Erste Hochtourenerfahrung. Sicheres Gehen in weglosem Gelände. Leichte Kraxelei bis Grad 3a, in der Mitte des Grats etwas anspruchsvoller. Routine mit Pickel und Steigeisen am Gletscher.

Das Wetterhorn (3’692 m) ist einer der grossen, eindrucksvollen Gipfel des Berner Oberlandes – auf der Scheide zwischen Voralpen und Hochgebirge, direkt über Grindelwald, mit einem Ruf, der aus seiner wuchtigen Silhouette spricht. Der Weg dorthin führt übers Willisgrätli: ein markanter Rücken, der aus dem Chrinnengletscher herausragt und als abwechslungsreiche Kraxelstrecke im leichten bis mittleren Gelände konsequent auf den Sattel hinaufzieht. Grandios sind hier nicht nur die Klettermomente – am Gipfel öffnet sich ein Ausblick auf Eiger, Schreckhorn, Thunersee und die wilden Gletscher des Berner Hochgebirges. Am Vorabend erleben wir auf der Glecksteinhütte hoch über Grindelwald die eindrückliche Szenerie – nicht selten in Gesellschaft von Steinböcken.
CHF 790.00

Wer von Grindelwald in die Berge schaut, sieht es sofort: das Wetterhorn ist kein Berg, den man übersehen kann. Es ragt als dreigipfliges Massiv über das Dorf, immer ein bisschen bedrohlich, immer ein bisschen einladend. Der Normalweg über das Willisgrätli überrascht dabei immer wieder: Die Route führt nicht durch eine riesige Nordwand oder einen steilen Eiskanal, sondern über einen gut strukturierten Grat mit abwechslungsreicher Kraxelei – expositionell eindrücklich, technisch gut machbar für alle mit erster Hochtourenerfahrung.
Das Willisgrätli ist der Schlüssel der Route. Es ist jener markante Rücken, der aus dem Chrinnengletscher herausragt und die Linie auf den Sattel markiert. Im unteren Bereich ist die Kletterei einfach und im weglosem Gelände gut lesbar. In der Mitte des Grats wird es anspruchsvoller – hier finden sich die schönsten Seillängen, imposant in Szenerie und Charakter, mit direkter Sicht auf den Eiger und dem ersten Licht des Tages über dem Schreckhorn. Danach der Sattel, eine kurze Pause, dann der gestufte Vorbau mit seinen Kraxelstellen zum Gipfel.
Die Route bietet eine Eigenheit, die ihren Reiz ausmacht: Man ist nie extrem weit weg von der Zivilisation – Grindelwald liegt tief unter einem – und trotzdem vollständig im alpinen Gelände. Der Kontrast macht jede Höhenmeter bewusst.
Die Glecksteinhütte SAC (2’317 m) thront auf einem Felsplateau hoch über Grindelwald, direkt über der Gletscherschlucht, die von der letzten Eiszeit geformt wurde. Der Zustieg führt imposant an dieser sogenannten subglazialen Abflussrinne vorbei – ein geologisches Erlebnis noch vor dem eigentlichen Alpinismus. Die Hütte ist bekannt für ihre Lage, ihre Stimmung am Abend und für die Steinböcke, die sich in der Nähe aufhalten. Wer auf der Terrasse sitzt und die Schattenlinie über die Nordwände des Schreckhorns ziehen sieht, möchte nicht mehr weg.
Erste Hochtourenerfahrung. Sicheres Gehen in weglosem Gelände. Leichte Kraxelei bis Grad 3a, in der Mitte des Grats etwas anspruchsvoller. Routine mit Pickel und Steigeisen am Gletscher.
Sehr gute Ausdauer für Tag 1 (700 Hm, 2.5 Std.) und Tag 2 (1'380 Hm Aufstieg, 2'000 Hm Abstieg, ca. 10 Std.).
Aufstieg: 700 Hm – Gehzeit: 2.5 Std. – Anforderung: T3
Treffpunkt ist um 14:30 Uhr in Grindelwald, Abzweigung Gleckstein. Der Hüttenweg ist ein normaler Wanderweg – aber imposant. Er führt an der ehemaligen Gletscherschlucht vorbei, die sich tief in den Fels eingegraben hat. 2.5 Stunden, 700 Höhenmeter, dann Hüttenterrasse, Abendessen, Tourenbesprechung. Frühes Schlafen.
Wer früher anreisen möchte, ist herzlich willkommen – einfach direkt auf die Hütte und wir treffen uns dort.
Anreise: Zug nach Grindelwald (via Interlaken Ost). Mit dem Auto bis Grindelwald, Parkplatz im Dorf.

Aufstieg: 1’380 Hm – Abstieg: 2’000 Hm – Gehzeit: ca. 10 Std. – Schwierigkeit: ZS– / 3a
Früh los – im Schein der Stirnlampen. Zuerst auf dem Wanderweg, später weglos in Richtung Chrinnengletscher. Dort Steigeisen anlegen, anseilen. Wir überqueren den Gletscher und gelangen an den Fuss des Willisgrätlis.
Nun beginnt die Kraxelei: ständig in leichtem bis mittlerem Gelände aufwärts, immer abwechslungsreich, nie monoton. In der Mitte des Grats wird die Kletterei anspruchsvoller und spannender – hier finden sich die besten Seillängen der Tour, in imposantem Gebirge, mit dem Sonnenaufgang über dem Schreckhorn als stiller Kulisse. Über den Sattel und weiter über den gestuften Vorbau auf den Gipfel.
Auf 3’692 m: Eiger, Schreckhorn, Thunersee, die wilden Gletscher des Berner Hochgebirges. Abstieg über die Aufstiegsroute zurück zur Glecksteinhütte – dort Pause, Auffrischung, Stossen auf die Tour. Dann hinunter nach Grindelwald.

Ein alpiner Adlerhorst der Extraklasse: Die Glecksteinhütte SAC thront spektakulär an den steilen Hängen des Wetterhorns, hoch über dem tiefblauen Tal von Grindelwald. Der geschichtsträchtige Zustieg über den in den Fels gehauenen Pfad bietet bereits während des Aufstiegs Tiefblicke, die jedem Bergbegeisterten den Atem rauben. Auf der Sonnenterrasse geniessen Sie ein unvergessliches Panorama auf das Finsteraarhorn und die Eismeer-Gletscher, während die berühmte, hütteneigene Steinbock-Kolonie mit etwas Glück direkt an Ihnen vorbeizieht.

Das Wetterhorn ist 3’692 m hoch. Es ist ein dreigipfliges Massiv über Grindelwald im Berner Oberland. Der Hauptgipfel – Hasle-Jungfrau – ist der höchste der drei Zacken und das Ziel unserer Tour.
Das Willisgrätli ist der markante Felsrücken, der aus dem Chrinnengletscher herausragt und als Hauptaufstiegslinie auf den Sattel des Wetterhorns führt. Es ist das Herzstück der Route: abwechslungsreiche Kraxelei im weglosem und felsigem Gelände, mit steigender Schwierigkeit im mittleren Abschnitt und direktem Blick auf Eiger und Schreckhorn.
Die Glecksteinhütte SAC (2’317 m) liegt hoch über Grindelwald auf einem Felsplateau direkt über der sogenannten subglazialen Abflussrinne – einer Gletscherschlucht, die von der letzten Eiszeit geformt wurde. Die Hütte bietet eine eindrückliche Abendstimmung und ist bekannt für die Steinböcke, die sich in ihrer Umgebung aufhalten. Der Zustieg dauert ab Grindelwald ca. 2.5 Stunden.
Die Tour wird mit ZS– (ziemlich schwierig minus) bewertet. Die Kletterei am Willisgrätli ist überwiegend leicht mit Stellen bis Grad 3a. Im mittleren Abschnitt wird es anspruchsvoller. Für alle, die erste Hochtourenerfahrung mitbringen und sich in weglosem Fels- und Gletschergelände sicher fühlen, ist die Tour gut machbar.
Ja. Wer die Tour entspannter angehen möchte, kann selbständig eine weitere Nacht auf der Glecksteinhütte vor dem Gipfeltag buchen. So verteilt sich die Anstrengung auf drei statt zwei Tage. Auf Anfrage helfen wir bei der Planung.
Das Panorama zeigt die gesamte Berner Hochgebirgswelt: Eiger, Schreckhorn und die wilden Gletscher direkt nebenan, der Thunersee tief im Norden, und in der Gegenrichtung das Finsteraarhorn-Massiv. Ein Ausblick, der die Dimensionen des Berner Oberlandes auf einmal zeigt.
Juli bis September, bei trockenem Fels und stabilen Verhältnissen. Im Frühsommer können Schneereste auf dem Willisgrätli die Tour verlängern. Frühstart ist zwingend – der Gipfeltag dauert ca. 10 Stunden.