Kletterreise für alle Niveaus – vom Einsteiger im 5. Grad bis zum erfahrenen Vorstiegskletterer im 7. Grad. Das Programm wird täglich auf die Gruppe abgestimmt. Tafoni-Klettern ist dreidimensional und verlangt ein eigenes Körpergefühl.

Korsika wird die «Île de Beauté» genannt – die Insel der Schönheit. Wer sie kletternd erlebt, versteht den Namen auf eine neue Art. Granit, der in jahrtausendealten Tafoni-Skulpturen aus der Macchia ragt. Flüsse, die durch enge Schluchten in türkisfarbene Becken stürzen, in denen man nach dem Klettern badet. Nadelwälder oberhalb der Maquis-Hänge, die in den Himmel ragen, bevor die Granitnadeln der Bavella den Blick nehmen. Korsika ist kein «grosses Klettergebiet» im Sinne einer breiten Erschliessungsstrasse mit Parkhaus und Kiosk. Es ist eine Insel, die man langsam erkundet – von Tal zu Tal, von Sektor zu Sektor, mit einem Mietwagen, einem guten Führer und viel Zeit. In neun Tagen besuchen wir drei der schönsten Klettergebiete der Insel: das Restonica-Tal bei Corte, die legendären Aiguilles de Bavella und, je nach Verhältnissen, das wilde Asco-Tal im Nordwesten.
CHF 1'890.00

Mallorca ist Kalk, Sardinien ist Kalk, Korsika ist Granit. Das klingt nach einer Fussnote, ist aber das Herzstück des Unterschieds. Korsischer Granit ist kompakt, rau, mit natürlichen Löchern und Skulpturen durchzogen, die durch windgetriebene Erosion entstanden sind – die sogenannten Tafoni. Diese Höhlungen, Taschen und Überhänge machen das Klettern auf Korsika dreidimensional: Man klettert nicht nur nach oben, sondern durch den Fels hindurch, um Winkel herum, über Lippen hinaus. Wer das einmal erlebt hat, sucht es anderswo.
Korsika ist ausserdem unerschlossen im besten Sinn. Man begegnet keinen Warteschlangen. Man ist meistens allein beim Klettern – und das bei einem Routenangebot, das sich von 3a bis 8a+ erstreckt und auf der ganzen Insel über tausend eingerichtete Routen umfasst.
Das Restonica-Tal liegt südwestlich von Corte, dem geographischen und kulturellen Zentrum Korsikas. Zu den Massiven geht es über eine schmale Teerstrasse das enge Tal hinauf und bietet ein wunderschönes Ambiente entlang eines Gebirgsbaches und der Kletterfelsen. Die Gebirgsbäche sind dabei kein Hintergrundrauschen – sie sind Teil des Erlebnisses. Nach dem Klettern springt man ins nächste Pool. Das Tal bietet rund 200 Routen zwischen 3a und 8a+, davon viele für Einsteiger und mittleres Niveau.
Das Bavella-Massiv wird «Die Dolomiten Korsikas» genannt. Über herrlichen Wäldern und undurchdringlichen Macchiahängen sowie tief eingeschnittenen wilden Schluchten ragen mehr als 100 abenteuerliche Felsgipfel auf. Mit rund 130 Routen aller Schwierigkeitsgrade, zahlreichen Mehrseillängen und einer Kulisse, die einen sprachlos macht, ist Bavella das Herzstück unserer Woche. Der Col de Bavella liegt auf 1’243 m, die Nadeln steigen direkt über der Passstrasse auf – eine der dramatischsten Anfahrten, die ein Klettergebiet bieten kann.
Das Asco-Tal im Nordwesten ist das ruhigste der drei Gebiete – weiter entfernt, weniger bekannt, mit einem alpinen Charakter, der an grosse Gebirgslandschaften erinnert. Wer hier klettert, ist fast immer allein. Die Routen reichen von plattigem Granit bis zu charaktervollen Tafoni-Linien, die Atmosphäre ist ausgesetzt und ursprünglich.
Kletterreise für alle Niveaus – vom Einsteiger im 5. Grad bis zum erfahrenen Vorstiegskletterer im 7. Grad. Das Programm wird täglich auf die Gruppe abgestimmt. Tafoni-Klettern ist dreidimensional und verlangt ein eigenes Körpergefühl.
Gute Grundkondition. Kurze bis mittlere Zustiege, kein alpines Konditionserfordernis. Kletterzeit täglich ca. 4–6 Std.
Anreise per Fähre oder Flug. Fähre ab Genua, Savona oder Livorno nach Bastia (Nachtfähre, ca. 9 Std.) oder ab Nizza nach Ile Rousse (4 Std.). Alternativ Flug nach Bastia oder Ajaccio, Mietwagen ab Flughafen. Fahrt nach Corte, ca. 1.5 Std. Check-in in der Unterkunft. Abendessen, Kursbesprechung, Stadtbesichtigung Corte – der Gebirgsstadt, die das Herz der korsischen Identität trägt.

Zwei volle Klettertage im Restonica-Tal. Morgens am Fels, mittags im Pool, nachmittags zurück an die Wand. Das Tal hat mehrere Sektoren in unterschiedlicher Sonnenlage – je nach Temperatur wählen wir den schattigen oder sonnigen Sektor. Abends Couscous oder Charcuterie vom Markt in Corte.

Die Fahrt nach Bavella über Corte und Solenzara führt durch das Herz Korsikas – Macchia, Kastanienwälder, erste Blicke auf die Nadeln. Bezug der Unterkunft in Zonza oder direkt am Col de Bavella. Abend mit Blick auf die Aiguilles.

Zwei ausgedehnte Klettertage in der Bavella. Tag 6 für Sportklettern in den gut eingerichteten Klettergärten direkt am Pass. Tag 7 für eine Mehrseillängenroute auf eine der charaktervollen Nadeln – je nach Können und Wetter. Die Mehrseillängenrouten der Bavella reichen von 4b bis 6c und bieten Aussichten über die gesamte Südküste Korsikas.

Je nach Lust, Kondition und Wetter: ein letzter Tag in Bavella oder eine Fahrt ins Asco-Tal für ein ruhiges, wildes Abschluss-Erlebnis. Nachmittags Fahrt zurück nach Bastia oder Ajaccio für die Heimreise. Fähre oder Flug zurück.

Die Unterkunft wird anhand des definitiven Kursort entschieden und der belieben der Teilnehmer. Darunter können wir in feinen Unterkünften mit Meeressicht, Hotels oder Campingplätze übernachten.
Korsischer Granit ist kompakt, rau und von windgeformten Tafoni durchzogen – natürliche Höhlungen, Taschen und Überhänge, die das Klettern dreidimensional machen. Man klettert nicht nur nach oben, sondern durch den Fels hindurch, um Kanten herum, über Lippen hinaus. Das ist ein eigenes Körpergefühl, das sich von Kalk oder alpinem Fels fundamental unterscheidet.
Für alle, die draussen klettern. Das Routenangebot reicht von 3a bis 8a+ – wir suchen täglich die Routen heraus, die zum Niveau der Gruppe passen. Tafoni-Klettern macht auch Einsteigern Freude, weil die dreidimensionale Natur des Felsens viele Möglichkeiten bietet, die reine Schwierigkeit zu umgehen.
Mitte April bis Mitte Juni und Mitte September bis November. Im Frühling ist die Insel grün, die Bäche voll, die Klettergebiete ruhig und die Temperaturen ideal. Im Herbst hat das Mittelmeer noch Schwimmtemperatur und die Felsen sind durchgängig trocken. Im Juli und August ist es in den Tälern sehr heiss, und die Insel ist von Touristen belebt.
Am entspanntesten per Nachtfähre von Genua, Savona oder Livorno nach Bastia (Moby Lines, La Méridionale, Corsica Ferries). Wer das Eigenauto mitnehmen will, hat das Material dabei – und spart das Mietauto. Alternativ Flug nach Bastia oder Ajaccio und Mietauto vor Ort. Die Fähre ab Nizza nach Ile Rousse (4 Std.) ist die kürzeste Option für Schweizer mit Eigenauto.
Die Aiguilles de Bavella sind mehr als 100 Granitnadeln, die über dem Col de Bavella auf 1’243 m aus dem Nadelwald ragen. Nicht umsonst werden sie «Die Dolomiten Korsikas» genannt – sie bieten rund 130 Routen aller Schwierigkeitsgrade sowie Mehrseillängen, die zu den schönsten Korsikas gehören. Die Anfahrt über die Passstrasse ist allein schon ein Erlebnis.
