Sicheres Klettern im Nachstieg mit Bergschuhe im 4b Bereich.

Das Gletschhorn ist ein kühner Felsgipfel hoch über dem Tiefengletscher, und sein Südgrat gehört zu den schönsten klassischen Gratkletterrouten der Urner Alpen. Wir steigen ab Tiefenbach über einen Wanderweg und den Tiefengletscher zum Einstieg auf, folgen dann rund zehn Seillängen lang griffigen Rissen, Schuppen und Platten in bestem, grobkörnigem Urner Granit und geniessen vom Gipfel aus den Blick auf Dammastock, Salbitschijen und den Galenstock. Weil der Zustieg über Firn und teils steile Schneefelder führt, ist diese Tour auch für erfahrene Kletterer ein kleines alpines Abenteuer und nicht nur eine reine Fels-Angelegenheit.
CHF 490.00

Das Gletschhorn auf 3305 m ist ein markanter, kühn aufragender Felsgipfel im Furkagebiet, eingebettet in eine grossartige Kulisse rund um die Albert-Heim-Hütte mit Blick auf den Tiefengletscher und den Galenstock. Der Südgrat führt in einer offensichtlichen, meist dem Grat entlang verlaufenden Linie über griffige Risse, Schuppen, Zacken und Platten, immer auf solidem, grobkörnigem Granit, wie er für die Urner Alpen typisch ist. Nach den rund zehn Seillängen öffnet sich vom Gipfel ein grandioser Rundblick auf die Dammakette, den Salbitschijen und weitere markante Gipfel der Region, eine verdiente Belohnung für die konzentrierte Kletterei zuvor.
Der Zustieg beginnt beim Parkplatz Tiefenbach an der Furkapassstrasse und führt über einen Wanderweg in Richtung Albert-Heim-Hütte, bevor wir vor der Hütte auf den Tiefengletscher abzweigen. Wir folgen dem Gletscher nordwestwärts, leicht ansteigend, bis unter die Westflanke des Gletschhorns und erreichen über ein Firnfeld, das gegen Ende recht steil wird, auf rund 3080 m den Einstieg der Kletterroute. Steigeisen und Pickel gehören deshalb zwingend ins Gepäck, auch wenn die Tour im Kern eine Felskletterei ist.
Die Kletterei selbst ist im unteren Teil gut griffig, mit einer kaminartigen Schlüsselstelle, die insbesondere mit Bergschuhen etwas Eingewöhnung verlangt. Im weiteren Verlauf wechseln sich griffige Passagen mit stellenweise plattigem Gelände ab, wobei die Linie dem Grat meist offensichtlich folgt, einzig ein Abzweiger in einer der mittleren Seillängen liesse sich ohne Ortskenntnis leicht verpassen. Vom Gipfel seilen wir uns über die Westflanke ab und folgen anschliessend Pfadspuren und steilen Schneerinnen zu einem Felsband, über das wir ein weiteres Mal abseilen, bevor wir die Firnflanke des Zustiegs erreichen und zum Tiefengletscher zurückkehren.
Wir übernehmen die komplette Tourenplanung, beurteilen die Verhältnisse am Gletscherzustieg und am Grat und sichern dich sowohl über die Firn- und Schneepassagen als auch an der Kaminstelle und den weiteren Schlüssellängen. Beim Abstieg über die mehreren Abseilstellen begleiten wir dich Schritt für Schritt. Mit einer Seilschaft von maximal 1:2 bleibt genug Zeit für eine konzentrierte und genussvolle Tour.
Sicheres Klettern im Nachstieg mit Bergschuhe im 4b Bereich.
Der Zustieg zum Einstieg dauert allein rund 2,5 Stunden über Wanderweg, Gletscher und Firnfelder, dazu kommen zehn Seillängen Kletterei und ein Abstieg mit mehreren Abseilstellen über alpines Schutt- und Blockgelände. Eine gute Ausdauer für einen vollen Bergtag ist Voraussetzung.
Zustieg über Wanderweg und Gletscher Vom Parkplatz Tiefenbach wandern wir Richtung Albert-Heim-Hütte, zweigen vor der Hütte auf den Tiefengletscher ab und erreichen über ein Firnfeld in rund 2,5 Stunden den Einstieg auf 3080 m.
Kletterei über den Südgrat Wir klettern rund zehn Seillängen über Risse, Schuppen und Platten dem Grat entlang, mit der kaminartigen Schlüsselstelle im unteren Drittel, bis zum Gipfel auf 3305 m.
Abstieg über die Westflanke Wir seilen uns über die Westflanke ab, folgen Pfadspuren und Schneerinnen zu einem Felsband, seilen ein weiteres Mal ab und kehren über die Firnflanke zum Tiefengletscher zurück.
Rückweg Über denselben Weg wandern wir zurück zum Parkplatz Tiefenbach, wo sich ein Bad im Bach oder ein Kaffee im Restaurant Tiefenbach zum Abschluss anbietet.
Solltest du die 2-Tages-Variante dieser Tour bevorzugen, übernachten wir eine Nacht auf der bestens bewirteten Albert-Heim Hütte.

Der Zustieg führt über den Tiefengletscher und ein streckenweise steiles Firnfeld bis zum Einstieg auf 3080 m. Ohne Steigeisen ist dieser Abschnitt bei harten Verhältnissen nicht sicher zu begehen.
Ältere und neuere Tourenführer weichen hier leicht voneinander ab, die Route bewegt sich aber insgesamt im III. bis IV. Grad, mit einer kaminartigen Schlüsselstelle im unteren Drittel. Die Zwischensicherung ist teils alpin und nicht überall auf den ersten Blick offensichtlich.
Mit Zustieg, zehn Seillängen und Abstieg über mehrere Abseilstellen rechnen wir mit einem vollen Tag, üblicherweise 8 bis 10 Stunden.
Ein grandioser Rundblick auf die Dammakette, den Salbitschijen, den Galenstock und weitere markante Gipfel der Urner Alpen.
Wir seilen uns über mehrere Längen entlang der Aufstiegsroute und anschliessend über die Nachbarroute «Paradis Perdu» ab, wobei wir besonders auf mögliche Seilverhänger im strukturierten Fels achten.
Solide Kletterfähigkeiten im III. bis IV. Grad sowie Trittsicherheit auf Gletscher und Firn solltest du mitbringen, den Rest übernehmen wir als Führung.