfahrung von Vorteil. Kurze Schneepassage je nach Verhältnissen möglich.

Das Gross Furkahorn (3’169 m) thront über dem Furkapass als einer der markantesten Felsköpfe des Sidelengebiets. Sein Südostgrat ist eine kombinierte Grat- und Klettertour auf festem Urner Granit – griffig, abwechslungsreich und mit einem Aussichtspunkt, der die gesamte Bandbreite des Hochgebirges zwischen Galenstock, Sidelengletscher und Rhonegletscher zeigt. Die Route beginnt nach einem kurzen Zustieg ab dem Furkapass oder der Sidelenhütte, führt über plattiges und rissiges Gelände im zweiten bis vierten Grad den Südostgrat hinauf und endet auf einem Gipfel, der trotz seiner vergleichsweisen Bescheidenheit im Höhenmeter zu den eindrücklichsten Aussichtspunkten des Gebiets gehört. Ein eigenständiger, vollwertiger Klettertag im Urner Granitparadies der auf eine exponierte Granitnadel endet!
CHF 750.00

Das Sidelengebiet ist ein Konzentrat der besten Urner Granitklettertouren. Wer hier einmal gewesen ist, will wiederkommen – und findet jedes Mal eine neue Linie, die er noch nicht gegangen ist. Das Gross Furkahorn ist eine davon. Es steht im Schatten der bekannteren Galenstock-Routen, hat aber seine eigene Qualität: kompakter Fels, eine klare Linienführung auf dem Südostgrat, und einen Gipfel, der direkt über dem Furkapass liegt und von oben eine der dichtesten und eindrücklichsten Hochgebirgskulissen der Zentralschweiz zeigt.
Der Zustieg ab dem Furkapass ist kurz. Der Einstieg in den Südostgrat liegt gut sichtbar und gut lesbar. Die Kletterei beginnt plattig und gewinnt mit der Höhe an Charakter – griffige Risse und Kanten, Stellen bis zum vierten Grad UIAA, eine Linie, die immer dem Grat folgt. Alpine Absicherung, so wie man es vom Gebiet kennt.
Das Panorama auf der Granitnadel öffnet sich in alle Richtungen: Galenstock und seine Routen nebenan, der Sidelengletscher mit seinen schwindenden Eisflächen tief unten, das Gletschhornmassiv im Norden, und auf der anderen Seite – fast greifbar – der Rhonegletscher mit seinem leider schnell schwindenen Gletscher. Es ist einer jener Gipfel, auf dem man länger hängen bleibt als geplant – auch wenn der letzte Hängestand nicht umbedingt komfortabel ist 😉
Sicheres Nachklettern bis IV. Erste Mehrseillängen-Erfahrung von Vorteil. Kurze Schneepassage je nach Verhältnissen möglich.
Gute Grundkondition für Zustieg ca. 450 Hm / 1.5 Std., Kletterzeit ca. 3–5 Std., Abstieg ca. 1 1/2 Std. Gesamtzeit ca. 8 Std.
Kletterroute: Südostgrat Gross Furkahorn, ZS, II–IV Einstieg: ca. 2’700 m ü. M. Zustieg: ca. 450 Hm / 1.5 Std. Kletterzeit: ca. 3–4 Std. Abstieg: ca. 1 Std. Gesamtzeit: ca. 7 Std.
Treffpunkt ist früh morgens am Parkplatz Sidelenbach oder beim Hotel Furkablick auf dem Furkapass. Nach dem Materialcheck folgen wir dem Weg zum Wandfuss des Südostgrats.
Am Einstieg: Gurt anlegen, Helm auf, einbinden. Die Kletterei folgt dem Grat in klarer, logischer Linie – von platten Passagen im zweiten Grad hin zu griffigen Rissen und Kanten bis IV. Alle Schlüsselstellen sind mit Ständen eingerichtet. Nach der Gipfelnadel braucht es einen kurzen Abseiler bis zum Abstiegspodest. Abstieg über den Normalweg zurück zum Ausgangspunkt, der teilweise etwas Vorsicht verlangt, sowie noch zwei weitere Abseiler.
Anreise: Mit dem Postauto ab Andermatt oder Gletsch bis Haltestelle Sidelenbach oder Hotel Furkablick. Mit dem Auto über den Furkapass, Parkplatz beim Hotel Furkablick oder Sidelenbach.
Das Gross Furkahorn ist 3’169 m hoch und liegt im Sidelengebiet am Furkapass, Kanton Uri. Es steht direkt über dem Pass und bietet einen der weitesten Blicke der Region – auf Galenstock, Sidelengletscher, Gletschhornmassiv und den Rhonegletscher.
Der Südostgrat wird mit ZS (ziemlich schwierig) bewertet. Die Kletterei bewegt sich überwiegend im zweiten und dritten Grad, mit Stellen bis Grad IV an den Schlüsselpassagen. Alle Stände sind eingerichtet.
Das Gross Furkahorn ist die kompakteste und am leichtesten zugängliche Route der grossen Sidelengebiet-Kletterziele. Es bietet weniger Höhenmeter als Galenstock-Routen und weniger Schwierigkeit als die Galengrat-Verschneidung – ist aber kein Abstricher, sondern ein vollwertiger Klettertag mit eigenem Charakter. Ideal als eigenständiger Klettertag für alle, die ZS-Niveau solide beherrschen.
Theoretisch ja – beide Gipfel liegen im selben Gebiet und sind vom selben Ausgangspunkt erreichbar. Sinnvoll ist eine Zweitages-Planung mit Übernachtung auf der Sidelenhütte, wobei am zweiten Tag der zweite Gipfel angegangen wird. Auf Anfrage planen wir das gerne.
Juli bis September, wenn der Zustieg schneefrei ist und der Granit trocken. Im Frühsommer können Schneereste auf dem Grat und im Zustieg vorhanden sein. Am Furkapass entstehen Gewitter im Sommer rasch – Frühstart ist wichtig.