Gross Diamantstock Hochtour

Der Gross Diamantstock (3’162 m) ist ein eleganter. dreikantiger Granitgipfel hoch über dem Gruebenkessel. südlich des Grimselstausees. Der SAC bezeichnet ihn als einen der empfehlenswertesten Gipfel seiner Region. und wer einmal auf seinem Ostgrat unterwegs war. versteht warum: griffiger Grimsel-Granit. eine konsequente Gratkletterei im zweiten bis vierten Grad. ausgesetzte Blicke in den Gruebenkessel und über die Berner Alpen. und ein Abstieg über vier eingerichtete Abseilstände direkt auf den Bächligletscher. Der Gross Diamantstock bietet auf kleinstem Raum alles. was eine lohnende kombinierte Hochtour ausmacht. Dazu einen kurzen Zustieg zur familiär bewirtschafteten Bächlitalhütte. einen der schönsten Gletschervorfelder des Berner Oberlandes und die angenehme Einsamkeit einer kaum vermarkteten Ecke der Alpen.

  • 15.06.2026 – 30.09.2026
  • 2 Tage
  • Guttannen, Schweiz
  • 1-2 Teilnehmende

Jetzt Buchen

CHF 890.00

Wunschzeitraum

Dauer: 2 TageMöglich: 15.06.2026 – 30.09.2026; 15.06.2027 – 30.09.2027; 15.06.2028 – 30.09.2028; 15.06.2029 – 30.09.2029; 15.06.2030 – 30.09.2030
Davide Guzzardi
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Beschreibung

Anforderungen

Technik

Hochtouren Erfahrung

Trittsicherheit und Klettererfahrung bis Grad III. einzelne Stellen bis 4c. Routine mit Steigeisen auf Gletschergelände. Sicheres Abseilen (4 Abseilstände im Abstieg).

Kondition

Ausdauer

Gute Grundkondition für einen langen Klettertag ab Hütte. Gesamte Kletter. und Gehzeit ca. 8.9 Std. Hüttenaufstieg ca. 2.5 Std. am Vortag.

Programm

Hüttenaufstieg: ca. 550 Hm. Gehzeit: ca. 2.5 Std. Anforderung: T3 Alplistock Vorbereitungstour: ca. 250 Hm. II.III. ca. 2 Std. Kletterzeit

Wir treffen uns am Räterichsbodensee beim Grimselpass. Nach einem kurzen Materialcheck starten wir auf dem Zustiegsweg ins Bächlital. Der Weg führt durch ein breites Gletschervorfeld mit mäandernden Bächen und weiten Kiesflächen. einer Landschaft. die trotz ihrer Nähe zum Grimselstausee kaum begangen wirkt. Schritt für Schritt wird das Tal enger. der Granit bestimmender. die Hütte schliesslich sichtbar.

An der Bächlitalhütte angekommen: Zimmerbezug. kurze Pause. dann. für alle die noch Energie haben. eine Vorbereitungskletterei auf den Alplistock Ostgipfel (2’817 m) über seinen Westgrat. Wunderbare Kletterei im zweiten und dritten Grad. kurzweilig. griffig. ein perfekter erster Kontakt mit dem Grimsel-Granit. Der Abstieg führt über die Südflanke mit einem kurzen Abseilstand zurück zur Hütte.

Am Abend: Tourenbesprechung für den Gross Diamantstock. Wetterkonsultation. Ausrüstungskontrolle. Hüttenabend mit dem empfehlenswerten Kuchen der Hüttenküche. Blick auf den Ostgrat. der im Abendlicht leuchtet. Frühes Zubettgehen.

Anreise: Mit dem Auto über den Grimselpass. Parkplatz beim Räterichsbodensee (Grimsel Hospiz). Mit dem Postauto ab Meiringen oder Innertkirchen via Grimselpass bis Grimsel Hospiz.

Aufstieg vom Einstieg: ca. 420 Hm. Abstieg zur Hütte: ca. 800 Hm. Gesamt-Kletterzeit: ca. 8.9 Std. Schwierigkeit: ZS. 4c (II.III obligat.)

Früh morgens verlassen wir die Hütte. Über Geröll und Schutt folgen wir dem gut markierten Zustieg Richtung Untere Bächlilücke (2’746 m). Der Weg ist gespurt und mit Steinmännern markiert. der Gletscherrand wird überquert. dann geht es weiter über die Geröllhalde des Bächligletschers zum Grat. Der Einstieg in den Ostgrat liegt gut erkennbar am Fuss des Grats. am besten und sichersten über den Zustieg zur Unteren Bächlilücke. nicht über den direkten. schuttigen Steilaufstieg.

Ab dem Einstieg beginnt die eigentliche Gratkletterei. Der erste markante Gratzahn ist die technische Schlüsselstelle der Tour: Grad 4c. steil. griffig. mit Bohrhaken gesichert. Wer diesen Zahn in den Griff bekommt. hat den schwersten Moment der Route hinter sich. Was folgt. ist eine konsequente. logische Gratkletterei. überwiegend im zweiten und dritten Grad mit einzelnen Stellen 4b. immer auf festem. warmem Granit. immer mit freiem Blick in den Gruebenkessel. Die Stände sind mit Muniringen ausgestattet. mit Schlingen und Friends lässt sich die Sicherung optimieren.

Gegen den Gipfel hin öffnet sich das Gelände. Der Grat wird breiter. das Terrain leichter. und nach einem kurzen Schlussanstieg steht man auf 3’162 m inmitten eines Panoramas. das die gesamte Berner und Walliser Alpenwelt zeigt: Finsteraarhorn. Schreckhorn. Lauteraarhorn im Norden. Rhonegletscher und Galenstock im Süden. die Gipfel der Zentralschweizer Alpen ringsum.

Der Abstieg führt nicht zurück über den Grat. sondern über die eingerichtete Abseilpiste mit vier perfekt gebohrten Abseilständen der Irniger Stände direkt auf den Bächligletscher. Je 20 m pro Abseilstelle. steil. eindrücklich. und sicher. Den ersten Abseilstand nicht zu tief in der Lücke suchen. er ist gut platziert und mit Steinmännern markiert. Auf dem Gletscher angekommen: Steigeisen. und die Rückkehr über das Gletschergelände zur Hütte. Selbstgebackener Aprikosenkuchen und Kaffee auf der Hüttenterrasse. dann der Abstieg zurück ins Tal.

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA zertifizierter Bergführer
  • Hüttenbuchungen
  • Tourenvorbereitung, Routenbesprechung und Wetterkonsultation
  • Fotoreportage
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise
  • Hüttenübernachtungen mit HP
  • Persönliche Ausrüstung
  • Versicherungen
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Unterkunft

Willkommen im Kletter-Eldorado des Berner Oberlands: Die Bächlitalhütte SAC thront majestätisch über einem weiten, wildromantischen Gletschersandboden inmitten der Grimselwelt. Umgeben von bestem, rauen Grimselgranit ist die Hütte das ultimative Basislager für Kletterkurse, Hochtouren und anspruchsvolle Gratklettereien am Grossen Diamantstock. Nach einem intensiven Tag am Fels oder auf dem nahen Bächligletscher laden die gemütliche Gaststube und die Sonnenterrasse zum Regenerieren ein.

Bekleidung / Ausrüstung

  • Hardshell-Jacke und -hose (wind- und wasserdicht)
  • Warme Mittellage (Fleece oder Primaloft-Jacke)
  • Thermounterwäsche (Merino oder Synthetik)
  • Tourenhandschuhe und leichte Kletterhandschuhe
  • Mütze und Sturmhaube
  • Sonnenschutzbrille (Kategorie 3-4)

  • Bergschuhe (steigeisenfest, klettertauglich)
  • Steigeisen (10- oder 12-Zacken, Antistollplatten)
  • Eispickel
  • Klettergurt
  • Helm
  • 2-3 Schraubkarabiner
  • Bandschlingen 60 cm und 120 cm (je 2)
  • Abseilgerät und Prusikschlinge
  • 2-3 Expressschlingen
  • Teleskopstöcke (für Hüttenweg und Abstieg)

  • Rucksack 30-40 l
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Sonnencreme und Lippenpflege
  • Stirnlampe
  • Hüttenschlafsack
  • Energieriegel und Verpflegung für 2 lange Tage

  • Eispickel, CHF 50,-
  • Steigeisen, CHF 50,-
  • Helm, CHF 30,-

FAQ

Der Gross Diamantstock ist 3’162 m hoch und liegt im Gruebenkessel. südlich des Grimselstausees. im Berner Oberland. Er gehört zu den Berner Alpen und ist trotz seiner Qualität als Kletterziel ausserhalb der Region kaum bekannt. was ihn zu einem der ruhigsten Dreitausender der Zentralschweiz macht.

Die Route wird mit ZS (ziemlich schwierig) bewertet. Der erste markante Gratzahn ist die Schlüsselstelle bei Grad 4c. mit Bohrhaken gesichert. Der übrige Grat bewegt sich überwiegend im zweiten und dritten Grad. mit einzelnen Stellen 4b. Die Kletterkletterei ist gut eingerichtet. und alle wichtigen Stellen haben eingerichtete Stände. Der Abstieg über die Abseilpiste (4x 20 m. Irniger Stände) erfordert Routine im Abseilen.

Die Bächlitalhütte SAC wird ab dem Räterichsbodensee (Grimsel Hospiz. Grimselpass) in rund 2.5 Stunden erreicht. Der Weg führt durch das weite. helle Bächlital über Gletschervorfelder und entlang von Gletscherbächen. Er ist landschaftlich ausserordentlich schön und auf T3 eingestuft. Mit dem Auto: Grimselpass. Parkplatz beim Räterichsbodensee. Mit dem Postauto: ab Meiringen oder Innertkirchen via Grimselpass bis zur Endstation Grimsel Hospiz.

Der Name bezieht sich auf die dreikantige. diamantähnliche Gipfelform des Bergs. die aus fast jeder Perspektive einen markanten. spitzen Eindruck macht. Der SAC beschreibt ihn als «eleganten. dreikantigen Gipfel». Die Namensgebung ist damit eine direkte Beschreibung der charakteristischen Berggestalt.

Ja. sehr. Der Gross Diamantstock bietet auf kompaktem Raum alle Elemente einer grösseren Hochtour: Gletscher. Klettergelände bis Grad 4c. Abseilpassagen. ausgesetzte Gratpassagen. kombiniertes Gelände. Wer hier flüssig unterwegs ist. hat eine gute Grundlage für anspruchsvollere Hochtouren in den Walliser oder Berner Alpen. Besonders als Einstieg in das ZS-Gelände ist der Diamantstock ideal.

Das Panorama ist für einen Dreitausender ungewöhnlich weit. Im Norden: Finsteraarhorn. Schreckhorn und Lauteraarhorn als dominante Gipfel der Berner Alpen. Im Süden: Rhonegletscher und Galenstock mit seiner markanten Firnkappe. Im Osten und Westen: die Kette der Zentralschweizer Alpen bis zu den Walliser Viertausendern. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zum Matterhorn und zum Mont Blanc.

Der Gross Diamantstock (3’162 m) ist der höhere. technisch anspruchsvollere Gipfel mit dem bekannten Ostgrat. Der Klein Diamantstock liegt in derselben Gipfelgruppe. ist aber deutlich niedriger und weniger bekannt. Für Bergführertouren ist ausschliesslich der Gross Diamantstock das Ziel. Der Ostgrat ist die lohnendste Route.

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