Schreckhorn Hochtour

Schreckhorn vom Gross Diamantstock

Das Schreckhorn (4’078 m) gilt als einer der schwierigsten Normalwege auf einen Schweizer Viertausender. Der Berg thront eigenständig über dem Grindelwaldtal und ist von weit her als spitzer, dunkler Felspfeiler erkennbar. Die Besteigung ist kein Unterfangen für Einsteiger: Schon der Zustieg zur Schreckhornhütte über wilde Moränen und steile Geröllfelder fordert Ausdauer und Trittsicherheit. Was folgt, ist ein langer Gipfeltag über kompakten Gneis, kombiniertes Firn und Fels Gelände und einen exponierten Gipfelgrat. Wer das Schreckhorn besteigt, hat eine der grossen Hochtouren der Berner Alpen geschafft!

  • 01.07.2026 – 30.09.2026
  • 3 Tage
  • Grindelwald, Schweiz
  • 1 Teilnehmende

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CHF 2'370.00

Wunschzeitraum

Dauer: 3 TageMöglich: 01.07.2026 – 30.09.2026; 01.07.2027 – 30.09.2027; 01.07.2028 – 30.09.2028; 01.07.2029 – 30.09.2029; 01.07.2030 – 30.09.2030
Davide Guzzardi
Fragen? Davide hilft gerne weiter
Beschreibung

Impressionen

Anforderungen

Technik

Hochtouren Erfahrung

Fortgeschritten, mit Erfahrung im Umgang mit Seil und Pickel. Erfahrung auf weitere Touren der Schwierigkeit ZS von Vorteil.

Kondition

Ausdauer

Kondition für ganztägige Aufstiege mit Gepäck

Programm

Aufstieg: ca. 1’500 Hm. Gehzeit: 5-6 Std. Anforderung: T5

Wir treffen uns am Morgen in Grindelwald oder an der Bergstation der Pfingsteggbahn und starten gemeinsam zum Hüttenzustieg. Der Weg führt durch eines der wildromantischsten Hochgebirgsgelände der Berner Alpen: vorbei an Almweiden und über erste Geröllpassagen, dann über alte Gletschermoränen und immer spärlicher werdendes Grün bis in die karge, steile Hochgebirgswelt direkt unter dem Schreckhorn.

Der Zustieg ist fordernd und darf nicht unterschätzt werden. Er ist bereits ein vollwertiger Bergtag und gibt uns gleichzeitig Zeit, uns kennenzulernen und das Tempo für die nächsten Tage zu finden. Auf der Schreckhornhütte angekommen, beziehen wir unser Lager, geniessen ein warmes Abendessen und besprechen gemeinsam den Gipfeltag. Früh schlafen ist Pflicht: Der Wecker klingelt noch tief in der Nacht. Anreise: Mit dem Zug oder Auto über Bern und Interlaken nach Grindelwald. Parkplatz an der Talstation der Pfingsteggbahn (kostenpflichtig). Mit der Pfingsteggbahn zur Bergstation.

Aufstieg: ca. 1’550 Hm. Abstieg: ca. 1’550 Hm. Gehzeit: 8-11 Std. Schwierigkeit: ZS+. II.III

Noch vor Sonnenaufgang brechen wir auf. Im Schein der Stirnlampen steigen wir von der Hütte auf die Moräne ab und erreichen den Gletscher «Obers Ischmeer». Zwei weithin sichtbare Leuchtpunkte markieren den Aufstieg Richtung Gaag (ca. 3’200 m). Über Schneefelder und Geröll gewinnen wir an Höhe und erreichen den Schreckfirn. Diesen traversieren wir in nördlicher Richtung, bis bei etwa 3’460 m ein roter Punkt den Einstieg in den Südgrat markiert.

Ab hier beginnt die eigentliche Felskletterei auf festem, rötlichem Gneis im zweiten bis dritten Grad. Der Fels ist kompakt und griffig. Fixe Schlingen und Haken sichern die Schlüsselstellen, alle zwanzig Meter sind Abseilstellen eingerichtet. An der Schulter gibt das Gelände kurz nach, bevor sich der Grat weiter zieht bis auf den breiten Gipfel des Schreckhorns. Auf 4’078 m empfängt uns ein Panorama, das die ganze Wucht der Berner Alpen zeigt: Finsteraarhorn und Lauteraarhorn in nächster Nähe, das berühmte Dreigestirn aus Eiger, Mönch und Jungfrau, dahinter Weisshorn und Matterhorn. Nach einer kurzen Gipfelrast beginnt der Abstieg auf derselben Route. Er fordert dieselbe Konzentration wie der Aufstieg und braucht entsprechend Zeit. Zurück auf der Schreckhornhütte: ein warmes Essen, ein kühles Getränk und das Bewusstsein, eine der grossen Hochtouren der Schweiz abgeschlossen zu haben.

Abstieg: ca. 1’500 Hm. Gehzeit: 4-5 Std.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Rückweg ins Tal. Der Abstiegsweg führt durch dasselbe hochalpine Gelände wie der Zustieg, zeigt aber aus dieser Richtung nochmals andere Perspektiven. Mit jedem Höhenmeter wird das Gelände grüner, die Luft wärmer. In Grindelwald angekommen: Verabschiedung nach einer intensiven und unvergesslichen Dreitagestour auf einen der wildesten Viertausender der Alpen.

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA zertifizierter Bergführer
  • Hüttenbuchungen
  • Tourenvorbereitung, Routenbesprechung und Wetterkonsultation
  • Seilschaft 1:1
  • Fotoreportage
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise (Grindelwald. Pfingsteggbahn)
  • Hüttenübernachtungen mit HP
  • Persönliche Ausrüstung
  • Versicherungen
  • Alles was nicht unter «Leistungen» angegeben ist

Unterkunft

Die Schreckhornhütte SAC (2530 m ü. M.) liegt inmitten des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Weitab vom touristischen Tal, bietet diese hochalpine Unterkunft am Rande des Grindelwaldgletschers einen spektakulären Panoramablick auf die Berner Hochalpen. Gäste schätzen die Ruhe, die unberührte Natur und die oft grasenden Steinböcke direkt vor der Haustür. Der anspruchsvolle, blau-weiss markierte Hüttenweg ab der Pfingstegg gilt landschaftlich als einer der schönsten und lohnendsten in den Schweizer Alpen. Er erfordert Trittsicherheit und Kondition, belohnt den Aufstieg jedoch mit einem atemberaubenden Panorama. Als idealer Ausgangspunkt für Tourengänger bietet die Hütte Zugang zum Schreckhorn, dem Lauteraarhorn und weiteren alpinen Gipfeln.

Bekleidung / Ausrüstung

  • Hard Shell Jacke
  • Ersatzunterwäsche (die wärmste, die du hast)
  • Warme Tourenhose, warmes Base Layer u. Pullover
  • Soft Shell oder Fleecejacke
  • Mütze, Handschuhe, Sturmhaube

  • Helm
  • Steigeisen mit Antistoll
  • Teleskopstöcke
  • Steigeisenfeste oder bedingt steigeisenfeste Schuhe
  • Eispickel
  • Klettergurt
  • Bandschlinge 120m
  • 2 Schraubkarabiner

  • Sonnenbrille
  • Skibrille
  • Sonnen- und Lippencreme
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Ev. Fotoapparat und Powerbank
  • Rucksack (30-50l)
  • Hüttenschlafsack für die Übernachtung

  • Eispickel, CHF 50,-
  • Steigeisen, CHF 50,-
  • Helm, CHF 30,-

FAQ

Das Schreckhorn ist 4’078 m hoch und liegt in den Berner Alpen, nordöstlich von Grindelwald. Es ist der höchste Gipfel des Schreckhorn-Massivs.

Die Normalroute über den Südgrat wird mit SAC-Schwierigkeit ZS+ (ziemlich schwierig+) bewertet. Die Route beinhaltet Kletterpassagen im zweiten bis dritten Grad auf Gneis sowie ausgesetzte Gratpassagen und Gletscherabschnitte. Das Schreckhorn gilt als einer der anspruchsvollsten Normalwege auf einen Schweizer Viertausender.

Der Südgrat fordert durchgehend Aufmerksamkeit. Besonders anspruchsvoll sind die steilen Felspassagen zwischen dem Schreckfirn-Einstieg bei rund 3’460 m und der Schulter. Der Fels ist kompakt und griffig. Alle Schlüsselstellen sind mit Haken und Schlingen gesichert. Abseilstellen alle zwanzig Meter vorhanden.

Die ideale Saison ist Juli bis September. Bei längeren Trockenperioden sind die Verhältnisse am besten: Der Fels ist dann schneefrei und die Firnpassagen gut begehbar. Neuschnee erschwert die Tour erheblich und kann eine Absage notwendig machen.

Ausgangspunkt ist die Bergstation der Pfingsteggbahn in Grindelwald (ca. 1’400 m). Von dort führt der Hüttenzustieg in fünf bis sechs Stunden und rund 1’500 Hm zur Schreckhornhütte auf 2’527 m. Mit der Bahn bis Grindelwald. Dann Bus oder kurzer Fussmarsch zur Talstation Pfingstegg.

Das Gipfelpanorama ist ein Rundblick über die gesamten Berner Alpen: Finsteraarhorn und Lauteraarhorn in unmittelbarer Nähe. Eiger, Mönch und Jungfrau im Westen. Wetterhorn im Norden. Bei Fernsicht auch Weisshorn. Matterhorn und an klaren Tagen der Mont Blanc.

Das Schreckhorn ist kein Einsteigerziel. Mindestvoraussetzungen: mehrere absolvierte Hochtouren im ZS-Bereich. sicheres Gehen mit Steigeisen auf steilem Firn. Routine in der Sicherungstechnik am Fels bis Grad III. Erfahrung auf ausgesetzten Graten. Als ideale Vorbereitung empfehlen sich Touren wie Weisshorn. Bishorn. Dent Blanche oder Piz Bernina.

Die Kombination aus langem Hüttenzustieg (ca. 1’500 Hm). einem ausgedehnten Gipfeltag (bis 11 Std.) und dem langen Abstieg macht drei Tage sinnvoll. Nach dem Gipfeltag auf der Hütte zu übernachten und erst am dritten Tag abzusteigen, schont die Kräfte und erhöht die Sicherheit auf dem Abstieg ins Tal.

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