Hochtourenkurs Fortgeschrittene

Spaltenrettung, Gletscherkunde, Navigation, Sichern und Fortbewegung auf anspruchsvollen Touren und unter schwierigen Witterungs-Bedingungen. Im Hochtourenkurs Stufe 2 bieten wir für Fortgeschrittene das Erlernen vom nötigen Know-How, um schwierige Touren zu beherrschen. Dieser Kurs ist denen vorbehalten, die zuvor schon einen Anfänger Hochtourenkurs besucht haben. Eine praxisorientierte Ausbildung der Extraklasse, für wahre Abenteurer!

  • 15.06.2026 – 30.09.2026
  • 3 Tage
  • Realp, Schweiz
  • 3-6 Teilnehmende

Jetzt Buchen

CHF 990.00

Wunschzeitraum

Dauer: 3 TageMöglich: 15.06.2026 – 30.09.2026; 15.06.2027 – 30.09.2027; 15.06.2028 – 30.09.2028; 15.06.2029 – 30.09.2029; 15.06.2030 – 30.09.2030
Davide Guzzardi
Fragen? Davide hilft gerne weiter
Beschreibung

Anforderungen

Technik

Hochtouren Erfahrung

Hochtouren Erfahrung vorausgesetzt. Teilnahme an einen Anfänger Hochtourenkurs vorausgesetzt.

Kondition

Ausdauer

Kondition für Aufstiege von bis zu 6 Std. am Tag

Programm

Wir treffen uns in Realp und verteilen die Ausrüstung auf. Nach einer kurzen Wanderung erreichen wir die Albert-Heim Hütte, die für diesen Kurs als Ausgangsort dient. Es geht los: Wir frischen unser Wissen über Abseilen, Sichern und Standplätzebau auf, um nur ein paar Themen zu erwähnen. Als der Tag zu ende neigt, geniessen wir noch ein feines Abendessen. Wir betrachten die Sterne und besprechen erneut die Techniken und Aspekte, die angewendet wurden. Sleep tight und bis morgen!

Heute erfrischen wir und erweitern unser Know-How zur Steigeisentechnik, Pickelverwendung. Auch erklären wir fortgeschrittene Aspekte des Bergsteigens im Fels und Eis an. Darunter T-Anker, Spaltenrettung und Flaschenzüge. Die Übungen werden mit einer Anwendungstour abgerundet.

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Wir essen ein stärkendes Frühstück und starten bei traumhafter Sicht zur heutigen Anwendungstour. Der Gipfel wird mit allen Mitglieder ausgesucht, sodass sich alle auf demselben Niveau befinden. Ein Beispiel ist der Galenstock. Bei optimalen Bedingungen steuern wir jedoch auf einen naheliegenden, anspruchsvollen Gipfel, wo wir die erlernten Techniken anwenden werden. Dank der erlernten Techniken sollten alle fähig sein, durch die Spaltenlandschaft zu navigieren. Nach einem verdienten Gipfelfoto, geht es sanft zurück zur Hütte und zum Parkplatz.

Weitere Infos

Infos

  • IFMGA zertifizierter Bergführer
  • Hüttenbuchungen
  • Tourenvorbereitung, Routenbesprechung und Wetterkonsultation
  • Fotoreportage
  • Gruppenmaterial

  • An- und Abreise
  • Hüttenübernachtungen mit HP
  • Lifttickets, Seilbahnen, Taxis (falls notwendig)
  • Persönliche Ausrüstung
  • Versicherungen
  • Alles was nicht unter «Inklusive» angegeben ist

Unterkunft

Die Albert-Heim-Hütte ist die ultimative Homebase für alpine Ausbildung und hochalpine Abenteuer. Eingebettet in den erstklassigen Urner Granit der Furkaregion, bietet sie durch die unmittelbare Nähe zum Tiefengletscher und erstklassigen Klettergärten das perfekte Übungsgelände für Hochtouren- und Kletterkurse. Nach einem intensiven Ausbildungstag im Fels oder Eis erwarten Sie modernisierte, komfortable Mehrbettzimmer, zeitgemässe Sanitäranlagen und eine herzhafte, ausgewogene Küche, die müde Bergsteigerwaden wieder zum Leben erweckt.

Bekleidung / Ausrüstung

  • Hard Shell Jacke
  • Ersatzunterwäsche (die wärmste, die du hast)
  • Warme und wasserdichte Tourenhose, warmes Base Layer u. Pullover
  • Soft Shell oder Fleecejacke
  • Mütze, Handschuhe, Sturmhaube
  • Zwei paar lange und warme Socken

  • Teleskopstöcke
  • Auf die Bergstiefel passende Steigeisen
  • Eispickel
  • Klettergurt
  • Gletscherset (Grigri oder Micro Traxion, Bandschlinge 60 cm, Bandschlinge 120 cm, 2x Prusikschlinge, 2x HMS Karabiner, 2x Eisschrauben)
  • Weiteres Klettermaterial, falls vorhanden

  • Sonnenbrille
  • Skibrille
  • Sonnen- und Lippencreme
  • Trinkflasche und Thermosflasche
  • Ev. Fotoapparat und Powerbank
  • Heftpflaster und Compeed
  • Knöchelhohe, steife und wasserdichte Bergstiefel
  • Rucksack (30-60L)
  • Hüttenschlafsack
  • Stirnlampe
  • Toilettenartikel (aufs Minimum reduziert)

  • Trekkingstöcke, CHF 15.00
  • Klettergurt, CHF 20.00
  • Steigeisen, CHF 20.00
  • Eispickel, CHF 15.00
  • Gletscher Kletterset, CHF 50.00

FAQ

Der Hauptunterschied liegt im Wechsel von der reinen Ausbildung hin zur selbstständigen Anwendung in anspruchsvollerem Gelände:
  • Im Anfängerkurs (Level 1): Erlernst du das handwerkliche Basiswissen. Der Bergführer zeigt dir, wie man Steigeisen nutzt, sich auf dem Gletscher einbindet und wie eine Spaltenrettung funktioniert. Die Routen sind technisch einfach (meist bis SAC-Skala L oder WS-).
  • Im Fortgeschrittenenkurs (Level 2): Übernimmst du unter Aufsicht des Bergführers aktiv die Führung und Tourenplanung. Wir wechseln in steileres Blankeis (bis 45–50°) und kombiniertes Felsgelände (II. bis III. Klettergrad). Zudem lernst du komplexe Rettungsszenarien und das Gehen am „kurzen Seil“ (Simultan Klettern). Das Ziel ist es, mittelschwere Hochtouren (SAC-Skala WS bis ZS) komplett eigenständig zu bewältigen.

  • Seilschafts-Taktik: laufende Sicherungen im Aufstieg, das Nutzen von Zacken und Blöcken zur schnellen Sicherung sowie das gleichzeitige Gehen am kurzen Seil.
  • Standplatzbau im alpinen Fels: Schnelles und sicheres Errichten von Standplätzen mit mobilen Sicherungsmitteln (Friends, Keile, Schlingen).
  • Rückzugstechniken: Sicheres und effizientes Abseilen der gesamten Seilschaft im kombinierten Gelände bei plötzlichem Wettersturz.

  • Steileis-Technik: Vertikalzackentechnik und der Einsatz von zwei Eisgeräten in steilen Eisflanken (bis zu 50 Grad Neigung).
  • Mobiles Sichern im Eis: Schnelles Setzen von Eisschrauben und Bauen von verlässlichen Eissanduhren (Abalakov) unter Belastung.
  • Komplexe Spaltenrettung: Rettung, wenn der Gestürzte verletzt oder bewusstlos ist, sowie Selbstrettung aus der Gletscherspalte mittels Reepschnüren (Prusiken).

Sehr intensiv. Wir planen die Anwendungstouren des Kurses gemeinsam in der Gruppe: von der digitalen Routenplanung (White Risk, Swisstopo), über die detaillierte Zeitberechnung (nach der SAC-Formel) bis hin zur Lawinen- und Wetterbeurteilung für hochalpine Lagen über 3’000 Metern.

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