Es wird keine Hochtouren Erfahrung vorausgesetzt. Lediglich etwas Trittsicherheit ist vorausgesetzt.

Das Vrenelisgärtli im Glarnerland ist ein ideales Ziel für alle, die ihre ersten Schritte im Hochtouren wagen möchten. Diese zweitägige Tour vereint alle Facetten des Alpinismus und führt dich über grüne Wälder und Wiesen, durch schuttiges Gletschervorfeld, über Eis und Schnee auf dem Glärnischfirn bis hin zu einer kurzen Kraxelstelle mit Gipfelgrat. Du wirst dabei alle Aspekte des Bergsteigens erleben und eine grandiose, vielfältige Bergtour geniessen können.
CHF 540.00

Die imposant steil aufsteigenden Wände im Glärnisch und die wilden und doch besiedelten Täler laden ein und weisen gleichzeitig ab. Vielleicht sind diese Berge deshalb so sagenumwoben und erzählen so viele Geschichten – die einen düster und schrecklich, andere wiederum sanft und einladend. Die Hochtour auf das Vrenelis Gärtli gehört zu letzteren: sanft und einladend, aber dennoch mit allen Elementen einer echten Hochtouren-Erfahrung.
Das markante weisse Gipfelschneefeld ist von Zürich aus gut sichtbar und macht das Vrenelisgärtli zu einem wahrhaft sagenhaften Glarner Gipfelziel mit atemberaubenden Aussichten. Die Route lässt sich übrigens gut mit einer Besteigung des Ruchens kombinieren, falls du noch mehr alpine Abenteuer suchst.
Am ersten Tag führt uns der Weg vom satten Grün am idyllischen Klöntalersee vorbei am pittoresken Alphüttendorf Käsern durch eine steile Flanke mit seltenen Alpenblumen hinauf zur gemütlichen Glärnisch-Hütte. Dort werden wir vom Hüttenwirt «Fridli» perfekt bewirtet und du kannst dich auf die zweite Etappe vorbereiten.
Der zweite Tag beginnt mit dem Gang durch die Steinwüste des Gletschervorfelds, bevor wir das versteckte Tal zwischen Ruchen und Bächistock betreten. Mit Steigeisen stapfen wir über den einfachen Glärnischfirn, der abgesehen von ein paar Spalten harmlos und wenig steil ist. Der Nervenkitzel kommt beim Schwandergrat und bei der Traverse auf dem Verbindungsgrat zwischen Schwandergrat und Gipfelaufbau. Der Ab- und Aufstieg vom Schwandergrat zum Verbindungsgrat ist neuerdings mit zwei Ketten gesichert, die für Auf- und Abstieg getrennt sind.
Der steile Abstieg entlang des Schwandergrats lässt unser Herz zwar kurz schneller schlagen, aber nachdem wir diese Herausforderung gemeistert haben, wird die Traverse auf dem Verbindungsgrat zum Gipfelaufbau fast schon spielerisch. Wir hangeln uns luftig an den Eisenketten hinunter und erobern in einfacher Kletterei das charakteristische Dach des namhaften Gipfels. Die Überwindung wird dich mit einem unvergesslichen Blick in die Ferne vom Gipfel aus belohnen.
Es wird keine Hochtouren Erfahrung vorausgesetzt. Lediglich etwas Trittsicherheit ist vorausgesetzt.
Kondition für Aufstiege von rund 1200 Hm Aufstieg pro Tag
Der erste Tourentag startet am hinteren Ende des Klöntals, wo eine schmale Bergstrasse zur Chäseren Alp hinaufführt. Das lokale Taxi bringt uns bequem zu diesem Ausgangspunkt. Von dort aus erwartet uns der Aufstieg zur Glärnischhütte auf 1990 m Höhe. In Serpentinen windet sich der gut ausgebaute Pfad zur hoch über dem Tal thronenden Bergunterkunft. Nach etwa zwei Stunden und 800 Hm werden wir mit einem herrlichen Panorama und einer stimmungsvollen Abendatmosphäre belohnt.
Am zweiten Tag brechen wir bereits im ersten Tageslicht zum eigentlichen Ziel auf – dem 2905 m hohen Vrenelisgärtli. Zunächst folgen wir deutlichen Wegspuren, bevor wir auf dem kleinen Glärnischfirn im Schnee zum Schwandner Grat voranschreiten. Eine kurze Steilstufe führt uns dann, am Seil des Bergführers gesichert, hinunter zum Verbindungsgrat. Über diesen hinweg erreichen wir den Aufschwung zum Hauptgipfel. Erst durch die Flanke, dann durch eine kurze Rinne kraxeln wir hinauf zum aussichtsreichen Gipfel, der majestätisch über dem Glarnerland aufragt. Der gewaltige Tief- und Rundblick entschädigt für jeden Schweisstropfen. Der Rückweg führt über dieselbe Route zur Hütte zurück, wo nach einer wohlverdienten Pause der finale Abstieg zum Klöntalersee beginnt. Insgesamt erwarten uns etwa sieben Stunden Gehzeit mit 1000 m Aufstieg und 1700 m Abstieg.
Die auf 1.990 Metern gelegene Glärnischhütte des SAC ist der perfekte Ausgangspunkt für Bergerlebnisse im Glarnerland. Eingebettet in das imposante Glärnischmassiv und direkt am sagenumwobenen Vrenelisgärtli, begeistert die Hütte Wanderer wie auch ambitionierte Alpinisten. Geniesse nach einem abwechslungsreichen Aufstieg aus dem Klöntal die herzliche Gastfreundschaft und das atemberaubende Panorama. Die Hütte ist nicht nur ein idealer Zwischenstopp für Hochtouren, sondern bietet mit Klettergarten und Bouldermöglichkeiten in Hüttennähe auch tolle Alternativen für Kletterbegeisterte.
Das Vrenelisgärtli ist 2905 m hoch
Die Besteigung des Vrenelisgärtli wird allgemein als wenig schwierig (WS) nach der SAC-Schwierigkeitsskala für Hochtouren eingestuft. Diese Bewertung macht die Tour zu einer idealen Aufbautour für Hochtoureneinsteiger.
Die beste Periode für die Besteigung des Vrenelisgärtli ist eindeutig der Hochsommer von Juli bis September.