Eine Alpenfahrt der Superlative
Der Salbitschijen erhebt sich mächtig über dem Göscheneralptal und schickt seine langen, zackigen Gratarme in drei Himmelsrichtungen aus bombenfestem, griffigem Urner Granit. Von den drei Klassikern am Berg gilt der Westgrat als der anspruchsvollste und zugleich schönste: eine kühne Linie über sechs Türme, mit Rissen, Schuppen, Kanten und Kaminen, die selbst in den Wandpassagen grosszügige, teils skurrile Griffformen bieten. 2024 wurde die Route von Dani Furrer und Ruedi Bunschi saniert, dabei wurden alte Schlaghaken durch Bohrhaken ersetzt und der berühmte Pendelquergang kann seither abgesichert frei geklettert werden. Kein Wunder, dass sich selbst die weltbesten Alpinisten regelmässig an dieser Route messen, und selbst für erfahrene lokale Bergführer zählt der Westgrat zu den forderndsten, aber auch lohnendsten Touren der Urner Alpen.
Die Salbithütte als herzlicher Stützpunkt
Wir übernachten vor der Tour in der Salbithütte auf 2105 m, die über einen gut angelegten, sicheren Wanderweg in rund 2 bis 2,5 Stunden ab dem Göschenertal erreichbar ist. Hüttenwart Richi und sein Team sorgen nicht nur für hervorragende Verpflegung, sondern beseelen die Hütte mit ihrer freundlichen, herzlichen Art. Dank der neuen Salbitbrücke verkürzt sich der Zustieg von der Hütte zum Einstieg auf rund eine Stunde. Da der Abstieg vom Gipfel direkt an der Hütte vorbeiführt, lässt sich hier zudem nicht benötigtes Material deponieren, praktisch für den langen Tag, der bevorsteht.
Sechs Türme, 36 Seillängen
Früh am Morgen starten wir vom Salbitschijen-Biwak zur ersten und zugleich schwierigsten Seillänge der Tour, einem kraftvollen 6b, der schon manchen erfahrenen Kletterer im kühlen Morgenlicht gefordert hat. Die folgenden Seillängen am ersten Turm sind moderater, bevor die Ausstiegsverschneidung wieder anzieht. Am zweiten Turm warten zwei Risslängen, darunter der legendäre «Holzkeilriss», bevor sich die Route über die weiteren Türme durch endlos abwechslungsreiches Gelände zieht, jede Seillänge ein eigenes kleines Erlebnis. Auf dem letzten Turm angekommen, darf zu Recht Stolz empfunden werden, wer den Salbit Westgrat bis hierhin bestiegen hat, nimmt garantiert einen unvergesslichen Tag mit nach Hause.
Der Abstieg über den Ostgrat
Der Abstieg vom Gipfel folgt zunächst dem Ostgrat, ist durchgehend markiert und im oberen Teil mit Stahlseilen verstärkt, technisch stellt er keine grossen Schwierigkeiten. Einzig steile Schneefelder, die zum Ausrutschen verleiten, verlangen kritische Aufmerksamkeit. Nach rund einer Stunde erreichen wir die Salbithütte, wo ein willkommener Zwischenstopp lockt, bevor die letzten steilen Meter ins Tal folgen, hier haben sich schon manchem trainierten Bergführer die Oberschenkel gemeldet.
Salbit Westgrat mit Bergführer
Wir übernehmen die komplette Tourenplanung inklusive Hüttenreservierung, besprechen Strategie und Zeitmanagement bereits am Vorabend mit dir und führen dich mit maximaler Aufmerksamkeit durch die gesamte Route. Da wir diese Tour ausschliesslich 1:1 anbieten, kannst du sicher sein, dass wir uns während der gesamten, langen Kletterzeit vollständig auf dich konzentrieren.