Fortgeschritten, gut auf allen Schneearten

Das Tor zum Kaukasus: Unsere Expedition beginnt in Terskol, einem malerischen Bergdorf am Fusse des majestätischen Elbrus. Dieses beschauliche Örtchen dient als Ausgangspunkt für eines der spektakulärsten Skitourenabenteuer der Welt – die Besteigung des höchsten Gipfels Europas und einer der begehrtesten Seven Summits. Gemeinsam besteigen wir den 5642 m hohen Westgipfel mit Skiern.
CHF 3'290.00

Skitouren am Elbrus – Ein Seven Summit Abenteuer
Von Terskol aus nutzen wir die modernen Seilbahnen, die uns komfortabel bis auf eine Höhe von 3880 m bringen. Hier, in luftiger Höhe, beziehen wir Quartier in einer gemütlichen Hütte, die unser Basislager für die kommenden Tage wird. Die Hütte bietet nicht nur Schutz vor den rauen Bedingungen des Hochgebirges, sondern auch die perfekte Gelegenheit, sich an die dünne Luft zu gewöhnen.
Bevor wir den finalen Gipfelsturm wagen, unternehmen wir mehrere sorgfältig geplante Akklimatisierungstouren. Diese Ausflüge führen uns schrittweise in grössere Höhen und bereiten unseren Körper optimal auf die extremen Bedingungen vor, die uns am Gipfeltag erwarten. Jede Tour bringt uns nicht nur näher an unser Ziel, sondern offenbart auch die atemberaubende Schönheit der kaukasischen Bergwelt.
Am Gipfeltag brechen wir früh auf, um die 5642 m hohe Westspitze des Elbrus zu erobern. Unser Weg führt uns vorbei an dem markanten Pastukhov-Felsen, einem bekannten Orientierungspunkt, der Generationen von Bergsteigern den Weg gewiesen hat. Von dort aus kämpfen wir uns weiter zum Sattel auf 5300 m vor, bevor der finale Anstieg zum Gipfel beginnt. Die Tour ist lang und erfordert ca. 1800 Hm im Aufstieg. Diese kann jedoch auf nur 400 Hm verkürzt werden, bei Benutzung der Pistenbullies, die täglich mehrmals Skitourengeher und Bergsteiger auf Punkt 4900 m hochfahren. Der Westgipfel des Elbrus ist nicht nur ein geografischer Höhepunkt, sondern auch ein emotionaler Triumph – das Gefühl, auf einem der Seven Summits zu stehen, ist unbeschreiblich und wird für immer in Erinnerung bleiben.
Zwischen den anspruchsvollen Aufstiegen geniessen wir die authentische kaukasische Küche. Hychin , das traditionelle Fladenbrot gefüllt mit Käse oder Kartoffeln, stärkt uns für die Herausforderungen des Tages. Dazu ein kühles Piva (Bier), das nach einem langen Tag in den Bergen besonders gut schmeckt und die Kameradschaft unter den Bergsteigern fördert.
Die Aussichten vom Elbrus sind schlichtweg überwältigend. Der markante Doppelgipfel des Uschba thront majestätisch am Horizont und bietet eine dramatische Kulisse für unsere Fotoerinnerungen. Doch es sind vor allem die Sonnenuntergänge und Aufgänge, die diese Expedition zu etwas ganz Besonderem machen. Wenn sich der Himmel in den schönsten Rot- und Goldtönen färbt und die schneebedeckten Gipfel des Kaukasus in diesem magischen Licht erstrahlen, verstehen wir, warum der Elbrus als einer der schönsten Gipfel der Welt gilt.
Die Witterungsbedingungen am Elbrus zeigen die ganze Bandbreite alpiner Extreme: Von perfekten Tagen mit spiegelglattem, azurblauem Himmel und absoluter Windstille bis hin zu tobenden Schneestürmen mit schneidend kalten Böen kann sich das Wetter innerhalb kürzester Zeit dramatisch wandeln. Diese Unberechenbarkeit der Bergwelt erfordert ständige Wachsamkeit und Flexibilität in der Tourenplanung. Abhängig von den aktuellen Bedingungen und der Jahreszeit wird das Skidepot strategisch positioniert – manchmal höher, manchmal tiefer, immer aber so, dass es den bestmöglichen Ausgangspunkt für den finalen Aufstieg bietet.
Unsere Skitour auf den Elbrus verbindet sportliche Herausforderung mit kultureller Bereicherung und bietet Naturerlebnisse, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden.
Fortgeschritten, gut auf allen Schneearten
Kondition für lange Aufstiege mit Ski oder Steigeisen, von bis zu 2000 Hm
Anreise per Flugzeug. Gerne können wir eine alternative Anreise, falls erwünscht, organisieren. Über Istanbul oder München fliegen wir nach Mineralne Wody oder Tbilisi, wo wir die Weiterfahrt nach Terskol fortsetzen und die Touren und Gebiete der folgenden Tage besprechen. Morgen geht es direkt los!

Gemeinsam unternehmen wir mehrere Skitouren im Gebiet. Diese dienen als Akklimatisierung und nähern uns schrittweise dem Ziel einer guten Kondition. Es bieten sich Skitouren auf die näher liegenden Berge an, wie z. B. den Mt. Cheget oder etappenweise hoch- und abfahren auf der Route des Elbrus selbst. Am Tag 5 oder 6 versuchen wir schlussendlich die Besteigung des Elbrus im Skitourenstil, über die Südroute.
Bei Bedarf kann ein Schneemobil zur Hilfe gezogen werden. Ansonsten begehen wir die Skitour «Clean» ab Punkt 3880 m. Eine spannende Skihochtour!
Ein Tag dient als Puffertag, bei Schlechtwetter oder als Zweitversuch für die Gipfelbesteigung.

Der letzte Tag dient als Erholungstag und zur Rückreise zum Flughaben und Abstieg vom Berg. Danke und auf ein baldiges Wiedersehen am Berg. Es war schön mit dir!

Die optimale Zeit für eine Besteigung des Elbrus mit Skiern ist zwischen März und Juni. In dieser Zeit findet man die besten Schneebedingungen und die Tage werden länger. Dennoch herrscht am Berg noch winterliches Klima, so dass Schneestürme oder kalte Temperaturen keine Seltenheit sind.
Der Elbrus ist an sich kein technisch allzu schwerer Berg. Die Schwierigkeit auf der SAC Tourenskala bewegt sich um den Grad ZS (Ziemlich Schwierig). Dennoch sind eine sehr gute Skitechnik vorausgesetzt und viel Durchhaltevermögen. Die Flanken sind oft eisig und mit «Sastrugi» durchspickt. Gerade im oberen Teil, ab dem Sattel auf 5300 m, befinden sich ein paar «No Fall Zones», die jedoch auch mit Steigeisen und Seilsicherung begangen werden können, sollte man mit Skiern ein ungutes Gefühl haben.
Wenn du dir unsicher bist, ob dein Skitourenniveau für diese Tour genügt, kannst du gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Wir beraten dich gerne!
Ja! Den Elbrus kannst du mit unseren erfahrenen Bergführern auch in den Sommermonaten als herkömmliche Hochtour besuchen. Weitere Informationen erhältst du hier auf Anfrage: Elbrus Hochtour
In Terskol übernachten wir in Hotels der Mittelklasse.
Terskol ist das höchstgelegen Dorf im Elbrus Gebiet und ist vor allem für seine landschaftlichen Schönheit ein Besuch wert! Hier kannst du unter anderem die Kultur des Kaukasus näher kennenlernen, die leckere Küche ausprobieren und Wanderungen um das Dorf unternehmen. Ansonsten, ist das Dorf eher ruhig und bietet wenig Unterhaltungsmöglichkeiten an, bis auf ein paar nette Pubs und Restaurants.
Die Geschichte des Bergsteigens am Elbrus reicht weit zurück. 1829 erreichte Killar Khashirov, ein Kabardischer Guide einer russischen wissenschaftlichen Expedition, als erster den Ostgipfel, während 1874 der höhere Westgipfel von Akhia Sottaiev, einem balkarischen Bergführer, bestiegen wurde.
Während der Sowjetzeit entwickelte sich der Elbrus zu einem wichtigen Trainingsgelände für sowjetische Bergsteiger. Schnelle Elbrus-Aufstiege fanden zwischen der Station «Mir» und der Hütte 11 sowie zwischen Hütte 11 und dem Sattel statt. Diese Wettkämpfe dienten der Auswahl von Alpinisten für Himalaya-Expeditionen.
Die moderne Ära des Skitourismus am Elbrus begann mit der Verbesserung der Infrastruktur, insbesondere dem Bau von Seilbahnen und Berghütten. Das Dorf Terskol entwickelte sich zum zentralen Ausgangspunkt für Expeditionen.
Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Routen erschlossen, wobei die Normalroute über die Südseite die beliebteste für Skitouren wurde. Die Kombination von Bergsteigen und Skifahren am Elbrus gewann besonders in den letzten Jahrzehnten an Popularität, da sie einzigartige Möglichkeiten bietet, einen der Seven Summits nicht nur zu besteigen, sondern auch abzufahren.
Bereits die antiken Völker der Region nannten den Berg Strobilus und glaubten, dass hier Prometheus angekettet war, was dem Berg eine mythologische Dimension verleiht, die bis heute seine Faszination ausmacht.
Die Geschichte des Skitourens am Elbrus spiegelt sowohl die technische Entwicklung des Alpinismus als auch die kulturelle Bedeutung dieses majestätischen Berges im Kaukasus wieder.