Solide Skitourenerfahrung. Sichere Spitzkehren in Steillagen bis 35°.

Südlich vom Gotthardmassiv und nördlich vom Maggiatal windet sich das Valle Bedretto zwischen Airolo und dem Nufenenpass – eines der schneesichersten und gleichzeitig am wenigsten bekannten Skitouren-Täler der Schweiz. Die Gipfel tragen klangvolle italienische Namen, die Sprache wechselt, und spätestens beim Espresso in der Osteria in Airolo oder beim Abendessen im Ristorante All’Acqua ist klar: Wir sind in einer anderen Welt. Meterhohe Schneelasten auf alten Steinhäusern, der halb gefrorene Ticino im Talboden, Stille. Das Bedrettotal ruht im Winter in sich selbst – und bietet Tourmöglichkeiten, wie man sie sich kaum besser wünschen kann. Nord- und Südhänge, flache Rücken und steile Couloirs, Hüttennächte auf der Piansecco und lange Tal-zu-Tal-Abfahrten. In drei Tagen holen wir das Beste heraus.
CHF 1'020.00

Das Valle Bedretto liegt im Nordtessin, wo der Schweizer Alpenbogen seine grössten Schneemengen deponiert. Was das für Skitouren bedeutet: Man findet hier oft noch Pulver, wenn der Rest der Schweiz längst auf verharschtem Altschnee unterwegs ist. Die Hanglage des Tals erlaubt es dabei, täglich neu zu wählen: schattiger Nordhang für Tiefschnee, sonniger Südhang für Firn. Das ist kein Zufall, das ist das Einzugsgebiet des Gotthards.
Das Tal hat ausserdem einen Vorteil, der in anderen Gebieten selten so deutlich zu spüren ist: Die Ausgangspunkte liegen direkt im Tal, der erste Schritt auf Felle geschieht buchstäblich vor der Haustüre. Das Ristorante All’Acqua in der Dorfsiedlung All’Acqua ist das klassische Basislager – einfach, herzlich, tessinerisch, mit Abendessen, die nach einem langen Tourentag genau das Richtige sind.
Wir führen diese dreitägige Tour als kombiniertes Ski- und Splitboard-Programm. Splitboarder sind nicht eine Randgruppe, sondern gleichwertiger Teil der Seilschaft – das Bedrettotal mit seinen weiten, offenen Hängen ist für Splitboards ideal.
Das Tal hat drei SAC-Hütten, die je nach Tour und Etappe als Ziel oder Mittagsrast dienen:
Die Capanna Piansecco (2’282 m) ist die bekannteste und zugänglichste – ein obligatorischer Stopp für alle, die das Bedrettotal kennenlernen. Sie liegt auf einem Felsplatten über dem Tal, erreichbar über einen steilen Waldaufstieg und dann über offene, sonnige Hänge.
Die Capanna Cristallina (2’575 m) ist das Ziel des zweiten Tourentages – eine der schönsten Hochgebirgshütten des Tessins, eingebettet zwischen Bavonatal und Bedrettotal, bekannt für ihre Tessiner Küche und ihre Abendstimmung.
Solide Skitourenerfahrung. Sichere Spitzkehren in Steillagen bis 35°.
Gute Ausdauer für Tagesetappen mit 1'000–1'350 Hm Aufstieg. Tempo ca. 350 Hm/h. Tage 2 und 3 sind volle Tourentage.
Aufstieg: ca. 800 Hm – Gehzeit: ca. 3–4 Std. – Anforderung: L/WS
Treffpunkt ist um 18:00 Uhr zum Abendessen im Ristorante All’Acqua (1’608 m), Endstation der Nufenenpassstrasse im Winter. Wer es einrichten kann, reist früh genug an für die Eingehtour: Durch lichte Lärchenwälder steigen wir zur Alpe Val d’Olgia auf und weiter in Richtung Piz Grandinagia. Keine extreme Tour – aber der beste Weg, das Tal kennenzulernen, die Lawinensituation einzuschätzen und in den Rhythmus des Bedrettos zu kommen. Abfahrt zurück nach All’Acqua. Abendessen, Tourenbesprechung für Tag 2.
Anreise: Zug nach Airolo (SBB Gotthard-Linie), dann Postauto ins Valle Bedretto bis All’Acqua. Mit dem Auto via A2 bis Airolo, dann Kantonsstrasse bis zur Wintersperre (All’Acqua ist die letzte ganzjährig erreichbare Siedlung).
Aufstieg: 1’200 Hm – Abfahrt: 1’200 Hm – Gehzeit: ca. 4 Std. – Anforderung: ZS
Direkt vor der Haustüre geht es los. Die Spur führt zunächst steiler durch den Wald zur Capanna Piansecco – ein kurzer Halt für Kaffee und Blick auf die Route. Danach über offene, sonnige Hänge zum Gerenpass. Auf der Nordseite wechselt die Welt: Hier liegt meistens noch Tiefschnee, wenn die Südhänge längst in Firn übergegangen sind. Über den kleinen Chüeboden-Gletscher steigen wir zum Poncione di Cassina Baggio (2’814 m) auf.
Oben: ein herrlicher Tiefblick ins Bedrettotal und die Nachbargipfel ringsum. Die Abfahrt über den Nordhang und zurück ins Tal ist die Belohnung für die kleinen Mühen des Aufstiegs. Ein kurzer Transfer talabwärts nach Ossasco – wo der zweite Aufstieg beginnt oder die Gruppe sich erholt, je nach Kondition.
Aufstieg: 1’350 Hm – Abfahrt: 1’350 Hm – Gehzeit: ca. 4.5 Std. – Anforderung: WS/ZS
Der dritte Tag beginnt von Ossasco aus. Durch das einsame Val Torta – ein stilles Seitental, kaum begangen, mit einer eigenen Atmosphäre aus Lärchen und offenen Schneehängen – steigen wir auf zum Passo Cristallina und weiter zur Capanna Cristallina (2’575 m). Die Hütte bietet die verdiente Mittagspause: Tessiner Küche, warme Polenta, Minestrone.
Der Weg zurück ins Tal wird je nach Kondition und Schneelage mit einer Abfahrtsvariante ergänzt – das Bedrettotal bietet an diesem Punkt mehrere Optionen. Heimreise am Nachmittag ab All’Acqua oder Airolo.
„Südländisches Flair trifft auf modernen alpinen Komfort: Die Capanna Piansecco SAC präsentiert sich nach ihrer umfassenden Renovierung im Jahr 2020 in einem stilvollen neuen Holzkleid. Am Südfuss des majestätischen Pizzo Rotondo gelegen, verbindet die Tessiner Berghütte gemütliche, kleinere Zimmer mit herzhafter, regionaler Küche. Die grosse Aussichtsterrasse lädt dazu ein, den Tag bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen, während der Blick weit über das wildromantische Bedrettotal schweift.

Die Capanna Cristallina CAS liegt auf 2’575 m ü. M. direkt auf dem gleichnamigen Pass, der das Bedrettotal auf natürliche Weise vom Val Bavona (Maggiatal) trennt. Das im Jahr 2002 als moderner Holz-Neubau eröffnete Schutzhaus des CAS Ticino verfügt über 100 bis 120 komfortable Schlafplätze, aufgeteilt in kleinere Mehrbettzimmer, sowie moderne Waschräume mit Warmwasserduschen. Der nordseitige Normalweg startet im Bedrettotal in Ossasco und führt über das Val Torta in rund 3,5 Stunden zur Hütte (Schwierigkeit T2, +1’100 hm). Als stark frequentierter, zentraler Tessiner Knotenpunkt dient die Hütte als wichtiger Etappenort für alpine Passwanderungen sowie als Basislager für Ski- und Bergtouren auf den Pizzo Cristallina (2’912 m ü. M.) oder den Basodino-Gletscher.

Das Valle Bedretto ist ein Seitental des Tessins zwischen Airolo und dem Nufenenpass. Es liegt südlich des Gotthardmassivs und gehört zu den schneesichersten Skitouren-Regionen der Schweiz. Im Winter ist die Nufenenpassstrasse ab All’Acqua gesperrt – was das Tal ruhig und ungestört hält. Die Gipfel tragen italienische Namen, die Küche ist tessinerisch, der Schnee ist reichlich.
Das Bedrettotal kombiniert Nord- und Südhänge in unmittelbarer Nähe. Das bedeutet: Bei trockenem Wetter fahren wir den Südhang mit schönem Firn, bei Neuschnee nehmen wir den Nordhang für Tiefschnee. Dazu grosse Schneemengen durch die Gotthardlage, kurze Zustiege ab Tal und Tessiner Gastfreundschaft als Abendprogramm. Eine Kombination, die selten ist.
Ja! Das Gelände im Bedrettotal – weite, offene Hänge, moderate Steilheit, keine engen Couloirs auf der Normalroute – ist ideal für Splitboards. Wir planen die Touren so, dass Ski- und Splitboarder gleichwertig unterwegs sind.
Januar bis April. Im Januar und Februar ist der Schnee am tiefsten und lockersten – aber auch die Tage am kürzesten. März und April bieten längere Tage, wärmere Temperaturen und oft fantastischen Firn auf den Südhängen. Die beste Gesamtkombination aus Schnee, Licht und Wärme ist meist März.