Vorstiegsklettern bis Grad 4c, sicheres Nachklettern bis Grad III. Erfahrung in Mehrseillängenrouten von Vorteil. Abseilroutine vorausgesetzt.

Der Trotzigplanggstock (2’152 m) und der Wichelplanggstock (2’206 m) sind zwei kompakte Felszähne im hinteren Sustengebiet, verbunden durch einen kurzen Verbindungsgrat aus solidem Urner Gneis. Die Überschreitung startet mit dem Südgrat des Trotzigplanggstocks – einer direkten, gut gesicherten Linie bis zum vierten Grad – und führt weiter über den Verbindungsgrat auf den höheren Wichelplanggstock. In einer vollen Tagestour verbindet man damit zwei charaktervolle Gipfel, eine scharfe Gratüberschreitung und das eindrückliche Gelände der Urner Alpen. Die Tour eignet sich für alle, die nach einem Mehrseillängen-Einstieg oder einem griffigen Allroundtag im Urner Gneis suchen – abseits der grossen Klettergebiete, mit wenig Betrieb und grossem Erlebnis.
CHF 750.00

Der Trotzigplanggstock und der Wichelplanggstock sind zwei jener Kletterziele, die man nicht auf den grossen Listen findet – und die man, wenn man einmal dort war, mit besonderer Wärme in Erinnerung behält. Das Sustengebiet liefert einen Gneis, der rau ist, griffig und verlässlich. Die Routen sind klar und logisch. Die Hänge um die Gipfel herum sind still. An Wochentagen begegnet man hier vielleicht einer anderen Seilschaft, vielleicht auch keiner.
Wir steigen die Tour als Überschreitung: Aufstieg über den Südgrat des Trotzigplanggstocks – die technisch abwechslungsreichere und schönere der beiden Seiten, mit Stellen bis zum vierten Grad und einigen charaktervollen Klettermomenten auf dem Grat. Nach dem Trotzigplanggstock traversieren wir über den Verbindungsgrat in Richtung Wichelplanggstock, der mit 2’206 m der höhere der beiden Gipfel ist. Der Übergang ist kürzer als er von unten aussieht – die Route läuft flüssig durch, ohne lange Gehanpassagen.
Der Abstieg erfolgt auf dem Normalweg, je nach Verhältnissen über gesicherte Abseilstellen oder auf Fussweg. Zurück am Parkplatz wartet – wer vorausgedacht hat – ein kühles Getränk aus der Kühlbox.
Vorstiegsklettern bis Grad 4c, sicheres Nachklettern bis Grad III. Erfahrung in Mehrseillängenrouten von Vorteil. Abseilroutine vorausgesetzt.
Gute Grundkondition für Zustieg und Klettertag. Gesamtzeit ca. 10-12 Stunden.
Kletterroute: Südgrat Trotzigplanggstock (4c, TD-) + Verbindungsgrat + Wichelplanggstock (3b) Gesamtgehzeit: ca. 6–8 Std. Zustieg: ca. 45 Min. Schwierigkeit: TD- / 4c
Treffpunkt ist am Morgen am Parkplatz im Sustengebiet. Nach dem Materialcheck und einem kurzen Zustieg durch Alpwiesengelände erreichen wir den Wandfuss des Trotzigplanggstocks. Wir seilen an, legen die Helme auf und beginnen den Einstieg in den Südgrat.
Die ersten Seillängen führen in direkter Linie nach oben – Gneis, griffig, mit zunehmend luftigeren Passagen. Die Schlüsselstellen im vierten Grad sind gut gesichert, die Stände eingerichtet. Nach dem Trotzigplanggstock kurze Rast, dann weiter auf dem Verbindungsgrat zum Wichelplanggstock. Oben: Blick auf Sustenhorn, Dammastock und die Urner Alpen.
Abstieg über den Normalweg, entweder auf Fussweg oder über eingerichtete Abseilstellen.
Anreise: Mit dem Auto über Andermatt oder Wassen ins Sustengebiet. Parkplatz an der Sustenstrasse.
Der Trotzigplanggstock (2’152 m) und der Wichelplanggstock (2’206 m) sind zwei Felsköpfe im Urner Sustengebiet. Sie sind durch einen kurzen Verbindungsgrat verbunden und bieten zusammen eine kompakte Gratüberschreitung auf gutem Urner Gneis. Der Trotzigplanggstock wird über den Südgrat bestiegen (bis 4c), der Wichelplanggstock schliesslich über den Verbindungsgrat.
Die Gesamtroute wird mit TD- (très difficile minus) bewertet. Die Schlüsselstelle liegt am Südgrat des Trotzigplanggstocks bei Grad 4c, die restliche Kletterei bewegt sich zwischen 3a und 4a. Der Verbindungsgrat und der Wichelplanggstock sind einfacher (bis 3b). Sicheres Nachklettern bis Grad III und Abseilroutine werden vorausgesetzt.
Die Tour ist von Juni bis Oktober möglich. Bei trockenem Fels – also ab Mitte Juni bis in den Herbst – sind die Verhältnisse optimal. Im Frühsommer können Schneereste im Zustieg vorhanden sein.
Ja. Der Südgrat des Trotzigplanggstocks ist als Einzeltour buchbar und dauert entsprechend kürzer. Für alle, die die Überschreitung zum Wichelplanggstock zeitlich oder konditionell nicht anpeilen, ist das eine vollwertige Alternative.