Arête du Faucon Le Paradis: Klettertour mit Bergführer im Berner Jura

Klettern am Arete du Faucon in Pery La Heutte

Das Klettergebiet Le Paradis bei La Heutte im Berner Jura ist kein Geheimtipp – und das zu Recht. Wer im Paradis klettert, betritt, wie der SAC schreibt, «legendären Boden». Der Sektor gehört zu den historisch bedeutendsten Klettergärten der Schweiz: Hier wurde die Geschichte des Kletterns im Jura geschrieben, von den ersten Routen in den 1970er-Jahren bis zu den schwierigen Überhanglinien der modernen Szene. Die Arête du Faucon – der Falkengrat – ist die zugänglichste und gleichzeitig schönste Mehrseillängenroute des Gebiets: rund 6 bis 9 Seillängen auf griffigem Jurakalk, von der Risszone an der Basis über den luftigen Grat bis zum Ausstieg, mit maximal 4c und durchgehend gut gesichertem Fels. Eine ideale Einstiegstour ins Mehrseillängen-Klettern, aber auch für Erfahrene ein lohnender Halbtag – besonders im Frühling und Herbst, wenn der Jurakalk trocken und warm ist und die Gemsen auf den Felsen nebenan zuschauen.

  • 01.06.2026 – 31.12.2030
  • 1 Tag
  • Péry-La Heutte, Schweiz
  • 1 - 2 Teilnehmende

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CHF 390.00

Wunschzeitraum

Dauer: 1 TagMöglich: 01.06.2026 – 31.12.2030
Davide Guzzardi
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Beschreibung

Anforderungen

Technik

Klettern Erfahrung

Erste Erfahrung im Vorstieg oder sicheres Nachklettern bis Grad 4c. Routine mit Sicherungsgerät und Seilschaft. Die Route ist gut gesichert und für Einsteiger ins Mehrseillängenklettern ideal geeignet.

Kondition

Ausdauer

Zustieg ca. 10-20 Minuten ab Parkplatz. Kletterzeit ca. 2-3 Stunden. Abstieg zu Fuss in max. 10 Minuten. Kein alpines Konditionserfordernis.

Programm

Kletterzeit: ca. 2-3 Std. – Seillängen: 6-9 (je nach Variante) – Schwierigkeit: TD- / 4c – Zustieg: ca. 10-20 Min.

Treffpunkt ist am Morgen am Parkplatz La Heutte / Golons unterhalb des Klettergebiets. Nach einem kurzen Materialcheck und einer Einführung ins Gebiet folgen wir dem kurzen Waldpfad hinauf zum Wandfuss. Der Einstieg liegt im rechten Teil des Klettergartens – gut sichtbar, markiert.

Die ersten beiden Seillängen (4b, 4c) führen entlang einer auffälligen Risszone nach oben auf den Grat. Sie sind der steilste und technisch anspruchsvollste Teil der Route. Danach treten wir auf den eigentlichen Grat – griffig, strukturiert, luftig. Von hier folgen vier bis fünf weitere Seillängen (4c, 4c, 4a, 3b) dem Grat entlang bis zum Ausstieg. Alle Stände sind mit Bohrhaken eingerichtet, die Absicherung ist gut.

Am Ausstieg angekommen: Blick zurück auf den Grat, kurze Verschnaufpause, dann der Fussabstieg durch den Wald zurück zum Einstieg. Von hier aus können wir, je nach Lust und Zeit, weitere Routen im Gebiet klettern oder den Tag am Klettergarten ausklingen lassen.

Anreise: Mit dem Auto via Biel/Bienne Richtung La Heutte, Parkplatz beim Klettergarten Golons ausgeschildert. Mit dem Zug bis Biel, dann Bus nach La Heutte (Postauto, ca. 15 Min.). Gut erreichbar ab Bern (ca. 45 Min.) und Zürich (ca. 1.5 Std.).

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA-zertifizierter Bergführer oder Kletterlehrer
  • Tourenplanung und Wetterkonsultation
  • Seilschaft 1:1 bis 1:2
  • Seil und Gruppenmaterial

  • An- und Abreise (La Heutte / Golons)
  • Versicherungen
  • Persönliche Ausrüstung
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Bekleidung / Ausrüstung

  • Kletterhose oder sportliche Hose
  • Langarmshirt oder leichte Fleecejacke (Jura kann morgens kühl sein)
  • Winddichte Schicht (für den Grat)
  • Dünne Handschuhe (optional, für kühlere Tage)
  • Sonnenbrille

  • Kletterschuhe
  • Klettergurt
  • Helm (obligatorisch – Steinschlaggefahr vorhanden, besonders bei mehreren Seilschaften)
  • 2-3 Schraubkarabiner
  • Abseilgerät und Prusikschlinge
  • Leichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe im Rucksack (für Abstieg)

  • Rucksack 20-30 l
  • Trinkflasche
  • Sonnencreme und Lippenpflege
  • Stirnlampe (für frühe Starts oder späte Abstiege)
  • Energieriegel und Verpflegung

  • Klettergurt CHF 30.-
  • Helm CHF 30.-
  • Kletterschuhe CHF 20.-
  • Abseilgerät CHF 15.-

FAQ

Le Paradis ist ein Klettergebiet bei La Heutte im Berner Jura, rund 780 m über Meer. Es gilt als eines der historisch bedeutendsten Klettergebiete der Schweiz – der SAC bezeichnet es als «das Urgestein, in dem die Geschichte des Kletterns im Jura eingeritzt ist». Das Gebiet bietet Routen von 4a bis 7a+, die Arête du Faucon ist die bekannteste und zugänglichste Mehrseillängenroute.

Die Route hat eine maximale Schwierigkeit von 4c UIAA und gilt insgesamt als leichte Mehrseillängentour. Die ersten beiden Seillängen (4b, 4c) in der Risszone sind die technisch anspruchsvollsten, der Grat selbst bewegt sich überwiegend im Bereich 3b bis 4c. Alle Stände sind mit Bohrhaken eingerichtet, die Absicherung ist gut. Für Einsteiger ins Mehrseillängenklettern ist die Route ideal.

Je nach Variante und Zusammenhängen der Seillängen kommt man auf 6 bis 9 Seillängen. Die Gesamtlänge beträgt rund 120 m. Die ersten zwei Seillängen können bei guter Seilführung zusammengehängt werden, ebenso einige der leichteren Gratpassagen.

Der Fels im Le Paradis enthält stellenweise lockere Stellen und einzelne brüchige Passagen. Wenn mehrere Seilschaften gleichzeitig in der Wand klettern, steigt die Steinschlaggefahr. Helm tragen ist obligatorisch. Auf Partien direkt unter anderen Kletterern verzichten oder warten bis diese weitergeklettert sind.

Die Route ist von April bis November kletterbar, bei gutem Wetter teils auch im Winter. Am schönsten ist sie im Frühling (April, Mai) und Herbst (September, Oktober), wenn der Jurakalk trocken und warm ist. Im Hochsommer kann es in der Südwand sehr heiss werden – früh starten empfohlen. Nach Regen können einzelne Stellen speckig oder nass sein.

Ja – Le Paradis bietet ein breites Angebot. Wer morgens den Falkengrat klettert, hat nachmittags Zeit für kürzere Singlerouten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Alternativ lässt sich die Tour mit einem anschliessenden Kletterkurs oder einem Besuch im Klettergarten La Heutte kombinieren. Das Gebiet hat Feuerstellen und Sitzgelegenheiten – ein schöner Ort, um den Tag ausklingen zu lassen. Gerne können wir den Tag mit Klettertechnik ergänzen, falls Lust und Kraft nach der Tour noch vorhanden sind.

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