Erfahrung notwendig. Weitere Besteigungen auf über 6000 m mit alpinistischer Komponente werden vorausgesetzt.

Der Khan Tengri unterscheidet sich von vielen anderen Siebentausendern durch seine perfekte Form und die einzigartige Lage im Herzen des Tien Shan. Während der russische Geograph Peter Semenow-Tienschanskij bei seiner legendären Expedition 1856-1857 den Berg erstmals wissenschaftlich beschrieb, hat sich die Faszination für diesen «König des Himmels» bis heute nicht geändert. Er schrieb damals in sein Tagebuch: «Gerade in der Mitte war der grösste Berg, das war Khan Tengri.»
CHF 5'950.00

Stell dir vor, du stehst vor einer der schönsten Bergpyramiden der Welt: Der Khan Tengri erhebt sich mit seinen 7010 Metern wie ein monumentales Dreieck aus weissem Marmor über die endlosen Gletscher des zentralen Tien Shan. Wenn die Sonne untergeht und alle umliegenden Gipfel bereits im Schatten liegen, färbt sich diese majestätische Pyramide in leuchtendes Rot. Nicht umsonst nennen die Einheimischen diesen Berg seit Jahrtausenden «Khan-Too» – den Blutberg. Die mongolische Übersetzung «Himmelsherr» beschreibt die Erhabenheit dieses Grenzgipfels zwischen Kirgistan, Kasachstan und China perfekt.
Wir nehmen dich mit auf eine 22-tägige Expeditionsreise, die zu den lohnendsten Abenteuern im Höhenbergsteigen zählt. Der Khan Tengri ist einer der begehrten Gipfel des legendären «Schneeleopardenordens» Award, und bietet dir technisch anspruchsvolles Klettern kombiniert mit atemberaubenden Landschaften.
Was diese Expedition so besonders macht, ist die professionelle Organisation mit systematischer Akklimatisation, die deine Gipfelchancen deutlich erhöht. Anders als bei vielen kommerziellen Expeditionen führen wir dich durch ein durchdachtes Anmarschtrekking, das deinen Körper optimal auf die Höhe vorbereitet. Du übernachtest in komfortablen Basislagern mit Duschen, Sauna und sogar Stromversorgung – Luxus, den du auf 4000 Metern nicht erwarten würdest.
Bevor wir den finalen Gipfelsturm wagen, unternehmen wir mehrere sorgfältig geplante Akklimatisierungstouren. Diese Ausflüge führen uns schrittweise in grössere Höhen und bereiten unseren Körper optimal auf die extremen Bedingungen vor, die uns am Gipfeltag erwarten. Jede Tour bringt uns nicht nur näher an unser Ziel, sondern offenbart auch die atemberaubende Schönheit der kaukasischen Bergwelt.
Erfahrung notwendig. Weitere Besteigungen auf über 6000 m mit alpinistischer Komponente werden vorausgesetzt.
Erfahrung notwendig
Fit für lange Aufstiege und das tragen von schwerem Gepäck, über 14Kg
Deine Expedition beginnt in der kirgisischen Hauptstadt Bishkek oder im kasachischen Almaty. Nach deiner Ankunft erwartet dich ein Transfer zum Hotel, wo du deine Expeditionskollegen beim gemeinsamen Begrüssungsessen kennenlernst. Nutze die Zeit für letzte Einkäufe und einen Stadtbummel – der Ala-Too-Platz und die lebendigen Basare vermitteln dir bereits den zentralasiatischen Flair, der dich die kommenden Wochen begleiten wird.
Eine beeindruckende Fahrt erwartet dich: Rund 460 Kilometer führen dich ostwärts, vorbei am gewaltigen Issyk-Kul-See, dem zweitgrössten Hochgebirgssee der Welt. Dieser tiefblaue See liegt auf 1600 Metern und erreicht im Sommer angenehme Badetemperaturen von 18 bis 20 Grad – ein Detail, das du nach der Expedition zu schätzen wissen wirst. Nach etwa sieben bis acht Stunden Fahrt erreichst du das Karkara-Basislager auf 2200 Metern an der kasachischen Grenze. Dieser Tag dient deiner ersten Höhenanpassung. Bei gutem Wetter unternehmen wir einen Akklimatisationsaufstieg, eventuell sogar auf den Bas Karkara Peak auf 4059 Metern. Von dort oben geniesst du bereits einen ersten Panoramablick auf die schneebedeckten Ketten des Tien Shan. Das komfortable Basislager mit fest installierten Zelten bietet dir optimale Erholung.
Jetzt wird es aufregend: Der Helikopterflug zum Nord- oder Süd-Inyltschek-Basislager auf 4000 Metern zählt zu den spektakulärsten Flügen weltweit. Du fliegst entlang des Inyltschek-Gletschers, einem der grössten ausserpolaren Gletscherströme der Erde, und siehst die schier unendlichen Gipfelketten des zentralen Tien Shan unter dir. Viele sagen, allein dieser Panoramaflug sei die weite Reise nach Zentralasien wert.Das Basislager liegt direkt am Rand des gigantischen Gletschers mit traumhaftem Blick auf den Khan Tengri. Hier erwarten dich geräumige Doppelzelte auf hölzernen Plattformen mit dicken Matratzen, Küchen- und Mannschaftszelte, Toiletten, Dusche, Sauna und sogar 220-Volt-Stromversorgung per Solar und Diesel. Das Basislagerteam sorgt für drei frisch zubereitete Mahlzeiten täglich und optimale Bedingungen für deine Gipfelträume. Du nutzt diese Tage zur weiteren Akklimatisation und für erste Erkundungen. Der gigantische Eisstrom und die umliegenden Berggipfel bieten fantastische Fotomotive. Ausserdem sortierst du deine Verpflegung und Ausrüstung für die kommenden Hochtouren. Kurze Wanderungen bis etwa 4600 Meter helfen deinem Körper, sich an die Höhe zu gewöhnen.
In vier Tagen unternimmst du deine ersten wichtigen Akklimatisationsaufstiege. Du errichtest ein Hochlager auf etwa 4800 Metern und kannst von dort bereits den Pik Odinadzati (5437 Meter) besteigen. Am nächsten Tag folgt der Pik Bayankol (5791 Meter). Diese Aufstiege führen weitgehend über Gletschergelände und verlangen Trittsicherheit mit Steigeisen sowie routiniertes Gehen in Seilschaft. Nach diesen beiden erfolgreichen Besteigungen kehrst du ins komfortable Basislager zurück – mit bereits zwei Fünftausendern im Tourenbuch. Erneut steht eine viertägige Rundtour auf dem Programm. Du richtest ein Hochlager auf circa 4700 Metern ein und kannst bei guten Bedingungen die Gipfel des Karly Tau (5420 Meter) und des Pik Kasachstan (5671 Meter) besteigen. Beide sind Gletscheraufstiege mit mässiger technischer Schwierigkeit, bieten aber grossartige Ausblicke auf den gegenüber aufragenden Khan Tengri. Diese Touren sind nicht nur für die Akklimatisation wichtig, sondern auch wertvolle eigenständige Gipfelerlebnisse in dieser fantastischen Hochgebirgslandschaft. Ein wohlverdienter Ruhetag im Basislager. Die «Banja», eine Mischung aus heisser Dusche und Sauna, ist jetzt besonders beliebt. Du tankst Energie und Kalorien für die bevorstehende Hauptaufgabe dieser Expedition.
Jetzt beginnt das eigentliche Abenteuer. Acht Tage stehen dir zur Verfügung, um bestens akklimatisiert das Hauptziel anzugehen. Die Route nutzt drei strategisch platzierte Hochlager: Lager 1 (4520 Meter) erreichst du nach drei bis vier Stunden vom Basecamp aus ohne grosse Schwierigkeiten. Es liegt auf einem felsigen Sporn am Rande der Nordflanke des Pik Chapayev. Lager 2 (5500 Meter) erfordert weitere fünf bis sieben Stunden Aufstieg am komplett fixseilversicherten Firngrat. Normalerweise gibt es nur wenige eisige oder felsige Steilstufen, die aber alle gut überwindbar sind. Der Lagerplatz auf der Gratschulter ist grossartig gelegen.
Lager 3 (5950 Meter) erreichst du nach etwa sechs bis acht Stunden. Die Route führt weiterhin durchgehend fixseilversichert über den Gratrücken zunächst auf den Nordgipfel des Pik Chapayev (6110 Meter) und schließlich circa 150 Höhenmeter absteigend dem flachen Grat folgend bis in die tiefste Stelle des Sattels zwischen Pik Chapayev und Khan Tengri. Hier kannst du im Zelt übernachten oder es dir in einer der vorhandenen Schneehöhlen gemütlich machen.
Gipfeltag: Der grosse Tag beginnt sehr früh, noch mitten in der Nacht. Du verlässt den Schutz des Lagers bei eisigen Temperaturen und steigst das Fixseil zum Westsattel hoch. Von dort geht es den zunehmend steilen und felsigen Westgrat entlang. Ein grandioses Panorama öffnet sich: Bergketten bis zum Horizont, riesige Gletscher und die mächtige Mauer des 7439 Meter hohen Pik Pobeda. Der Blick in die gewaltige Nordflucht des Khan Tengri ist atemberaubend.
Nach einigen Stunden erreichst du die Stelle für ein optionales Lager IV auf 6400 Metern, wo du kurz innehältst, Tee trinkst und dich stärkst. Weiter geht es den steilen, stufigen Felsgrat entlang. Auf etwa 6600 Metern querst du nach rechts, überwindest eine circa zwanzig Meter lange, fast senkrechte Passage an Fixseilen und erreichst durch ein steiles Couloir einen schmalen Schneegrat auf etwa 6800 Metern. Alle schwierigen Passagen sind mit Fixseilen versichert.
Über die letzten Felsen und das Vermessungsdreieck gelangst du auf die makellos ebene Gipfelkuppel des Khan Tengri auf 7010 Metern. Ein überwältigender Moment! Bei Sonnenaufgang färbt sich der weisse Marmor in magisches Licht. Der ganze Tien Shan liegt unter dir.
Nach diesem grossartigen Gipfelerlebnis folgt der lange und anspruchsvolle Abstieg. An den Fixseilen seilst du dich ab und erreichst wieder den Westsattel. Viele schaffen den Abstieg bis Lager 3, manche sogar bis Lager 2. Am nächsten Tag geht es zurück ins Basislager – ein sehr langer, aber unvergesslicher Tag mit 1200 Höhenmetern im Aufstieg und dem Abstieg über die gesamte Route.
Eine beeindruckende Fahrt erwartet dich: Rund 460 Kilometer führen dich ostwärts, vorbei am gewaltigen Issyk-Kul-See, dem zweitgrössten Hochgebirgssee der Welt. Dieser tiefblaue See liegt auf 1600 Metern und erreicht im Sommer angenehme Badetemperaturen von 18 bis 20 Grad – ein Detail, das du nach der Expedition zu schätzen wissen wirst. Nach etwa sieben bis acht Stunden Fahrt erreichst du das Karkara-Basislager auf 2200 Metern an der kasachischen Grenze. Dieser Tag dient deiner ersten Höhenanpassung. Bei gutem Wetter unternehmen wir einen Akklimatisationsaufstieg, eventuell sogar auf den Bas Karkara Peak auf 4059 Metern. Von dort oben geniesst du bereits einen ersten Panoramablick auf die schneebedeckten Ketten des Tien Shan. Das komfortable Basislager mit fest installierten Zelten bietet dir optimale Erholung.
Am Morgen hast du noch eine letzte Gelegenheit für einen Sprung in die Wellen des Issyk Kul. Dann erfolgt die Fahrt zurück in die kirgisische Hauptstadt (drei bis vier Stunden). Am Abend feiern wir gemeinsam beim Abschiedsessen in einem traditionellen Restaurant die erfolgreiche Expedition.
Ausfürliche Liste folgt per Reisedossier
Ausfürliche Liste folgt per Reisedossier
Die Khan Tengri Saison läuft von Anfang Juli bis Ende August, wobei die Hauptsaison auf die Zeit von Mitte Juli bis Mitte August fällt. Dies ist die einzige Zeit im Jahr, in der Expeditionen auf diesen Siebentausender durchgeführt werden.
Khan Tengri ist an sich kein technisch sehr anspruchsvoller Gipfel, aber er stellt hohe Anforderungen an deine Erfahrung und Fähigkeiten im Bergsteigen. Auf der Schwierigkeitsgrad-Skala bewegt sich der Berg in etwa im Bereich der ZS (Ziemlich Schwierig).
Dennoch sind eine ausgezeichnete Technik im Gletscher- und Eisklettern sowie gute körperliche Kondition und viel Ausdauer unerlässlich. Der Aufstieg ist oft von steilen, eisigen Flanken und Gletscherpassagen geprägt. Besonders im oberen Bereich, ab etwa 6.000 Metern, gibt es mehrere „No Fall Zones“, die nur mit Eispickel, Steigeisen und Seilsicherung sicher überwunden werden können. Sollte dir das Klettern auf den letzten Metern zu unsicher erscheinen, ist es ratsam, zusätzlich zu den Seilsicherungstechniken auf erfahrene Bergführer zurückzugreifen.
Wenn du dir unsicher bist, ob deine alpinen Fähigkeiten für diese Tour ausreichen, zögere nicht, uns zu kontaktieren. Wir beraten dich gerne und helfen dir, dich optimal vorzubereiten!
Bishkek, die Hauptstadt Kirgisistans, ist eine spannende Mischung aus sowjetischer Geschichte, nomadischer Kultur und Zugang zu beeindruckender Natur. Darunter befinden sich:
– Ala-Too Square
Zentraler Platz mit dem State Historical Museum, Manas-Statue und Veranstaltungen
– Victory Square
Ein Denkmal, das an den Sieg über Nazi-Deutschland erinnert. Symbolisch und historisch bedeutend.
– Osh Bazaar
Bunter Markt, ideal um lokale Speisen, Gewürze, Kleidung etc. zu entdecken. Sehr lebendig und eine gute Möglichkeit, in den Alltag einzutauchen.
-Archa Nationalpark
Ca. 40-60 Minuten ausserhalb der Stadt. Berglandschaft, Wanderwege, Wasserfälle.
– Issyk-Ata Gorge
Thermalquellen, gute Ausflugs-Möglichkeit zur Erholung und Natur.