Vorausgesetzt. Sicheres Nachsteigen im WI3 / AI3 Bereich, Gehen mit Steigeisen am Seil, autonomes Abseilen. Erfahrung im Campen, auch auf der Höhe von Vorteil.

Der Alpamayo und der Chopicalqui – zwei Berge, die in der Bergsteigerwelt aus verschiedenen Gründen ikonischen Status haben. Der Alpamayo (5’947 m) gilt seit seiner UNESCO-Auszeichnung 1966 als «schönster Berg der Welt»: eine perfekte Firnpyramide, deren Südwestwand zu den eindrücklichsten Eisrouten der Anden gehört. Der Chopicalqui (6’354 m) trägt zwar keinen solchen Titel – aber wer je seinen haifischflossenförmigen Gipfelgrat gesehen hat, versteht warum er zu den faszinierendsten 6000ern der Cordillera Blanca zählt. Wildzerrissene Gletscher, Seracs, Steileis bis 80°, und vom Gipfel der direkteste Blick auf das Huascarán-Massiv in ganz Peru. Diese Kombination ist für sich schon absolute Highlights – nicht nur in der Cordillera Blanca. Eine Traumkombination für Bergsteiger mit gehobenem Allround-Können und sehr guter körperlicher Fitness.
CHF 5'190.00

Es wird oft als «schönster Berg der Welt» bezeichnet, und wer einmal vor seiner Südwestwand gestanden hat, zweifelt nicht daran. Der Alpamayo bedeutet vom Quechua übersetzt «trübes Wasser» – ein unspektakulärer Name für einen außergewöhnlichen Berg. Er erreicht eine Höhe von 5’947 m und stellt aufgrund der technischen Schwierigkeiten und Eiskletterpassagen eine anspruchsvolle Besteigung dar.
Die Geschichte der Besteigungen des Alpamayo reicht weit zurück. Die ersten ernsthaften Versuche datieren auf die frühen 1950er Jahre zurück. Erst 1957 konnte eine italienische Expedition unter der Leitung von Riccardo Cassin den Gipfel erreichen. 1966 wurde der Alpamayo von der UNESCO als «schönste Bergspitze der Welt» anerkannt – insbesondere nach der Begehung über die Französische Route, die wir auch für diese Expedition wählen.
Wir beginnen mit einem Neigungswinkel von 45 Grad und steigen weiter auf bis zu 55–60 Grad. Eine kurze Passage mit etwa 70 Grad Neigung im obersten Bereich stellt die Hauptschwierigkeit dar. Über einen schmalen Grat gelangen wir zum Hauptgipfel. Je nach Verhältnissen wählen wir die Französische-Direkt-Route oder die Ferrari-Route.
Der Chopicalqui wird von einigen als «dritter Huascarán» bezeichnet – er ist der dritte Gipfel des Huascarán-Massivs, liegt auf 6’354 m und bietet vom Gipfel aus einen der besten Aussichtspunkte der gesamten Cordillera Blanca. Huascarán Sur und Nord sind von dort zum Greifen nah. Der Chopicalqui ist kein extrem schwieriger Berg, doch nicht zu unterschätzen: wildzerrissene Gletscher und Seracs, Steilstufen mit wechselnden Eisverhältnissen, Passagen mit bis zu 80 Grad an einzelnen Stellen. Ein beträchtliches alpinistisches Können ist erforderlich.
Der Aufstieg erfolgt über den Südwestgrat – die Normalroute ab dem Llanganuco-Tal. Über Felsen zunächst, dann über Schneehänge mit unterschiedlich steilen Abschnitten bis zum High Camp auf ca. 5’380 m. Der Gipfeltag führt durch ein Labyrinth aus Gletscherspalten und Seracs, mit einzelnen Steilabschnitten bis 80°, bevor man den haifischflossenförmigen Gipfelgrat betritt.
Der Normalweg auf den Huascarán Nord- oder Südgipfel ist aktuell mit grosser Eisschlag-Lawinengefahr verbunden und wird von erfahrenen lokalen Bergführern nicht mehr empfohlen. Der Chopicalqui ist die logische, objektiv sichere Alternative – mit vergleichbarer Höhe (6’354 m), ähnlichem technischem Anspruch und einem Panorama, das dem des Huascarán in nichts nachsteht.
Vorausgesetzt. Sicheres Nachsteigen im WI3 / AI3 Bereich, Gehen mit Steigeisen am Seil, autonomes Abseilen. Erfahrung im Campen, auch auf der Höhe von Vorteil.
Hohes Fitnessniveau notwendig. Ausdauer für lange Touren von bis zu 12-14 Stunden am Tag. Weitere 6000er Gipfelbesteigungen werden Vorausgesetzt.
Anreise aus Zürich oder Mailand per Flugzeug. Gerne können wir eine alternative Anreise, falls erwünscht, organisieren. Ankunft in der Millionenstadt Lima (11 Mio. Einwohner!).

Busreise entlang der Panamericana, dann hinauf über den Conococha-Pass (4’020 m) nach Huaraz – die Hauptstadt der Bergsteiger. Alternativ: Inlandflug Lima–Huaraz für die komfortablere Variante.
Von der Laguna Wilcacocha in der Cordillera Negra geniessen wir einen herrlichen Blick auf die gesamte Cordillera Blanca: Huandoy, Huascarán, Chopicalqui, Vallunaraju – die Gipfel, die uns in den nächsten Wochen begleiten werden.
Fahrt nach Pitec (3’850 m), dann anspruchsvolle Wanderung auf altem Inka-Pfad zur Laguna Churup. Einer der schönsten Akklimatisations-Trails der Cordillera Blanca.

Fahrt nach Cashapampa (3’050 m). Treffen mit den Maultiertreibern. Santa Cruz Trek zum ersten Lagerplatz Ichicoccha (3’900 m).
Weiter durch das Santa Cruz Tal, vorbei an der Laguna Jatuncocha, über den Punta Union Pass ins Nebental zum Alpamayo Base Camp.
Ab jetzt tragen wir unsere persönliche Ausrüstung selbst. Erster Aufstieg zum Moränenlager, Akklimatisation.
Aufstieg über den Gletscher zum Hochlager mit direktem Blick auf die Südwestwand des Alpamayo. Ausrüstung vorbereiten, früh schlafen.

Nächtlicher Aufbruch. Aufstieg über die Französische-Direkt-Route oder Ferrari-Route: 45° bis 60°, kurze Passage mit 70°. Über den schmalen Gipfelgrat auf den höchsten Punkt. Abstieg zum Hochlager.

Reservetag für den Alpamayo. Alternativ: Besteigung des benachbarten Quitaraju über seine steile Nordwand (55°, ohne feste Seilunterstützung).
Abstieg nach Cashapampa, Transfer nach Huaraz.
Ruhetag. Vorbereitung auf den zweiten Teil der Expedition. Ausrüstungscheck und Briefing Chopicalqui.
Fahrt von Huaraz nach Yungay, dann ins Llanganuco-Tal. Aufstieg ins Quebrada Yurac zum Base Camp des Chopicalqui auf 4’300 m.

Erholung und Anpassung an die neue Höhe. Kurze Akklimatisationsrunde in Richtung Gletscher.
Aufstieg über Felsen und erste Schneehänge zum High Camp auf ca. 5’380 m unter einer Felswand.

Früher Aufbruch. Über den Gletscher, durch Seracs und Spalten, über die Steilabschnitte bis 80° auf den Gipfel. Der haifischflossenförmige Gipfelgrat ist das Herzstück der Route. Panorama: Huascarán Nord und Süd in direkter Nachbarschaft, Artesonraju, Pisco, Huandoy. Abstieg zum Moränenlager.

Reservetag für Chopicalqui. Falls nicht nötig: Abstieg nach Yungay und Rückkehr nach Huaraz.
Rückreise nach Huaraz. Abendessen und Rückblick auf die Expedition.
Marktbesuch, optionaler Ausflug zur Llanganuco-Lagune, Klettertag im Gebiet Hatun Machay oder Entspannung im Hotel.

Flexibler Tag für Wetterverschiebungen oder persönliche Vorhaben.
Busreise zurück nach Lima. Besichtigung der Innenstadt, Miraflores, letzte Ceviche am Meer.
Transfer zum Flughafen, Rückflug nach Europa. Bis zum nächsten Abenteuer.

Alle Infos erhältst du nach Kontaktaufnahme in einem Expeditionsdossier

Alle Infos erhältst du nach Kontaktaufnahme in einem Expeditionsdossier
Eine ausführliche Ausrüstungs- und Bekleidungsliste – inklusive Hochtouren- und Expeditionsausrüstung für grosse Höhen – ist im Expeditionsdossier enthalten und wird nach Kontaktaufnahme per PDF bereitgestellt.
Der Alpamayo (5’947 m) in der Cordillera Blanca der peruanischen Anden gilt als einer der schönsten Berge der Welt – ein Titel, den ihm die UNESCO 1966 offiziell verliehen hat. Seine perfekte, dreieckige Eiswand aus makellossem Schnee und Eis prägt sich ein. Der Aufstieg über die Südwestflanke (Ferrari-Route) ist technisch anspruchsvoll – steil, eisig, mit festem Frontzackengehen und Eisschrauben – und gehört zu den eindrücklichsten Kletterrouten der Andenklassiker.
Diese Expedition ist kein Einsteigerprogramm. Für den Alpamayo sind Eisklettergrundlagen zwingend: Frontzackengehen, Eisschrauben legen, Steigeisensicherheit auf steilem Eis bis 60°. Wer bereits alpine ZS-Hochtouren absolviert und erste Erfahrungen im Eis- oder Steilgelände gemacht hat, bringt eine gute Basis mit. Wir empfehlen vorab ein Gespräch mit unserem Team und, wo sinnvoll, einen gezielten Vorbereitungskurs bei uns in der Schweiz.
Wir führen kleine Gruppen – persönlich, flexibel, mit einem erfahrenen IFMGA-Bergführer an der Spitze. Ein Support-Mitglied begleitet die Expedition, kümmert sich um das Wohlbefinden aller und dokumentiert die Reise mit Fotos und Drohnenvideos. Die Anreise erfolgt nach Lima, von dort weiter nach Huaraz – das Zentrum der Cordillera Blanca – wo die Akklimatisation beginnt.
Die optimale Saison liegt von Mitte April bis Mitte Juni. In diesen Wochen ist das Wetter in der Cordillera Blanca am stabilsten, der Schnee gut gesetzt und die Tage lang genug für sichere Gipfelversuche. Der peruanische Winter (Juni–August) bringt kältere Temperaturen und weniger Niederschlag – ebenfalls begehbar, aber anspruchsvoller. Den genauen Termin besprechen wir individuell mit dir.