Gute Skihochtouren Erfahrung vorausgesetzt, fahren abseits der Piste auf allen Schneearten.

Eine dreitägige Skihochtour im Grand Combin Massiv ist ein Abenteuer der Extraklasse für erfahrene Skibergsteiger. Das mächtige, stark vergletscherte Massiv in den westlichen Walliser Alpen trägt nicht umsonst den Beinamen „Himalaya der Schweiz». Mit mehreren Viertausendern, darunter der 4314 m hohe Hauptgipfel Combin de Grafeneire, bietet die Region eine atemberaubende Hochgebirgswelt, die selbst routinierte Alpinisten beeindruckt.
CHF 1'590.00

Im Gegensatz zu den eleganten, pyramidenförmigen Bergen wie dem Weisshorn oder dem Matterhorn besticht der Grand Combin nicht durch eine dynamische Form, sondern durch seine wuchtige Breite und den beeindruckenden Eismantel. Der Name „Combin» stammt vermutlich vom lateinischen „cumba» ab, was im lokalen Patois ein kleines, meist trockenes Seitental bezeichnet, das sich oberhalb eines Quellgebiets befindet. Unter Alpinisten wird der Berg aufgrund seiner Herausforderungen auch scherzhaft als „La Grande Combine» (der grosse Trick oder Kniff) bezeichnet.
Das Grand-Combin-Massiv wird im Westen vom Val d’Entremont und dem Grossen Sankt-Bernhard-Pass, im Norden und Osten vom Val de Bagnes mit dem Stausee Lac de Mauvoisin, im Südosten vom Saumpass Fenêtre de Durand und im Süden vom Val d’Ollomont im italienischen Aostatal begrenzt. Geologisch gehört es zu den Penninischen Decken und besteht überwiegend aus Gneis, der im Zuge der Alpenbildung unter hohem Druck gefaltet wurde.
Die drei Tage im „Himalaya der Schweiz» bleiben unvergesslich – nicht nur wegen der sportlichen Herausforderung und der erreichten Gipfel, sondern auch wegen der einzigartigen Gletscherlandschaft, der grandiosen Ausblicke und der Erfahrung, in dieser verlassenen Hochgebirgswelt unterwegs zu sein. Eine solche Skihochtour im Grand-Combin-Massiv ist zweifellos ein Höhepunkt für jeden ambitionierten Skibergsteiger.
Gute Skihochtouren Erfahrung vorausgesetzt, fahren abseits der Piste auf allen Schneearten.
Gute Kondition für Tagestouren bis zu 1500 Hm.
Unsere dreitägige Skihochtour beginnt in Chables im Val de Bagnes, wo uns der Bergführer herzlich begrüsst. Nach einer kurzen Materialkontrolle und Einweisung fahren wir mit einem einheimischen Taxifahrer so weit wie möglich ins Tal hinein. Je nach Schneelage beginnen wir unseren Aufstieg mit den Tourenskiern. Das Tagesziel ist ein kleiner Pass auf etwa 2700 m Höhe, den wir in gemütlichem Tempo erreichen. Dieser Durchgang öffnet uns den Zugang zum Corbassière-Gebiet. Nach einer kurzen Abfahrt gelangen wir auf den imposanten Glacier de Corbassière, von wo aus wir bereits unsere Unterkunft, die modern ausgestattete Cabane de Panossière, am Rand des gewaltigen Gletschers erblicken können.
In der Hütte angekommen, geniessen wir das Ankommen in dieser majestätischen Bergwelt. Gemeinsam mit dem Bergführer besprechen wir den Plan für die kommenden Tage und analysieren die aktuellen Verhältnisse. Der grossartige Blick auf die umliegenden Gipfel des Grand-Combin-Massivs mit seinen dicken Gletschern, Gletscherbalkonen und Séracs lässt erahnen, welche Abenteuer uns erwarten.
Der zweite Tag ist der Höhepunkt unserer Tour – die Besteigung des Grand Combin. Um die Gefahren durch Eisabbrüche zu minimieren, die am Grand Combin ein ernstzunehmendes Risiko darstellen, brechen wir sehr früh am Morgen auf. Obwohl der Berg mit seinem monströsen Eismantel keine besonders schwierigen technischen Passagen aufweist, ist seine Besteigung aufgrund der objektiven Gefahren anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick scheinen mag.
Von der Cabane de Panossière steigen wir über den Glacier de Corbassière auf. Je nach aktuellen Verhältnissen entscheidet sich unser Bergführer für die beste Route. Früher führte der klassische Weg über „Le Corridor», einen mächtigen, nach Osten ansteigenden Gletscherbalkon. Aufgrund zunehmender Eisabbrüche und tragischer Unfälle hat sich jedoch die Route über die Nordwestflanke oder die Arête du Meitin als sicherere Alternative etabliert.
Der Aufstieg durch das Couloir du Gardien ist eine der anspruchsvolleren Skihochtouren auf einen Viertausender und erfordert sowohl technisches Können als auch eine gute Kondition. Nach einem langen und anstrengenden Aufstieg erreichen wir schliesslich den Hauptgipfel, den Combin de Grafeneire (4314 m). Die Aussicht von hier oben ist überwältigend – wir blicken auf eine endlose weisse Gletscherwelt und die umliegenden Walliser Alpen.
Je nach Zeit, Verhältnisse und Verfassung der Gruppe besteht die Möglichkeit, auch die beiden anderen Hauptgipfel des Massivs zu besteigen: den Combin de Valsorey (4185 m) und den Aiguille du Croissant (4258 m) oder den Combin de la Tsessette (4134 m). Nach einer kurzen Gipfelrast beginnt die Abfahrt zurück zur Hütte – ein unvergessliches Skierlebnis durch perfektes Skigelände.
Am dritten und letzten Tag unserer Skihochtour steht je nach Verhältnisse und Kondition der Gruppe eine Abschlusstour auf einen der umliegenden Gipfel an. Eine beliebte Option ist der Petit Combin (3663 m), der zwar nicht die Höhe des Hauptgipfels erreicht, aber dennoch eine lohnende Tour mit einer fantastischen Abfahrt bietet.
Alternativ können wir uns auch für andere Tourenziele entscheiden, wie etwa:
Die Wahl des Gipfels treffen wir gemeinsam, basierend auf die aktuellen Verhältnisse und die Erfahrungen der vorangegangenen Tage. Auch für den Abstieg ins Tal bieten sich verschiedene Möglichkeiten an – entweder zurück ins Val de Bagnes oder über einen anderen Weg zum Grossen St. Bernhard Pass.
Unabhängig von der gewählten Route führt uns der letzte Tag noch einmal durch die beeindruckende Gletscherwelt dieses gewaltigen Massivs. Wir gleiten über den Glacier de Corbassière, den Glacier du Mont Durand oder den Glacier du Grand Combin – stets umgeben von der majestätischen Kulisse der Walliser Alpen.
Die moderne Cabane FXB Panossière – oft einfach Cabane de Panossière genannt – liegt auf 2’641 Metern Höhe auf der östlichen Seitenmoräne des imposanten Corbassière-Gletschers im Unterwallis. Der einladende Stützpunkt im Herzen des mächtigen Combin-Massivs bietet Alpinisten und Weitwanderern 75 komfortable Schlafplätze und punktet im Sommer sogar mit fliessendem Wasser und Duschen. Als wichtiger Etappenort bekannter Trekkingrouten wie der „Tour des Combins“ dient die Hütte gleichzeitig als ideales Basislager für anspruchsvolle Hochtouren auf den Grand Combin. Der rund vierstündige, abwechslungsreiche Zustieg ab Fionnay im Val de Bagnes lässt sich wunderbar mit der Überquerung einer spektakulären, knapp 190 Meter langen Hängebrücke direkt vor der Kulisse des ewigen Eises verbinden.

Das Grand Combin Massiv befindet sich in den westlichen Walliser Alpen im Südwesten der Schweiz, genauer im Kanton Wallis. Es liegt im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien.
Die beste Periode für Skihochtouren im Grand Combin Massiv ist typischerweise von Mitte April bis Ende Mai.
Die Skitour auf den Grand Combin ist eine sehr anspruchsvolle Hochgebirgstour, die zu den schwierigeren Skitouren auf einen Viertausender in den Alpen zählt. Hier die wichtigsten Punkte zur Schwierigkeit:
Die Tour ist für sehr erfahrene Splitboarder mit umfassender Hochgebirgserfahrung machbar.