Lawinenkurs Fortgeschrittene

Lawinenunfälle begleiten uns leider durch jede Wintersaison und werden meist von Wintersportlern und Schneeschuhwanderern verursacht, oft mit schweren Folgen. Als bewusste Bergliebhaber ist es unsere Verantwortung, bewusste und handlungsfähige Teilnehmer auszubilden, für die Fälle eines Notfalls.

  • 10.12.2026 – 20.03.2027
  • 2 Tage
  • Andermatt, Schweiz
  • 3-8 Teilnehmende

Jetzt Buchen

CHF 590.00

Wunschzeitraum

Dauer: 2 TageMöglich: 10.12.2026 – 20.03.2027; 10.12.2027 – 20.03.2028; 10.12.2028 – 20.03.2029; 10.12.2029 – 20.03.2030; 10.12.2030 – 20.03.2031
Davide Guzzardi
Fragen? Davide hilft gerne weiter
Beschreibung

Impressionen

Anforderungen

Technik

Lawinenkunde Erfahrung

Vorerfahrung aus dem Lawinenkurs Anfänger nötig.

Kondition

Ausdauer

Kondition für kurze Zustiege mit Ski, Splitboard oder Schneeschuhe von bis zu 2 Std.

Programm

Am Treffpunkt wird die Ausrüstung verteilt und wir erreichen nach einer kurzen Skitour den Kursort, der sich in idyllischer Lage im Schneereich Uri befindet. Nach einer kurzen theoretischen Einführung üben wir eine Lawinenrettung, um uns mit Geräten wie Piepser, Schaufel und Sonde erneut vertraut zu machen. Auch das Evaluieren der Schneedecke steht auf unserem Programm. Wir evaluieren fortgeschrittene Technik der Schneedeckenevaluation und zeigen auf, wie Mehrverschüttetensuchen deutlich komplexer als einzelne Suchen sind. Dabei werden wir immer wieder praktische Übungen durchführen.

Nach einer kurzen Tour geht es weiter mit viel Praxis: Wir schauen uns Themen an, wie die Spurenwahl bei der Abfahrt, ablesen von Lawinenbulletins und defensives Vorgehen im Lawinengelände. Auch simulieren wir eine Lawinenverschüttetensuche und Suchaktion als Gruppe. Auch gehen wir auf die Schneeanalysen tiefer drauf ein. Dabei schauen wir uns Themen wie Schneeprofile, Compression Test, Extended Column Test oder das Rutschblock test an, und erfahren, wann welcher Test am sinnvollsten ist.

Am Ende des Kurses wirst du in der Lage sein, Skitouren selbständig und sicher anzugehen.

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA zertifizierter Bergführer
  • Hüttenbuchungen
  • Tourenvorbereitung, Routenbesprechung und Wetterkonsultation
  • Fotoreportage
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise
  • Hüttenübernachtung mit HP
  • Seilbahnen (falls nötig)
  • Persönliche Ausrüstung
  • Versicherungen
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Unterkunft

Je nach Gebiet suchen wir uns eine feine Hütte oder Gruppenunterkunft. Als Beispiel: Sust Lodge Realp, Berghotel Tiefenbach, Sidelenhütte, Albert Heim Hütte oder Lidernenhütte.

Bekleidung / Ausrüstung

  • Hard Shell Jacke
  • Soft Shell oder Daunenjacke
  • Atmungsaktive Kleidung
  • Mütze
  • Handschuhe

  • LVS Set (LVS Gerät, Schaufel, Sonde)
  • Skitouren Set, Splitboard oder Schneeschuhe
  • Helm
  • Lawinenairbag, falls vorhanden

  • Sonnen- oder Skibrille
  • Sonnen- und Lippencreme
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Ev. Fotoapparat und Powerbank
  • Rucksack (10-30l)

FAQ

Der Fokus liegt auf dem Entscheiden im Gelände und fortgeschrittenen Rettungstechniken:
  • Schneedeckenevaluation: Praktische Analysen wie Schneeprofile, der Compression Test (CT), der Extended Column Test (ECT) und der Rutschblocktest.
  • Komplexe Rettung: Intensives Training von Mehrverschüttetensuchen, die deutlich komplexer als Einzelsuchen sind.
  • Taktik im Gelände: Richtige Linien- und Spurenwahl bei Aufstieg und Abfahrt, defensives Vorgehen sowie das korrekte Ablesen und Interpretieren von Lawinenbulletins.

Die kritische Grenze liegt bei 30 Grad. Etwa 97 % aller tödlichen Lawinenunfälle ereignen sich an Hängen, die 30 Grad oder steiler sind. Fortgeschrittene lernen deshalb im Gelände, Steilheiten mit dem Skistock oder einer App exakt zu messen.

Beide sind Stabilitätstests in der Schneedecke:
  • Compression Test (CT): Zeigt, ob sich eine Schwachschicht im Schnee leicht durch Belastung bricht.
  • Extended Column Test (ECT): Geht einen Schritt weiter. Er zeigt, ob sich ein einmal entstandener Bruch großflächig im Hang ausbreitet. Letzteres ist das Warnsignal für eine drohende Schneebrettlawine.

Wenn mehrere Personen verschüttet werden, überlagern sich die Signale der LVS-Geräte. Ältere oder einfache Geräte können dann blockieren. Fortgeschrittene lernen deshalb spezielle Suchstrategien (z. B. die Dreistrichmethode oder das Ausmarkieren), um die Signale elektronisch zu trennen und systematisch nacheinander zu orten.

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