Türme, die wie Adlerhorste in den Himmel ragen
Wer zum ersten Mal vor den dunklen, emporragenden Felsnadeln von Meteora steht, versteht sofort, weshalb schon Mönche im Mittelalter hier ihre Klöster errichteten, in scheinbar unerreichbarer Höhe, ursprünglich nur über Strickleitern und Netze zugänglich. Von einst 24 Klöstern sind heute noch sechs bewohnt und für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Kletterisch erschlossen wurde das Gebiet ab 1975 durch Dietrich Hasse und sein Team, deren Herkunft aus der Sächsischen Schweiz sich bis heute in der Absicherungsphilosophie widerspiegelt: grosszügige Ringhaken, lange Runouts und ein Kletterstil, der mehr Bergsteiger als reinen Sportkletterer verlangt. In den letzten Jahren ist zunehmend auch modernes, dichter abgesichertes Sportklettern hinzugekommen, sodass heute für jedes Niveau eine passende Route zu finden ist.
Konglomerat: Klettern auf Kieselsteinen
Das namensgebende Kieselkonglomerat verleiht den Felsen von Meteora ihren einzigartigen Charakter: unzählige eingebettete Kiesel unterschiedlichster Grösse und Form bilden Griffe, Löcher und Strukturen, die auf den ersten Blick unbekletterbar wirkende, glatte Wandpartien überraschend zugänglich machen. Einige Routen, wie die legendäre «Swiss Cheese», schlängeln sich regelrecht durch grosse, käseartige Löcher im Fels, in denen sich sogar entspannt pausieren lässt. Für die Sicherung braucht es vor allem mittlere bis grosse Klemmkeile und Friends sowie dünne Bandschlingen, um lose Kiesel abzubinden, kleine Sicherungsmittel sind im groben Konglomerat meist wenig brauchbar.
Von der Säule der Träume zu den Klöstern
Zu den grössten Klassikern des Gebiets zählt die «Säule der Träume» am Turm des Heiligen Geistes, eine 250 Meter lange, moderate Route, die zurecht als eine der schönsten des gesamten Gebiets gilt. Am Doupiani-Turm, dem klassischen Einstiegsberg für alle, die sich zunächst warmklettern möchten, führen kürzere, freundlichere Linien in wenigen Minuten Zustieg zum Fels. Fünf der Türme mit aktiven Klosteranlagen sind für das Klettern tabu, eine Abmachung zwischen den Erschliessern und den kirchlichen Behörden, die bis heute respektiert wird, dafür bleibt der Rest des riesigen Gebiets zur freien Erkundung offen.
Meteora mit Bergführer
Wir übernehmen die komplette Reiseplanung und wählen jeden Tag die passenden Türme und Routen für dein Niveau. Aufgrund der teils alpinen Absicherung sichern wir dich besonders aufmerksam und bringen bei Bedarf zusätzliche mobile Sicherungsmittel an.