Gletschertrekking Aletschgletscher: Einmal rund um 10 Milliarden Tonnen Eis
Das grösste Gletschersystem der Alpen
Im Schweizer Kanton Wallis in den Berner Alpen finden mutige Alpinisten den grössten und längsten Gletscher des Hochgebirges: den Aletschgletscher. Aber man muss kein mutiger Alpinist sein, um hier unterwegs zu sein. Man muss neugierig sein. Neugierig auf das Knirschen der Steigeisen auf gefrorenem Eis. Auf das Türkisblau, das in den Gletscherspalten aufleuchtet. Auf die Mittelmoränen, die wie dunkle Strassen aus Geröll über das weisse Eisfeld ziehen. Auf die Konkordiahütte, die auf ihrer Aussichtskanzel thront und am Abend von unten angestrahlt wird, als wäre sie ein Leuchtturm im Meer aus Eis.
Ein Gletschertrekking ist eine mehrtägige Tour über Gletscher und durch die hochalpine Bergwelt, meist ohne Gipfelambitionen. Du wanderst von Hütte zu Hütte, überquerst Eisflächen und bewegst dich technisch moderat. Der Bergführer kümmert sich um das Seilhandling und um die Sicherheit.
Klimawandel hautnah
Das ewige Eis der Gletscher scheint nicht mehr ewig zu halten. Der Aletschgletscher verliert pro Jahr mehrere Meter an Länge und Dicke. Wer heute auf seinem Eis geht, sieht Dinge, die die Generation davor nicht gesehen hat – und hinterlässt Spuren auf Eis, das in zwanzig Jahren vielleicht nicht mehr hier ist. Es sind die faszinierenden Phänomene wie die mächtigen Gletscherspalten, das türkisblau strahlende Eis in den Grotten und die spannenden Geschichten rund um den Aletschgletscher, die diesen Tag unvergesslich werden lassen. Der Bergführer kennt dabei nicht nur die Route und kümmert sich um die Sicherheit, er legt sein besonderes Augenmerk auch auf die Schönheiten des Gletschers, vermittelt fundierte Hintergrundinfos und spannende Geschichten.
Die Konkordiahütte: Thronend über dem Gletscherplateau
Mit dem Zug auf das Jungfraujoch. Anschliessend eine grossartige Gletschertour über den Grossen Aletschgletscher zur Konkordiahütte, wohl einer der schönsten Hüttenplätze in den Westalpen. Die Konkordiahütte SAC (2’850 m) steht auf einem Felsvorsprung, der buchstäblich aus dem Gletscherplateau herausragt. Früher war der Gletscher auf Hüttenhöhe – heute führt eine senkrechte Stahltreppe rund 150 Meter hinauf. Die Stufen führen durch die Gitter hindurch, und man sieht die Tiefe. Von hier aus können wir – gutes Wetter vorausgesetzt – die ineinander fliessenden Gletscherströme im Licht der untergehenden Sonne bestaunen.