Gletschertrekking Aletschgletscher mit Bergführer

Blick von einem Aussichtspunkt über den Aletschgletscher

Ausgehend vom Jungfraujoch tauchen wir für zwei Tage ein in die eindrücklichste Gletscherwelt der Alpen, die auch zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Der Grosse Aletschgletscher ist 20 km lang, aus 10 Milliarden Tonnen Eis bestehend und der grösste zusammenhängende Gletscher der Alpen. Am Konkordiaplatz treffen insgesamt vier Gletscher aufeinander, die als Grosser Aletschgletscher vereint das Wallis entwässern. Wer hier steht, begreift Hochgebirge auf eine neue Art – nicht als Kulisse, sondern als lebendige, sich verändernde Welt. Dieses Trekking ist kein Hochtourenkurs und kein alpines Abenteuer im technischen Sinn. Für das Gletschertrekking Grosser Aletschgletscher benötigen Sie keine alpintechnischen Vorkenntnisse. Was es braucht: gute Kondition, Bergwandererfahrung, Schwindelfreiheit – und Neugier auf eine Welt, die sich unwiderruflich verändert.

  • 15.06.2026 – 30.09.2026
  • 2 Tage
  • Fieschertal, Schweiz
  • 4-8 Teilnehmende

Jetzt Buchen

CHF 390.00

Wunschzeitraum

Dauer: 2 TageMöglich: 15.06.2026 – 30.09.2026; 15.06.2027 – 30.09.2027; 15.06.2028 – 30.09.2028; 15.06.2029 – 30.09.2029; 15.06.2030 – 30.09.2030
Davide Guzzardi
Fragen? Davide hilft gerne weiter
Beschreibung

Impressionen

Anforderungen

Technik

Trekking Erfahrung

Es ist keine Erfahrung im Steigeisengehen und in der Seilhandhabung nötig. Unser Bergführer zeigt dir, wie das Gehen mit Steigeisen funktioniert und wie Sie sich in der Seilschaft auf dem Gletscher fortbewegen. Die Leiter vom Gletscher hoch zur Konkordiahütte ist luftig und lang aber gut mit einem Geländer gesichert. Hier ist etwas Schwindelfreiheit gefragt.

Kondition

Ausdauer

Eine gute Ausdauer ist für die Zweitagestour notwendig. Wir legen an diesem Wochenende zwar keine gewaltigen Höhenunterschiede zurück, die Höhe über Meer und die Distanz der Tagesetappen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Tagesetappen je ca. 5–7 Stunden Gehzeit auf Gletscher und Moräne.

Programm

Gehzeit: ca. 5–6 Std. – Höhenmeter: 150 Hm Aufstieg, 750 Hm Abstieg – Anforderung: T3 auf Gletscher

Unser Bergführer begrüsst dich auf dem Jungfraujoch auf 3’454 Metern über Meer. Gemeinsam wird die Ausrüstung kontrolliert und angepasst, denn gleich hinter dem Stollenausgang seilen wir uns an und erleben die Welt der Gletscher hautnah.

Durch ein Labyrinth aus Spalten führt unser Weg. Sicher navigiert der Bergführer die Gruppe auf dem Gletscher. Über den Jungfraufirn und das Ewigschneefeld steigen wir zum Konkordiaplatz ab – dem Herzstück des Aletschgletschers, wo vier Gletscherzungen zusammenfliessen. Der Firn knirscht unter den Steigeisen, die Gipfelkette des Berner Hochgebirges steht ringsum. Dann der Aufstieg zur Konkordiahütte: die Stahltreppe hinauf, Schritt für Schritt, bis der Blick sich öffnet. Abendessen auf der Hütte, Sonnenuntergang über dem Gletscherplateau.

Anreise: Zug nach Grindelwald oder Lauterbrunnen (SBB), dann Jungfraubahn bis Jungfraujoch. Jungfraubahn-Ticket vorab kaufen (ca. CHF 100 mit Halbtax). Mit dem Auto nach Grindelwald, Parkplatz beim Bahnhof.

Gehzeit: ca. 6–7 Std. – Anforderung: T3 auf Gletscher und Moräne

Wir folgen den beiden Mittelmoränen bis auf die Höhe des ehemaligen Märjelensees und suchen uns den Weg ans Felsenufer. Am zweiten Tag gehen wir über knirschendes Eis bis zum Märjelensee, der in einem lieblichen Hochtal am Rand des Aletschgletschers liegt. Der Märjelensee ist ein Gletschersee mit Geschichte – früher staute ihn das Eis des Aletschgletschers auf; heute liegt er kleiner und ruhiger an seinem Rand. Vorbei an der Gletscherstube wählen wir je nach Uhrzeit den direkten Weg durch den Tunnel, oder den Höhenweg aussen rum zur Mittelstation der Eggishornbahn. Mühelos schweben wir hinab nach Fiesch.

Aletschgletscher Skitouren

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA Bergführer
  • Hüttenbuchungen
  • Tourenvorbereitung, Routenbesprechung und Wetterkonsultation
  • Fotoreportage
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise
  • Hüttenübernachtung Konkordiahütte mit HP
  • Jungfraubahn-Ticket bis Jungfraujoch
  • Eggishornbahn-Ticket
  • Weitere Liftickets, Seilbahnen, Taxis
  • Persönliche Ausrüstung
  • Versicherungen
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Unterkunft

Die Konkordiahütte SAC liegt auf 2’850 m ü. M. im Kanton Wallis auf einem Felsrücken hoch über dem Konkordiaplatz, dem Ursprung des Grossen Aletschgletschers. Mit 159 Schlafplätzen ist das im Eigentum der Sektion Grindelwald befindliche Schutzhaus eine der grössten Unterkünfte des Schweizer Alpen-Clubs. Da der Gletscherschwund den Abstand zum Eis kontinuierlich vergrössert, ist der Zugang vom Gletscherbett zur Hütte heute nur über eine spektakuläre, luftige Metalltreppe mit 526 Stufen möglich. Alle Zustiege führen über offenes Spaltengelände und erfordern zwingend eine Hochtourenausrüstung, wobei die gängigste Sommerroute vom Jungfraujoch über den Jungfraufirn rund 4 Stunden in Anspruch nimmt.

Bekleidung / Ausrüstung

  • Bergwanderschuhe (stabil, knöchelhoch, wasserdicht)
  • Hardshell-Jacke und -hose (wind- und wasserdicht – auf dem Jungfraujoch kann es eisig sein)
  • Warme Mittellage (Fleece oder Primaloft)
  • Thermounterwäsche kurz und lang
  • Tourenhandschuhe und Ersatzhandschuhe
  • Mütze und Sturmhaube
  • Sonnenschutzbrille (Gletscherbrille, Kategorie 4)
  • Gamaschen

  • Steigeisen (werden bei Bedarf gestellt)
  • Klettergurt
  • Helm
  • Teleskopstöcke

  • Sonnenbrille
  • Sonnen- und Lippencreme
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Fotoapparat und Powerbank
  • Rucksack (60-80l)
  • Hüttenschlafsack
  • Stirnlampe
  • Toilettenartikel (aufs Minimum reduziert)

  • Steigeisen CHF 50.–
  • Klettergurt CHF 30.–
  • Helm CHF 30.–

FAQ

Den faszinierenden, 20 Kilometer langen und aus 10 Milliarden Tonnen Eis bestehenden weissen Riesen nennt man den Grossen Aletschgletscher. Er ist der längste und grösste Gletscher der Alpen, liegt im UNESCO-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch und entwässert über die Massa ins Wallis. Am Konkordiaplatz treffen insgesamt vier Gletscher aufeinander – dieser Punkt ist das dramatische Herzstück des Trekkings.

Nein. Für das Gletschertrekking Grosser Aletschgletscher benötigst du keine alpintechnischen Vorkenntnisse. Dein Bergführer zeigt dir, wie das Gehen mit Steigeisen funktioniert und wie du dich in der Seilschaft auf dem Gletscher fortbewegen. Wichtig hingegen ist, dass du über Bergwandererfahrung verfügst und dich auch im unwegsamen Gelände trittsicher bewegst.

Die Konkordiahütte SAC (2’850 m) steht auf einem Felsvorsprung direkt über dem Gletscherplateau. Die Leiter vom Gletscher hoch zur Konkordiahütte ist luftig und lang aber gut mit einem Geländer gesichert. Am ehesten erinnert diese an eine Wendeltreppe. Hier ist etwas Schwindelfreiheit gefragt. Die Treppe ist notwendig, weil der Gletscher seit Jahrzehnten schmilzt und das Eis, das früher bis auf Hüttenniveau reichte, heute rund 150 Meter tiefer liegt.

Der Märjelensee ist ein Gletschersee am Rand des Aletschgletschers, der in einem lieblichen Hochtal am Rand des Aletschgletschers liegt. Historisch wurde er vom Eis des Aletschgletschers aufgestaut und war zeitweise grösser als heute. Er ist das Ziel des zweiten Trekkingttags und liegt auf dem Weg zur Fiescheralp und dem Abstieg nach Fiesch.

Ja, du kannst mit Kindern ab 8 Jahren auf diese geführte Tour. Voraussetzung ist gute Kondition für Gehzeiten von 5–7 Stunden. Der Bergführer passt das Tempo an und führt alle Teilnehmer sicher. Das Abenteuer auf dem grössten Gletscher der Alpen ist für Kinder ein absolutes Highlight, weil es Erlebnis und das Bewusstsein für die Natur und Umwelt kombiniert.

Die Gletschertour bieten wir von Ende Juni bis Mitte September an. Im Frühsommer liegt auf dem ersten Tagesabschnitt noch viel Firn – das ist oft angenehmer zu gehen als blankes Eis. Im August und September ist das Eis am deutlichsten sichtbar, die Spalten gut erkennbar, und der Märjelensee ist in voller Sommerstimmung.

Der Grosse Aletschgletscher verliert seit Jahrzehnten kontinuierlich an Länge und Volumen. Wusstest du, dass der Aletschgletscher im Jahr 200 Meter vorwärts fliesst? Gleichzeitig schmilzt er am Ende. Wer dieses Trekking macht, erlebt Klimawandel nicht als abstrakte Zahl, sondern als Landschaft, die sich vor den eigenen Augen verändert.

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