Sicheres Nachklettern bis 5c. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit auf ausgesetzten Graspassagen. Erfahrung im Abseilen vorausgesetzt.

Die Dent de Broc (1’829 m) ist das kleine Matterhorn der Freiburger Voralpen – ein eleganter, 2 km langer Westgrat, der über dem Greyerzerland aufragt und von der Autostrasse nach Bulle aus schon aus der Ferne den Blick auf sich zieht. Die Klettertour über diesen Grat ist ein Klassiker der Freiburger Kletterwelt: von der Scharte am Col des Combes in abwechslungsreicher Gratkletterei auf dem Westgrat aufwärts – über eine schöne Abfolge leichterer Passagen, einem kurzen Abseiler in eine Scharte, der griffarmen Schlüsselstelle im sechsten Grad, und schliesslich über die luftige Gratschneide zum Gipfel. Die Überschreitung führt danach über den Normalweg nach Gruyères hinunter – das historische Städtchen mit seinem Käse, seiner Schokolade und einem wohlverdienten Abendessen nach einem langen Klettertag.
CHF 420.00

Wer von der Autobahn A12 nach Bulle blickt, sieht es – diesen schlanken, eleganten Zahn, der über dem Greyerzerland aufragt und von allen Seiten einen anderen Charakter zeigt. Von Gruyères aus ist er ein spitzer Felsturm. Von Epagny aus erkennt man, was er wirklich ist: ein 2 km langer Westgrat, der sich vom Col des Combes in luftiger Linie zum Gipfel zieht.
Die Kletterwelt der Freiburger Voralpen ist weniger bekannt als die grossen Klettergebiete der Westalpen – und genau das macht sie interessant. Wenig Betrieb, ursprünglicher Fels, kurze Zustiege und eine Kulisse, die das Mittelland im Norden und die Freiburger Alpen im Süden gleichzeitig zeigt. Die Dent de Broc steht im Zentrum dieser kleinen, feinen Welt.
Der Einstieg liegt am Col des Combes, einer Scharte auf dem Westgrat, erreichbar entweder über das Motelontal (mit dem Fahrrad gut zu fahren) oder ab Pont qui Branle ausserhalb von Epagny in ca. 2 Stunden zu Fuss. Ab dem Einstieg wechseln sich die Geländetypen ab: gut abgesicherter Fels im vierten Grad leitet in den Grat. Ein kurzes Abklettern (Grad III) und danach ein Abseiler von 15 m führen durch eine Scharte, bevor die eigentliche Schlüssellänge beginnt.
Die Schlüsselstelle ist plattig und griffarm – mit 5c die technisch anspruchsvollste Stelle der Route. Sie ist gut mit Bohrhaken abgesichert. Wer sie nicht im Vorstieg klettern möchte, kann sie über ein Couloir rechts im dritten Grad umgehen – und danach zurück auf den Grat. Danach wird die Kletterei einfacher. Die luftige Gratschneide, die zum Gipfel führt, ist ausgesetzt und eindrücklich – kein Fels mehr, aber auch kein Spaziergang.
Der Gipfel liegt auf 1’829 m und bietet eine überraschend weite Fernsicht: die Freiburger Alpen im Süden, das Mittelland bis zum Jura im Norden, das Schloss Gruyères tief unten und, an klaren Tagen, den Genfer See im Westen.
Der Abstieg führt über den steilen Normalweg (T5) hinunter bis zum Col und weiter auf Wanderwegen zurück zum Ausgangspunkt – oder als Überschreitung nach Gruyères. Die Überschreitung ist die schönere Variante: Vom Gipfel durch die steilen Nordflanken des Bergs hinunter ins Städtchen, wo Cailler-Schokolade und Crème double de la Gruyère auf den Abschluss des Tages warten.
Sicheres Nachklettern bis 5c. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit auf ausgesetzten Graspassagen. Erfahrung im Abseilen vorausgesetzt.
Gute Grundkondition. Zustieg ca. 2 Std. ab Epagny, Kletterzeit ca. 3–3.5 Std., Gesamtzeit ca. 7–8 Std.
Kletterroute: Westgrat Dent de Broc, ZS+, 5c (5a obligat) Zustieg: ca. 2 Std. ab Pont qui Branle / Epagny (oder kürzer ab Motelontal mit Bike) Kletterzeit: ca. 3–3.5 Std. Abstieg: ca. 2 Std. zurück zum Ausgangspunkt oder Überschreitung nach Gruyères Gesamtzeit: ca. 7–8 Std.
Treffpunkt ist früh morgens bei Pont qui Branle ausserhalb von Epagny, FR. Der Zustieg führt auf einem Waldweg bis zum Col des Combes, dem Einstieg in den Westgrat.
Am Einstieg: Gurt anlegen, Helm auf, einbinden. Gut abgesicherter Fels ab 4c leitet in den Grat. Wir klettern abwechselnd leichtere und etwas anspruchsvollere Passagen, bis wir die Scharte mit dem Abseiler erreichen. 15 m Abseilen, dann die Schlüsselstelle: plattig, griffarm, 5c – oder Umgehung rechts via Couloir im dritten Grad. Danach luftige Gratschneide und Gehgelände zum Gipfel.
Abstieg über den steilen Normalweg (T5) oder Überschreitung nach Gruyères.
Anreise: Mit dem Auto via A12 Ausfahrt Bulle nach Epagny / Pont qui Branle. Mit dem Zug nach Bulle (SBB), dann Bus oder Taxi nach Epagny.
Die Dent de Broc ist 1’829 m hoch und liegt in den Freiburger Voralpen im Greyerzerland, östlich von Gruyères, in der Gemeinde Epagny. Sie gilt als das «kleine Matterhorn der Freiburger Voralpen» und ist von der Autobahn A12 nach Bulle gut sichtbar.
Der Westgrat wird mit ZS+ (ziemlich schwierig plus) bewertet. Die Schlüsselstelle liegt bei Grad 5c – plattig, griffarm, gut mit Bohrhaken abgesichert. Sie ist rechts über ein Couloir im dritten Grad umgehbar. Der übrige Grat bewegt sich zwischen Grad II und 5a, mit wiederholten steilen Graspassagen, die bei Nässe rutschig und gefährlich sind. Trockener Fels ist Pflichtbedingung.
Die Überschreitung führt nach dem Gipfel nicht zurück zum Ausgangspunkt, sondern über die Nordflanke der Dent de Broc hinunter nach Gruyères. Das ist die schönere Variante: Man beendet den Tag im historischen Städtchen mit Fondue, Crème double und dem Blick zurück auf den Berg, den man gerade überschritten hat. Fahrt mit dem Bus oder Taxi zurück nach Epagny.
Ja. Die Schlüsselstelle (5c, plattig, griffarm) kann über ein Couloir rechts im dritten Grad umgangen werden, danach zurück auf den Grat. Die Umgehung ist eine völlig legitime Variante und schmälert das Erlebnis nicht. Der Bergführer erklärt beide Optionen vor Ort.
Mai bis Oktober, ausschliesslich bei trockenem Fels und trockenem Gras. Im Frühling können noch Schneereste auf dem Normalweg vorhanden sein. Im Herbst ist die Fernsicht am besten. Bei Regenprognose oder feuchtem Untergrund wird die Tour nicht durchgeführt.