Sicheres Klettern im III. Grad sowie Erfahrung im vergletscherten Hochgebirge sind Voraussetzung.

Der Dammastock ist mit 3630 m der höchste Gipfel des Kantons Uri und der ganzen Zentralschweiz, und seine Ostkante bietet eine der eindrücklichsten kombinierten Gletscher- und Klettertouren der Region. Wir übernachten in der abgelegenen, urchigen Dammahütte, überqueren am nächsten Morgen früh den spaltenreichen Dammagletscher und klettern dich über rund sieben Seillängen griffigen Fels im III. bis III+ Grad zum Gipfelgrat und weiter zum Hauptgipfel. Weil die Dammahütte eher abseits im Göscheneralptal liegt, bleibt der Rummel um Route und Hütte angenehm überschaubar, auch wenn die Tour konditionell und klettertechnisch nichts zu wünschen übriglässt.
CHF 840.00

Die Dammakette, im Volksmund auch «Winterberge» genannt, dominiert das gesamte Göschener Tal und beherbergt mit dem Dammastock den höchsten Punkt der Zentralschweiz. Während sich der Berg von Westen her, vom Rhonegletscher aus, eher bescheiden präsentiert, fallen die Wände nach Osten steil zum stark zerklüfteten Dammagletscher ab, genau dort, wo unsere Route verläuft. Das gesamte Gebiet ist hochalpin und bietet einige interessante, in den letzten Jahren fast schon wieder etwas in Vergessenheit geratene kombinierte Anstiege, umso mehr Grund, diesem eindrücklichen Klassiker neues Leben einzuhauchen.
Wir übernachten vor dem Gipfeltag in der Dammahütte SAC, die direkt am Fuss der Moosstöcke liegt und von der Göscheneralp aus in rund 2,5 Stunden über einen gut markierten Weg erreichbar ist. Die Hütte liegt bewusst abseits der grossen Touristenströme des Tals, was sich positiv auf die Ruhe am Berg auswirkt. Das Hüttenteam ist für seine ausgezeichnete Küche bekannt, ein Umstand, den man nach einem langen Zustiegstag besonders zu schätzen weiss. Am Abend besprechen wir gemeinsam die Verhältnisse und den Zeitplan für den bevorstehenden Gipfeltag.
Wir starten mitten in der Nacht mit Stirnlampen und folgen zunächst dem blau-weiss markierten Pfad entlang der Moosstock-Kette, bevor wir den Dammagletscher betreten und ihn westwärts queren. Der untere Teil des Gletschers ist oft steil und kann bei ausgeaperten Verhältnissen blankes Eis aufweisen, weshalb wir hier besonders konzentriert unterwegs sind. Am Fuss der Ostrippe wechseln wir vom Eis in den Fels und klettern über rund sieben Seillängen im III. bis III+ Grad, vorbei an einer markanten Scharte mit einem kurzen Pendelquergang, in zunehmend schöner werdender Kletterei zum Gipfelgrat. Von dort sind es nur noch wenige Meter zum Hauptgipfel auf 3630 m, mit weitem Blick auf die Berner und Walliser Alpen.
Für den Abstieg stehen zwei Varianten zur Wahl: Entweder seilen wir uns über die gut eingerichteten Abseilstationen entlang der Aufstiegsroute zurück zum Gletscher ab, was bei mehreren Seilschaften am Berg allerdings recht zeitaufwendig werden kann, oder wir wählen den deutlich einfacheren Abstieg über den Rhonegletscher zur Belvedere-Kurve am Furkapass. Wir entscheiden situativ und je nach Verhältnissen, welche Variante für unsere Gruppe die passendere ist.
Wir übernehmen die komplette Tourenplanung inklusive Hüttenreservierung, beurteilen die Spaltenlage am Dammagletscher sowie die Verhältnisse an der Ostrippe und wählen den sichersten Zeitpunkt für den Start. Am Fels sichern wir dich seillängenweise, an der Scharte mit dem Pendelquergang begleiten wir dich besonders aufmerksam. Mit einer Seilschaft von maximal 1:2 behalten wir auch bei diesem langen Tag die nötige Übersicht.
Sicheres Klettern im III. Grad sowie Erfahrung im vergletscherten Hochgebirge sind Voraussetzung.
Der Gipfeltag beginnt mitten in der Nacht und kann je nach Verhältnissen und Rückweg bis zu 10 bis 14 Stunden dauern. Eine sehr gute Grundkondition sowie die Bereitschaft für einen langen, konzentrierten Bergtag sind notwendig.
Wir treffen uns in der Göscheneralp und steigen in rund 2,5 Stunden zur Dammahütte auf, wo wir übernachten und den Gipfeltag beim gemeinsamen Nachtessen besprechen.
Wir starten mitten in der Nacht, queren den Dammagletscher und klettern über rund sieben Seillängen die Ostrippe zum Gipfelgrat und weiter zum Hauptgipfel auf 3630 m. Für den Abstieg wählen wir je nach Verhältnissen die Abseilstationen entlang der Route oder den einfacheren Weg über den Rhonegletscher zur Belvedere-Kurve am Furkapass.
Die Dammahütte SAC (2.439 m) ist eine der kleinsten bewarteten SAC-Hütten. Gelegen zuhinterst im Göscheneralptal am Fusse des Dammastocks, bietet sie mit ihren 20 Schlafplätzen ein familiäres Erlebnis. Nach einer sanften Sanierung 2025 erwartet dich hier eine urige Atmosphäre, herzhafte Verpflegung und ein fantastischer Blick auf den Dammagletscher. Besonders Gastfreundlich ist hier der Hüttenwart, der mit herzhaften Kuchen und frischen Getränken seine Gäste empfängt.

Die Kletterei bewegt sich im III. bis III+ Grad über rund sieben Seillängen, kombiniert mit der Querung eines spaltenreichen Gletschers. Insgesamt eine anspruchsvolle, kombinierte Hochtour für Personen mit alpiner Erfahrung.
Der frühe Start erlaubt es uns, den Gletscher zu überqueren, solange der Schnee noch griffig gefroren ist, und rechtzeitig vor allfälligen Nachmittagsgewittern wieder im sicheren Gelände zu sein.
In der Dammahütte SAC am Fuss der Moosstöcke, die für ihre ausgezeichnete Küche und ihre ruhige, abgelegene Lage im Göscheneralptal bekannt ist.
Das entscheiden wir situativ: Der Abstieg über den Rhonegletscher zur Belvedere-Kurve ist einfacher und schneller, das Abseilen entlang der Aufstiegsroute dafür direkter zurück zur Dammahütte. Bei viel Betrieb am Berg bevorzugen wir meist die Variante über den Rhonegletscher.
Je nach gewählter Abstiegsvariante und Verhältnissen zwischen 10 und 14 Stunden ab der Dammahütte.
Erste Erfahrung im alpinen Fels- und Gletschergelände ist von Vorteil, sicheres Klettern im III. Grad solltest du in jedem Fall mitbringen.