Kletterreise für alle Niveaus – vom Einsteiger im 5. Grad bis zum erfahrenen Vorstiegskletterer im 7. Grad. Das Programm wird täglich auf die Gruppe abgestimmt.

Malta ist ein ungeschliffener Diamant des Mittelmeers. Eine Insel aus Kalkstein, buchstäblich bis ans Meer – was bedeutet, dass man hier an Klippen klettert, die direkt ins türkisblaue Wasser abbrechen. Rund 500 offiziell eingetragene Sportkletter-Routen in 21 Gebieten, insgesamt über 2’000 Routen auf Malta und Gozo, Neurouten in Titan-Absicherung an den meerseitigen Sektoren, kaum abgegriffener Fels, kurze Zustiege und ein Klima, das Klettern auch im Winter ermöglicht. Malta ist das Winterkletterparadies der Schweizer, die keine neunstündige Anreise, aber trotzdem Sonne, Wärme und guten Stein wollen. In acht Tagen zeigen wir die schönsten Klettergebiete beider Inseln – von den Mehrseillängen über dem offenen Meer in Ix-Xaqqa bis zum spektakulären Felsentor Wied il-Mielah auf Gozo, wo die Wellen unter einem gegen den Fels schlagen.
CHF 1'690.00

Malta ist eine Insel aus Kalkstein. Das klingt geologisch und ist es auch – aber die Konsequenz für Kletterer ist bemerkenswert: Überall, wo die Insel ans Meer trifft, bricht sie in Klippen ab. Und diese Klippen sind griffig, rau, kaum abgegriffen, und mit Routen bestückt, die direkt über dem Wasser hängen. An Tagen, an denen der Wind von der richtigen Seite kommt und die Wellen unter einem gegen den Fels schlagen, fühlt sich das Klettern auf Malta wie eine eigene Kategorie an – es ist nicht Berge, nicht Halle, es ist Meer.
Malta hat ausserdem eine Eigenschaft, die für Schweizer besonders attraktiv ist: Die Zustiege sind generell kurz – die besten Klettergebiete liegen maximal 15 Gehminuten von der nächsten Strasse entfernt. Im Oktober bis Mai klettern hier Europäer, die dem Herbst und Winter entfliehen wollen, ohne zwölf Stunden im Flieger zu sitzen. Malta liegt 3 Stunden von Zürich.
Der Fels ist gut griffig und herrlich rau – die Füsse halten an den kleinsten Tritten und «Steigen auf Reibung» ist hier nicht nur leicht gesagt, sondern funktioniert wirklich. Die Absicherung ist gut bis sehr gut, geringe Hakenabstände sind ideal für Anfänger. Insbesondere an den korrosionsanfälligen meeresnahen Klettergebieten werden für neue Routen mittlerweile Titan-Haken verwendet.
Ix-Xaqqa (Südküste Malta): Das Klettergebiet Ix-Xaqqa bietet fantastische Ausblicke bei Mehrseillängenrouten direkt über dem offenen Meer. Eine der eindrücklichsten Mehrseillängen-Erfahrungen Maltas – der Fels fällt senkrecht ins Wasser.
Wied il-Mielah (Gozo): Das imposante Felsentor Wied il-Mielah auf der Nachbarinsel Gozo lockt mit luftigen Kanten und leichten Kletterrouten. Das Felsentor ist eines der fotografierten Wahrzeichen Gozos – und darunter hängen Kletterrouten.
Mgarr ix-Xini Canyon (Gozo): Der Canyon Mgarr ix-Xini auf Gozo bietet 29 Einseillängenrouten von einfach bis Überhang, wahlweise in Sonnen- oder Schattenlage. Ideal für lange, flexible Klettertage.
Fruitcake Land und San Dimitri Point (Gozo): Verrückte pilzartige Sandsteinformationen verleihen diesem Gebiet einen skurrilen Charme.
Victoria Lines (Malta Inland): Klettern im Landesinneren, teils mit Höhlensektoren, für alle die auch mal aus dem Meerblick herauswollen.
Irdum Irxaw (Nordküste Malta): Das Klettergebiet Irdum Irxaw wartet mit toller Aussicht, geraden Wänden und teilweisen Überhängen auf experimentierfreudige Kletterfreunde.
Kletterreise für alle Niveaus – vom Einsteiger im 5. Grad bis zum erfahrenen Vorstiegskletterer im 7. Grad. Das Programm wird täglich auf die Gruppe abgestimmt.
Gute Grundkondition. Kurze Zustiege, kein alpines Konditionserfordernis. Kletterzeit täglich ca. 4–6 Std.
Flug nach Malta (MLA), Flugzeit ca. 2.5 Std. Mietauto ab Flughafen. Fahrt zur Unterkunft – je nach Buchung Ferienwohnung im Süden Maltas (ideal für die meisten Klettergebiete) oder Apartment in Valletta für den ersten Kulturabend. Abendessen, Kursbesprechung, Stadtbesichtigung.

Mögliche Tage:
Täglich gemeinsamer Entscheid am Morgen. Nach dem Klettern: ins Meer, Fischrestaurant in Marsaxlokk, Abendessen in der Altstadt von Mdina.

Fahrt mit dem Mietauto zur Fähre in Ċirkewwa. Die Fähre nach Gozo fährt jede halbe Stunde, keine Reservierung nötig, Fahrt ca. 25 Minuten. Bezug der Unterkunft auf Gozo. Nachmittagsklettern am Felsentor Wied il-Mielah – erster Eindruck der Insel.

Gozo ist kleiner, ruhiger und grüner als Malta. Allein Gozo zählt acht Klettergebiete mit ganz unterschiedlichen Topographien. Wir besuchen Wied il-Mielah, den Mgarr ix-Xini Canyon und je nach Wunsch Fruitcake Land oder San Dimitri Point. An einem der Tage: Deep Water Soloing – Klettern über dem Meer ohne Seil, der Absprung ins Wasser ist die Sicherung. Nur bei ruhigem Meer und an den richtigen Sektoren.

Letzter Morgen in Gozo oder Rückfahrt nach Malta. Wer früh fliegt, hat abends noch Zeit für einen letzten Klettervormittag. Mietauto-Rückgabe am Flughafen, Heimreise.

Die Unterkunft wird anhand des definitiven Kursort entschieden und der belieben der Teilnehmer. Darunter können wir in feinen Unterkünften mit Meeressicht, Hotels oder Campingplätze übernachten.
Malta ist ganzjährig kletterbar. Durch die klimatischen Bedingungen ist es möglich, das ganze Jahr über zu klettern, wobei die beste Kletterzeit der Herbst und Frühling ist. Oktober bis Mai ist ideal – angenehme 18–24°C tagsüber, wenig Betrieb, trockener Fels. Im Sommer (Juni–September) wird es mit 35°C sehr heiss.
Auf Malta und Gozo gibt es circa 2.000 Kletterrouten und es werden stetig mehr. Im bekanntesten Kletterführer für Malta und Gozo sind rund 500 Sportkletterrouten in 21 Gebieten aufgelistet. Das Routenangebot wächst laufend – ein neuer Kletterführer mit allen neu erschlossenen Routen ist in Planung.
Deep Water Soloing (DWS) bedeutet: Klettern ohne Seil direkt über dem Meer – der Absprung oder Sturz ins Wasser ist die Sicherung. Auf Malta und Gozo gibt es ideale DWS-Spots, bei denen die Routen über tiefen, ruhigen Meeresbuchten hängen. Wir machen das nur an ruhigen Tagen ohne Wellengang und an geeigneten Sektoren.
Auf Gozo ist die Absicherung zum Teil etwas abenteuerlicher – hier empfiehlt es sich, auch eigenes Sicherungsmaterial mitzunehmen. Auf Malta selbst ist die Absicherung durchgehend sehr gut. Der Bergführer entscheidet situativ, welches Material nötig ist.
Maltesischer Kalk ist griffig und herrlich rau – die Füsse halten an den kleinsten Tritten und Steigen auf Reibung funktioniert wirklich. Der Fels ist an vielen Sektoren kaum abgegriffen, da Malta als Klettergebiet noch immer weniger bekannt ist als Sardinien oder Korsika. Insbesondere an den meeresnahen Klettergebieten werden für neue Routen mittlerweile Titan-Haken verwendet – was die Standqualität dauerhaft sichert.