Gute Erfahrung auf Hochtouren. Pickel und Steigeisen vertraut. Effizientes, flüssiges Kraxeln in felsbbetontem Gelände bis Grad III. Schwindelfreiheit auf dem ausgesetzten Firngrat.

Das Obergabelhorn (4’063 m) ist eines der formschönsten Walliser Hörner – markant, eigenständig und hoch über Zermatt thronend. Die Tour ist kompakt und vollständig: Gletscher im Zustieg, Felskletterei im zweiten und dritten Grad, ein ausgesetzter Firngrat, und ein Panorama, das Matterhorn, Zinalrothorn, Dent Blanche und Weisshorn gleichzeitig zeigt. Je nach Verhältnissen bevorzugen wir den Arbengrat ab dem Arbenbiwak – eine wunderschöne, direkte Linie durch guten Fels, anspruchsvoll und abwechslungsreich. Alternativ führen wir die Tour über die Rothornhütte via Wellenkuppe auf das Obergabelhorn. Die Entscheidung liegt bei den Verhältnissen – wir kommunizieren das mit dir offen. Auf jeden Fall: unvergessliche Hochtourentage hoch über Zermatt.
CHF 2'390.00

Es gibt Berge, die technisch einfach sind und trotzdem grossen Eindruck hinterlassen. Und es gibt Berge, die technisch fordern und den Aufwand dadurch nochmals vergrössern. Das Obergabelhorn gehört zur zweiten Kategorie – und das ist sein Charme. Wer hier oben steht, hat wirklich etwas getan. Die Gratkletterei im Fels, der Übergang auf Firn, die Ausgesetztheit kurz unter dem Gipfel – das ist kein Berg, den man nebenbei macht. Er braucht volle Aufmerksamkeit, flüssige Bewegung im felsigen Gelände, und eine gute Portion alpines Urteilsvermögen.
Der Arbengrat ist die elegantere, direktere Linie – eine kombinierte Felstour, die vom kleinen Arbenbiwak (3’062 m) direkt in den Grat einsteigt und über mehrere Seillängen durch kompakten Gneis auf den Gipfelgrat führt. Der Fels ist griffig und verlässlich, die Ausgesetztheit wächst mit der Höhe. Wer den Arbengrat gegangen ist, hat das Obergabelhorn auf dem schönsten Weg erlebt.
Die Rothornhütten-Variante über die Wellenkuppe ist technisch moderater, länger und führt durch abwechslungsreiches Terrain: zuerst auf die Wellenkuppe (3’903 m), dann über den Verbindungsgrat auf das Obergabelhorn. Ein schöner Bergtag, der auch einen Einblick in das Zinalrothorn-Gebiet gibt.
Wir entscheiden gemeinsam, welche Route mehr zu dir, zur Jahreszeit und zu den Verhältnissen passt. Beide führen auf denselben Gipfel.
Das Arbenbiwak (3’062 m) ist ein kleines, einfaches Biwak im Arbenkessel unter dem Obergabelhorn – wer früh starten will und den Hüttenlärm scheut, ist hier richtig. Es bietet einen direkten Einstieg in den Arbengrat und einen Abend in der stillen Hochgebirgswelt unterhalb der Südwand.
Die Rothornhütte SAC (3’198 m) ist der grössere, komfortablere Stützpunkt für die Wellenkuppe-Variante – mit 135 Schlafplätzen, Halbpension und direktem Blick auf Zinalrothorn und Obergabelhorn. Wer beide Berge kombinieren will (Zinalrothorn am ersten Tag, Obergabelhorn am zweiten), findet hier den idealen Ausgangspunkt.
Gute Erfahrung auf Hochtouren. Pickel und Steigeisen vertraut. Effizientes, flüssiges Kraxeln in felsbbetontem Gelände bis Grad III. Schwindelfreiheit auf dem ausgesetzten Firngrat.
Sehr gute Kondition für ca. 1'800 Hm Aufstieg und Abstieg pro Tag. Tempo ca. 300 Hm/h. Der Arbengrat verlangt auch konditionell einen langen, fokussierten Tag.
Aufstieg Arbenbiwak: ca. 850 Hm ab Schwarzsee, ca. 2.5 Std. Aufstieg Rothornhütte: ca. 1’600 Hm ab Zermatt, ca. 4.5 Std.
Treffpunkt ist um ca. 10:00 Uhr am Bahnhof Zermatt. Je nach gewählter Variante nehmen wir die Seilbahn zum Schwarzsee und steigen von dort zum Arbenbiwak auf, oder wir folgen dem langen Triftweg hinauf zur Rothornhütte. Auf dem Biwak oder der Hütte angekommen: Ausrüstungskontrolle, Tourenbesprechung, Abendessen, früh schlafen.
Anreise: Zug nach Zermatt (via Visp). Auto bis Täsch, Parkhaus, dann Zug.
Aufstieg: ca. 1’000-1’200 Hm – Abstieg: ca. 1’000-1’200 Hm – Gehzeit: ca. 8-10 Std. – Schwierigkeit: ZS / III
Arbengrat-Variante: Früh verlassen wir das Biwak. Über kurze Gletscherpassagen erreichen wir den Einstieg in den Arbengrat. Mehrere Seillängen auf kompaktem Gneis führen aufwärts – griffig, ausgesetzt, abwechslungsreich. Mit zunehmender Höhe wird der Grat schmaler, das Gelände felsbstonter. Dann der Übergang auf Firn und der finale Gipfelgrat.
Wellenkuppe-Variante: Von der Rothornhütte zuerst auf die Wellenkuppe (3’903 m), dann über den Verbindungsgrat auf das Obergabelhorn. Kombinierte Tour mit Firnpassagen, Kletterstellen und freiem Blick auf das Zinalrothorn.
Auf dem Gipfel (4’063 m): Matterhorn, Zinalrothorn, Dent Blanche, Weisshorn – das gesamte Zermatter Viertausenderfeld. Abstieg auf der Aufstiegsroute. Zurück in Zermatt am Abend.
Das Arbenbiwak liegt still und abgelegen im Arbenkessel, direkt unter den Südwänden des Obergabelhorns – ein kleines, einfaches Biwak, das kaum jemand kennt und das genau darum seinen Reiz hat. Wer hier übernachtet, hat die Hektik der grossen Zermatter Hütten hinter sich gelassen und wacht morgens mit direktem Blick auf den Einstieg des Arbengrats auf. Die Hütte bietet wenige Plätze, kein Komfort – und dafür die Stille und Nähe, die ein früher Start am Grat braucht.

Die Rothornhütte steht hoch über dem Triftbachtal, mit direktem Blick auf das Zinalrothorn, das Obergabelhorn und die vergletscherte Hochgebirgswelt des Zermatter Hinterlands. Sie bietet 135 Schlafplätze, gutes Essen und jene gemütliche Hüttenatmosphäre, die nach einem langen Aufstieg willkommen ist. Wer von hier aus am Abend auf die Gipfellinie des Obergabelhorns schaut und die Route des nächsten Morgens im Kopf durchgeht, schläft selten besonders tief – aber gut.
Ph: Coronium

Das Obergabelhorn ist 4’063 m hoch und liegt im Wallis, zwischen Zermatt und dem Val de Zinal. Es gehört zu den markantesten Walliser Hörnern und ist von Zermatt aus gut sichtbar.
Der Arbengrat ist eine direkte Felslinie vom Arbenbiwak auf den Gipfel – anspruchsvoller, abwechslungsreicher, mit mehreren Seillängen im Fels. Die Wellenkuppe-Variante (via Rothornhütte) ist technisch moderater und kombiniert zwei Gipfel in einem Tag. Wir wählen die Route gemeinsam nach Verhältnissen und deiner Erfahrung.
Ja. Das Obergabelhorn verlangt effizientes, flüssiges Bewegen in felsbstontem Gelände bis Grad III. Wer auf dem Fels unsicher oder langsam ist, kommt auf diesem Berg in Schwierigkeiten. Mehrere ZS-Hochtouren mit Felsanteilen sind Voraussetzung.
Das Gipfelpanorama ist eines der reichsten des Wallis: das Matterhorn zum Greifen nah, daneben Zinalrothorn und Dent Blanche, das Weisshorn im Norden, Dom und Täschhorn, und das gesamte Monte-Rosa-Massiv im Osten.
Ja – beide Berge sind von der Rothornhütte aus zugänglich. Zinalrothorn am ersten Gipfeltag, Obergabelhorn am zweiten. Eine intensive, aber sehr lohnende Dreitagestour für erfahrene Alpinisten. Auf Anfrage bieten wir diese Kombination gerne an.