Galenstock über die Galengrat Verschneidung Klettern

Die Galengrat-Verschneidung ist DER Klassiker am Furkapass – so beschreiben ihn jene, die das Sidelengebiet kennen. 330 Meter Kletterlänge auf kompaktem Urner Granit, eine abwechslungsreiche Linienführung von kurzen Wandpassagen über geneigte Platten und griffige Risse bis hin zu den zwei letzten, fantastischen Seillängen in der namensgebenden Verschneidung. Die Erstbegehung geht auf H. P. Geier und D. Kienast im Jahr 1966 zurück. Der neue Einstieg wurde 2014 von Iwan Infanger und Richard Arnold eingerichtet – nötig geworden durch den Rückzug des Sidelengletschers. Die Tour ist trotz der Einzelstellenschwierigkeit von 6a rundum alpin: Zustieg über Moräne und Gletscher, mögliche Bergschrundüberquerung, 11 Seillängen auf 330 Metern, und eine Abseilpiste, die man kennen muss. Ein Klettertag, den man mit guter Gesellschaft und frühem Aufbruch so begehen sollte, wie er gedacht ist, fast und light!

  • 14.06.2026 – 18.10.2026
  • 1 Tag
  • Obergoms VS, Schweiz
  • 1 - 2 Teilnehmende

Jetzt Buchen

CHF 750.00

Wunschzeitraum

Dauer: 1 TagMöglich: 14.06.2026 – 18.10.2026; 14.06.2027 – 18.10.2027; 14.06.2028 – 18.10.2028; 14.06.2029 – 18.10.2029; 14.06.2030 – 18.10.2030
Davide Guzzardi
Fragen? Davide hilft gerne weiter
Beschreibung

Anforderungen

Technik

Klettern Erfahrung

Sicheres Nachklettern bis 6a. Mehrseillängen-Erfahrung und Gletschergrundlagen obligatorisch.

Kondition

Ausdauer

Gute Ausdauer für Zustieg ca. 800 Hm / 1:40 Std., ca. 5 Std. Kletterzeit und ca. 1:20 Std. Abstieg. Gesamtzeit ca. 8 Std.

Programm

Kletterroute: Galengrat-Verschneidung, 11 SL, 330 m, 6a (TD) Einstieg: ca. 2’560 m ü. M. (Gletschereinstieg, je nach Verhältnissen variierend) Zustieg: ca. 800 Hm / 1:40 Std. ab Parkplatz Hotel Furkablick Kletterzeit: ca. 5 Std. Abstieg: ca. 1:20 Std. Gesamtzeit: ca. 8 Std.

Treffpunkt ist früh morgens am Parkplatz Hotel Furkablick auf dem Furkapass. Der Zustieg führt hinter den Häusern über den Wanderweg Richtung Sidelenhütte. Nach dem Sidelenbach verlässt man den markierten Weg und quert quer über den Hang Richtung Hanibal-Turm und Sidelengletscher. Entlang der Mittelmoräne weiter zum Einstieg.

Am Gletscher: Je nach Verhältnissen steigt der Gletscher steil auf. Bergschrund möglich – hier entscheiden wir vor Ort, ob Steigeisen und Pickel nötig sind. Der neue Einstieg führt über eine 6a-Länge direkt in die Route. Wer diese Länge morgens kalt und im Schatten klettert, hat danach den Rest der Tour verdient.

Über 11 Seillängen klettern wir durch kompakten, rötlichen Granit aufwärts, bis das grasige Band (7. SL) kurz Pause gibt. Dann die letzten zwei Seillängen mit der Verschneidung – das Beste zum Schluss. Abstieg entweder abseilend über die Route oder über die Abseilpiste am Galengrat-SE-Sporn. Wer die Gelegenheit nutzen will: Vom Band geht es auch auf den Galenstock weiter. Gerne können wir die Besteigung als Hochtour noch über Schnee fortsetzen, um den Gipfel zu erreichen.

Anreise: Postauto ab Andermatt oder Gletsch bis Haltestelle Hotel Furkablick. Mit dem Auto über den Furkapass, Parkplatz beim Hotel Furkablick.

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA-zertifizierter Bergführer
  • Seilschaft 1:1 oder 1:2
  • Tourenplanung und Wetterkonsultation
  • Seil und Gruppenmaterial

  • An- und Abreise (Furkapass / Hotel Furkablick)
  • Versicherung
  • Persönliche Ausrüstung
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Bekleidung / Ausrüstung

  • Hardshell-Jacke und -hose
  • Warme Mittellage
  • Kletterleggins oder Trekkinghose
  • Tourenhandschuhe und dünne Kletterhandschuhe
  • Sonnenbrille

  • Kletterschuhe
  • Bergschuhe
  • Steigeisen (je nach Verhältnissen – immer mitbringen)
  • Eispickel (je nach Verhältnissen – immer mitbringen)
  • Klettergurt
  • Helm
  • 3–4 Schraubkarabiner
  • Bandschlingen 60 cm und 120 cm (je 2)
  • Abseilgerät und Prusikschlinge

  • Rucksack 25–35 l
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Sonnencreme und Lippenpflege
  • Stirnlampe
  • Energieriegel und Verpflegung für den langen Tag

  • Kletterschuhe CHF 20.–
  • Klettergurt CHF 30.–
  • Helm CHF 30.–
  • Steigeisen CHF 30.–
  • Eispickel CHF 30.–
  • Abseilgerät CHF 20.–

FAQ

Die Galengrat-Verschneidung ist eine alpine Kletterroute am Galengrat des Galenstocks (3’586 m) am Furkapass, Uri. Sie gilt als einer der beliebtesten Klassiker des Sidelengebiets – 330 m, 11 Seillängen, Schwierigkeit 6a. Erstbegangen 1966 von H. P. Geier und D. Kienast. Der neue Einstieg wurde 2014 durch den Gletscherrückgang nötig und von Iwan Infanger und Richard Arnold eingerichtet.

Die Route wird mit TD (très difficile) bewertet, maximale Schwierigkeit 6a UIAA. Die anspruchsvollste Stelle ist der neue Einstieg – morgens kalt und im Schatten kann diese Seillänge deutlich schwieriger wirken. Danach bewegt sich die Route überwiegend zwischen 4b und 5c, mit den letzten zwei Verschneidungsseillängen als technischem Highlight.

Der Gletscher steilt zum Einstieg hin auf. Je nach Verhältnissen – besonders im Frühsommer oder nach Neuschnee – kann ein Bergschrund den Einstieg erschweren und Steigeisen, Pickel sowie eine Sicherung am Eis nötig machen. Wir beurteilen die Situation vor Ort und entscheiden situativ.

Die Verschneidung ist ein nach innen geöffneter Felswinkel, in dem man an beiden Wänden gleichzeitig klettert – Hände und Füsse stützen sich beidseitig ab. Die letzten zwei Seillängen der Route verlaufen durch eine imposante, senkrechte Verschneidung auf rötlichem, kompaktem Granit. Sie sind das Herzstück der Tour und einer der Gründe, warum die Route seit 1966 zu den beliebtesten des Sidelengebiets gehört.

Ja. Nach dem grasigen Band am Ende der eigentlichen Kletterroute besteht die Möglichkeit, auf den Galenstock (3’586 m) weiterzusteigen. Das verlängert die Tour um ca. 1–1.5 Stunden. Wir besprechen diese Option beim Tourenbriefing und entscheiden gemeinsam nach Verhältnissen und verbleibender Energie.

Zwei Optionen: Entweder abseilend über die Route zurück (erster Abseiler am Band leicht nach Westen versetzt, um Seilklemmer zu vermeiden), oder über die bekannte Abseilpiste am Galengrat-SE-Sporn, die mit roten Markierungen versehen ist. Beide Abstiegswege sind klar und eingerichtet.

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