Kein Vorwissen nötig. Die Route ist durchgehend mit Bohrhaken eingerichtet, kein zusätzliches Sicherungsmaterial nötig. Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Jeder Turm kann umgangen werden – die maximale Schwierigkeit bleibt so unter dem 3. Grad.

Die Galtigentürme sind die wohl beliebteste Kletterroute am Pilatus – und das zu Recht. Der SAC nennt sie «ein absolutes Muss für Luzerner Bergsteiger», das aber auch Auswärtigen wärmstens empfohlen werden kann. Vier Türme, elf Seillängen auf griffigem Kalk, mit einer Schwierigkeit, die vom leichten ersten Gratl im dritten Grad bis zur nahezu senkrechten Verschneidung am vierten Turm stetig steigt. Nach jedem Turm kann die Tour auf einfaches Wandergelände ausgestiegen und bei Bedarf abgebrochen werden. Am Ende wartet ein einzigartiger Abschluss: Vom letzten Turm aus folgt eine alpine Wanderung (T5) über die Eselwand auf den Pilatus Kulm, von wo die Pilatusbahn zurück nach Alpnachstad fährt. Vom Vierwaldstättersee auf den Gipfel des Luzerner Hausbergs – an einem einzigen, vollen Klettertag.
CHF 450.00

Wer von Ämsigen aus zur Mattalp aufsteigt und von dort die vier Türme des Galtigengrats vor sich aufragen sieht, begreift sofort, warum diese Route einen so starken Ruf hat. Sie ist gut sichtbar, klar gegliedert, und in ihrer Dramaturgie ideal gebaut: Der erste Turm ist einfach und animiert. Der zweite ist schöner. Der dritte beginnt ernsthafter zu werden. Und der vierte – mit seiner nahezu senkrechten Verschneidung – ist der Abschluss, der alles zusammenbringt.
Der SAC beschreibt den Galtigengrat als «landschaftlich unübertreffliche Gratkletterei über vier Türme, die sich oberhalb der Mattalp bis zur Rosegg hoch aneinanderreihen». Wer einmal von einem der Türme ins Tiefe geschaut hat – auf den Vierwaldstättersee, auf die Zentralschweizer Voralpen, auf die Häuser von Alpnach tief unten – versteht, was damit gemeint ist.
Die Tour ist ideal für alle, die zum ersten Mal eine längere Mehrseillängenroute klettern wollen – und für alle, die einfach einen schönen Tag auf griffigem Kalk in grandioser Umgebung suchen. Die Bohrhaken sind gut gesetzt, kein zusätzliches Sicherungsmaterial nötig. Die Türme lassen sich beliebig kombinieren oder einzeln abbrechen – wer nach Turm II genug hat, steigt ins Grasgelände aus. Wer alle vier schafft, darf sich auf ein ganz eigenes Finish freuen: die alpine Wanderung über die Eselwand zum Pilatus Kulm, wo die Touristenmassen aus der Seilbahn strömen und einen mit Helmen und Klettergeschirr beäugen, als käme man von einem anderen Planeten.
Seillängen nach Turm:
Kein Vorwissen nötig. Die Route ist durchgehend mit Bohrhaken eingerichtet, kein zusätzliches Sicherungsmaterial nötig. Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Jeder Turm kann umgangen werden – die maximale Schwierigkeit bleibt so unter dem 3. Grad.
Gute Grundkondition für Zustieg ca. 45 Min. ab Ämsigen und ca. 3–4 Std. Kletterzeit. Alpine Wanderung (T5) zur Pilatus Bergstation danach: ca. 45 Min. Gesamtzeit ca. 7 Std.
Kletterroute: Galtigengrat / Galtigentürme I–IV, 11 SL, 3a–4c, ZS– Zustieg ab Ämsigen: ca. 240–300 Hm / 45 Min. Kletterzeit: ca. 3–4 Std. Alpine Wanderung Eselwand: ca. 45 Min. (T5) Gesamtzeit: ca. 7 Std. Treffpunkt: Alpnachstad Pilatusbahn (PB)
Wir treffen uns an der Talstation der Pilatusbahn in Alpnachstad. Mit der Pilatusbahn fahren wir bis zur Mittelstation Ämsigen (1’359 m). Vom Bahnhalt folgen wir dem markierten Weg zur Mattalp (1’601 m), unterqueren die Gleise und steigen auf der anderen Seite durch das Geröllfeld zur Mattalpplatte auf. Dort liegt der Einstieg – direkt am Beginn des markanten Bandes, das nach rechts hochzieht.
Die elf Seillängen der vier Türme klettern wir konsequent durch. Nach jedem Turm entscheiden wir gemeinsam, ob wir weitergehen. Der vierte Turm mit seiner nahezu senkrechten Verschneidung ist das Herzstück – mit 4c die anspruchsvollste Stelle der Route, an Bohrhaken gut gesichert.
Nach Turm IV führt ein gut erkennbarer Weg über die Eselwand (T5, diskret blau markiert) auf den Pilatus Kulm (2’118 m). Der Kontrast zum Touristenbetrieb auf dem Gipfel ist scharf und amüsant. Von Pilatus Kulm Talfahrt mit der Luftseilbahn nach Kriens oder der Zahnradbahn nach Alpnachstad.
Anreise: Zug nach Alpnachstad (SBB), dann Pilatusbahn bis Ämsigen. Mit dem Auto nach Alpnachstad, Parkplatz beim Bahnhof.
Die Galtigentürme sind vier Felstürme am Galtigengrat des Pilatus oberhalb der Mattalp. Sie bieten zusammen 11 Seillängen Genusskletterei auf griffigem Kalk, von Grad 3a bis 4c. Der SAC bezeichnet sie als «die wohl beliebteste Kletterroute am Pilatus» – ein absolutes Muss für alle, die das Mehrseillängenklettern am Luzerner Hausberg erleben wollen.
Die Route verteilt sich auf vier Türme mit kontinuierlich steigender Schwierigkeit. Turm I bewegt sich im Grad 3a–3b, Turm IV erreicht als schwerster Turm 4c an der Verschneidung. Alle Türme sind mit Bohrhaken gut eingerichtet, kein zusätzliches Sicherungsmaterial nötig. Wer die anspruchsvollsten Passagen meiden will, kann jeden Turm auf der Grasseite umgehen und die Schwierigkeit unter dem 3. Grad halten.
Ja – nach jedem Turm besteht die Möglichkeit, auf einfaches Grasgelände auszusteigen und die Tour zu verlassen oder fortzusetzen. Das macht die Galtigentürme ideal für alle Niveaus: Einsteiger geniessen die ersten zwei Türme, Erfahrenere steigen alle vier durch.
Die Eselwand ist der alpine Wanderweg (T5) vom vierten Galtigenturm auf den Pilatus Kulm (2’118 m). Er ist diskret blau markiert und führt durch grasdurchsetztes Felsgelände direkt auf die Aussichtsplattform des Pilatus. Von hier aus nehmen wir die Bahn zurück ins Tal.
Wir fahren mit der Pilatusbahn (Zahnradbahn) von Alpnachstad bis zur Mittelstation Ämsigen hinauf. Das Ticket kostet ca. CHF 25 einfach mit Halbtax. Die Rückfahrt ab Pilatus Kulm – entweder mit der Zahnradbahn nach Alpnachstad oder der Luftseilbahn nach Kriens – kostet ca. CHF 37.50 mit Halbtax. Tickets sind nicht inbegriffen und werden selbst gelöst.
Mai bis Oktober, bei trockenem Kalk. Der Kalk am Pilatus kann bei Nässe rutschig und gefährlich werden – die Tour wird nur bei trockenen Verhältnissen durchgeführt. Im Herbst ist das Gebiet besonders schön: klare Luft, gute Fernsicht, wenig Betrieb.