Sicheres Skifahren auf 40° Steilhängen bei wechselnden Schneeverhältnissen zwingend vorausgesetzt. Bis 45° bei guten Bedingungen. Erfahrung im Off-Piste-Gelände, Couloirs und steilen Nordhängen. Kein Einsteigerkurs.

Andermatt ist das Steilhang-Mekka der Zentralschweiz. Der Gemsstock mit seinen nordseitigen Couloirs, steilen Flanken und tief verschneiten Abfahrten bietet die Kulisse – und dieser Kurs die Technik dazu. Steep Skiing ist die Kunst, steile Linien sicher, kontrolliert und stilvoll zu fahren. Enge Schwünge auf 40° Steilheit, Skikontrolle auf hartem Untergrund, taktisches Lesen des Geländes – und der mentale Zugang zu Hängen, die von unten steiler aussehen als von oben. In zwei Tagen trainieren wir genau das: Skitechnik in Steilpassagen, Seiltechniken und Schneeanker für das sichere Einsteigen in kritisches Gelände, und die Linienwahl in komplexem Terrain. Übernachtet wird in der Sust Lodge in Hospental – einer charmanten Unterkunft mit historischem Flair, direkt im Herzen des Gotthardgebiets. Oder einer ähnlichen Unterkunft im Gebiet, nach Verfügbarkeit
CHF 690.00

Der Gemsstock (2’961 m) ist das Herzstück des Andermatter Freeridegebiets – und einer der besten Ausgangspunkte für Steep Skiing in der ganzen Schweiz. Nordseitige Couloirs, die wochenlang Pulver halten. Steilhänge mit bis zu 45°, die von der Seilbahn aus erreichbar sind – oder über kurze Aufstiege mit Fellen. Felspassagen, Einschnürungen, grosse Linien, kleine versteckte Abfahrten. Wer in Andermatt Steep Skiing macht, arbeitet immer in echtem, ungezähmtem Terrain.
Andermatt hat ausserdem einen unschlagbaren logistischen Vorteil: Der Gemsstock liegt direkt über dem Dorf, die Bergbahn bringt in wenigen Minuten auf 2’961 m, und viele der interessantesten Steilhänge sind direkt ab der Bergstation erreichbar – ohne stundenlange Aufstiege. Das gibt Zeit für das Wesentliche: fahren, analysieren, verbessern.
Skitechnik in Steilpassagen: Enge Schwünge auf hartem Untergrund, Geschwindigkeitskontrolle in steilem Gelände, bewusster Umgang mit Linie und Tempo. Wir analysieren Bewegungsabläufe, arbeiten an Stabilität und trainieren den Einstieg in technische Schlüsselstellen. Videoanalyse unterstützt das Feedback.
Seiltechniken für Steep Skiing: Im steilen Gelände sind alpintechnische Grundlagen unverzichtbar. Wie seilt man sich in ein steiles Couloir ab? Wie setzt man einen Schneeanker? Wie verlässt man einen Steilhang sicher, wenn das Terrain zu anspruchsvoll wird? Diese Übungen sind kein theoretisches Extra – sie sind im Gemsstock-Terrain oft praktisch relevant.
Linienwahl und Geländestrategie: Steile Hänge liest man nicht von unten, sondern von oben. Wir üben das Lesen und Planen von Linien, den taktischen Umgang mit Engstellen, die Wahl von Haltepunkten und die Konsequenzen falscher Entscheidungen. Mentaler Zugang zu steilem Gelände ist mindestens genauso wichtig wie technische Kompetenz.
Lawinensicherheit im Steilgelände: Lawinenrisiko und Steilhang sind untrennbar. Wir integrieren die Lawinenlagebeurteilung in jede Linienwahl, üben LVS-Suche unter realistischen Bedingungen und besprechen, wie man mit der aktuellen Lawinengefahr sicher fährt.
Sicheres Skifahren auf 40° Steilhängen bei wechselnden Schneeverhältnissen zwingend vorausgesetzt. Bis 45° bei guten Bedingungen. Erfahrung im Off-Piste-Gelände, Couloirs und steilen Nordhängen. Kein Einsteigerkurs.
Sehr gute Skiausdauer. Aufstiege bis 700 Hm mit Fellen. Kleinere Tragepassagen möglich. Kondition für intensive Fahrtage auf steilem Gelände.
Treffpunkt: 08:30 Uhr, Talstation Gemsstock Andermatt
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und dem Materialcheck fahren wir gemeinsam die ersten Hänge. Der Bergführer beobachtet, analysiert, gibt erstes konkretes Feedback. Gleichzeitig lesen wir das Terrain: Welche Hänge kommen für die nächsten Tage in Frage?
Nachmittag: Seiltechniken im Gelände – Abseilkurs in die ersten Steilpassagen, Schneeanker setzen und testen, Einsteigen in ein Couloir. Nicht theoretisch, sondern direkt in echtem Terrain am Gemsstock.
Abend in der Sust Lodge: Abendessen, Videoanalyse der Fahrtage, Planung Tag 2.
Anreise: Zug nach Andermatt (SBB Gotthardlinie). Mit dem Auto via A2 Ausfahrt Göschenen, dann Gotthardstrasse nach Andermatt.

Das genaue Programm wird je nach Schnee- und Lawinenlage täglich neu festgelegt. In der Regel stehen Abfahrten auf 40–45° steilen Hängen im Vordergrund – nordseitige Couloirs am Gemsstock, lange Variantenabfahrten wie Guspis, Felsental oder Unteralptal. Kleine Aufstiege mit Fellen zu weniger bekannten Einstiegen. Zwischen den Abfahrten: gezielte Technikübungen, Linienwahl besprechen, Fehler analysieren und korrigieren.
Nachmittag: Der Bergführer gibt weniger direkte Inputs und begleitet mehr beobachtend – die erlernten Techniken sollen eigenständig angewendet werden. Abschluss mit Kursreflexion und konkreten Empfehlungen: Was hat sich verändert, woran weiterarbeiten, welche nächsten Ziele?

Eine charmante Unterkunft mit historischem Flair und moderner Einfachheit, ideal für Bergsporttage im Gotthardgebiet. Hier trifft alpine Ruhe auf herzliche Gastfreundschaft. Hospental liegt 5 Minuten von Andermatt entfernt und bietet die ruhigere Alternative zum Hotelbetrieb des Dorfs. Abends: gemeinsames Abendessen, Kursreflexion, Planung des nächsten Tages.

Für sehr erfahrene Freerider, die steiles Gelände sicher beherrschen und die nächste Ebene angehen wollen – kontrolliertes Fahren auf 40–45°, Einsteigen in technische Couloirs, Seiltechniken im Schnee. Wer noch nicht sicher auf schwarzen Pisten fährt oder noch keine Off-Piste-Erfahrung hat, sollte zuerst den Tiefschneekurs oder weitere Freeride Tage in Andermatt absolvieren.
Im steilen Gelände braucht man manchmal alpintechnische Mittel: sich in ein Couloir abzuseilen, einen Schneeanker zu setzen, um den Einstieg zu sichern, oder einen Hang zu verlassen, wenn er zu anspruchsvoll wird. Diese Techniken werden im Kurs direkt in echtem Gelände geübt.
Der Gemsstock bietet Hänge von 35° bis über 45° Neigung. Die Varianten Guspis, Felsental und Unteralptal sind bekannte lange Abfahrten. Die nordseitigen Couloirs direkt ab der Bergstation sind enger, steiler und anspruchsvoller. Das genaue Terrain wird täglich nach Verhältnissen und Gruppenkönnen ausgewählt.
Januar bis März. Im Januar und Februar sind die nordseitigen Couloirs am schneereichsten. Im März können Harschbedingungen an sonnigeren Hängen die Technik auf die Probe stellen – was den Lerneffekt erhöht. Der Kurs ist für alle Bedingungen gemacht.
Ja. LVS-Gerät, Schaufel und Sonde sind für jeden Teilnehmer obligatorisch. Steep Skiing findet in ungesichertem Gelände mit echtem Lawinenrisiko statt. Wer keine eigene Ausrüstung hat, kann sie bei uns mieten.
Ja. Das Angebot steht gleichermassen Ski- und Splitboarder offen. Dennoch müssen diese sehr kompetent sein, sowohl im Auf- als Abstieg.