Erfahrung auf Hochtouren im WS–ZS-Bereich. Übung im Umgang mit Steigeisen, Pickel und Seil. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Mentale Bereitschaft, sich im steilen Gelände unter Anleitung auszuprobieren.


Wer zum ersten Mal in eine Nordwand blickt, sieht vor allem: Steilheit. Schatten. Eis, das nicht schmilzt. Eine Welt, die sich fundamental anders anfühlt als die sonnigen Süd- und Westgrate, die man vielleicht kennt. Dieser Kurs macht genau das zu seinem Thema. Nicht das Nordwandklettern im extremen Sinn – sondern das Verstehen dieser Welt. Was braucht es technisch, konditionell und mental, um sich sicher in kombiniertem Fels-Firn-Eis-Gelände zu bewegen?
Die Cabane du Trient ist ein ideal gewählter Stützpunkt. Sie liegt mitten in einem Gebiet, das für erste Nordwanderfahrungen wie gemacht ist: kurze Zustiege zu Couloirs und kombinierten Routen, Gletscher mit unterschiedlichen Neigungen, Fels an der Petite Fourche, Eis am Gletscherabbruch. Das Gebiet verlangt die Techniken, die hier gelehrt werden – und bietet gleichzeitig genug Spielraum, um sie im eigenen Tempo zu erarbeiten.
Bewegung in Fels, Firn und Eis: Sicheres Steigeisengehen auf steilem Firn und Eis – flüssig, ökonomisch, vertrauensvoll. Präziser Pickeleinsatz in Aufstieg, Abstieg und als Selbstsicherung. Orientierung und Routenwahl in Nordwandgelände.
Sicherungsmittel im Eis und Firn: Eisschrauben platzieren und prüfen. Sanduhren und Eisbirnen einrichten. T-Anker und improvisierte Verankerungen im Firn. Standplatzbau und kontrolliertes Abseilen in Eis- und Firnflanken.
Risiko und Planung: Gefahren in Nordwänden erkennen: Steinschlag, Eisfall, Wetterumschlag, Seracs. Routenwahl und Zeitplanung analysieren. Risikomanagement als Seilschaft.
Anwendungstouren: Je nach Verhältnissen und Können der Gruppe kommen kleine Touren hinzu – auf der Petite Fourche über die kleine Nordwand, am Gletscherabbruch, oder im Couloir der Aiguille du Tour. Am letzten Tag: Das Couloir Copt mit Abseilen als besonderes Highlight.
Die Cabane du Trient (3’170 m) liegt über dem gleichnamigen Gletscher im Wallis und bietet eine uriges alpines Erlebnis: Mehrbettzimmer, traditionelle Bergküche, und eine Lage, die unmittelbar an das Kursgelände grenzt. Sie ist Stützpunkt der berühmten Haute Route zwischen Chamonix und Zermatt und seit Jahrzehnten Basislager für anspruchsvolle Hochtouren im Gebiet.
Erfahrung auf Hochtouren im WS–ZS-Bereich. Übung im Umgang mit Steigeisen, Pickel und Seil. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Mentale Bereitschaft, sich im steilen Gelände unter Anleitung auszuprobieren.
Erfahrung im Eisklettern vorausgesetzt.
Gute Grundkondition für einen Hüttenanstieg mit 1'000 Hm am ersten Tag und intensive Ausbildungstage mit täglichem Gelände an Tagen 2–3.
Aufstieg: 1’000 Hm – Gehzeit: ca. 4 Std. – Anforderung: T4
Treffpunkt in Champex-Lac. Der Zustieg führt an der Ornyhütte vorbei – mit freier Sicht auf den Petit Clocher du Portalet und seine perfekten Risslinien. In der Hütte stärken wir uns, bevor ein erster Ausbildungsblock beginnt: Repetition wichtiger Grundlagen, erster Input zu Gefahren und Risikomanagement in Nordwandgelände.
Anreise: Zug nach Martigny (SBB), dann Postauto nach Champex-Lac. Mit dem Auto via Martigny und Orsières nach Champex-Lac.
Ganztäglich – kombiniertes Gelände
An den Tagen 2 und 3 stehen die Nordwand-Techniken im Mittelpunkt: Steigeisengehen und Pickeleinsatz auf steilem Firn und Eis, Einrichten von Sicherungen (Eisschrauben, Sanduhren, Eisbirnen, T-Anker), Abseilen in Eis- und Firnflanken. Wir analysieren Geländeformen, besprechen Routenwahl und Linienführung. Je nach Können werden kleine Anwendungstouren unternommen. Abstieg an Tag 3 gegen 16:00
Die Cabane du Trient liegt auf 3’170 m ü. M. im Schweizer Teil des Mont-Blanc-Massivs im westlichen Wallis, direkt an der Grenze zu Frankreich. Die im Besitz der SAC-Sektion Les Diablerets Lausanne befindliche Hütte thront auf einem Felssporn unmittelbar über dem weiten Gletscherplateau des Plateau du Trient. Das alpine Schutzhaus bietet Platz für rund 90 bis 130 Gäste, verfügt über einen modernisierten Anbau und dient als essenzieller, hochalpiner Stützpunkt auf der legendären Haute Route von Chamonix nach Zermatt.

Für Bergsteiger mit Hochtourenerfahrung im WS–ZS-Bereich, die den nächsten Schritt in kombinierteres, steileres Gelände machen wollen. Wer sich in gemässigtem Firn- und Felsgelände sicher fühlt, aber noch keine Erfahrung mit Nordwandsicherungen (Eisschrauben, Sanduhren, T-Anker) hat, ist in diesem Kurs richtig.
Ein Hochtourenkurs führt in das Bewegen auf Firn und Gletscher ein – Steigeisen, Pickel, Seilschaft. Dieser Kurs geht einen Schritt weiter: Sicherungsmittel im Eis (Eisschrauben, Sanduhren, Eisbirnen), Firnverankerungen (T-Anker), Abseilen in steilen Eis- und Firnflanken, und die spezifische Risikobeurteilung von Nordwandgelände. Es ist ein Kurs für alle, die die erste Nordwand ernsthaft ins Auge fassen.
Die Cabane du Trient (3’170 m) liegt über dem Trientgletscher im Wallis und bietet Mehrbettzimmer mit traditioneller Bergküche. Sie ist Stützpunkt der Haute Route zwischen Chamonix und Zermatt und ein idealer Ausgangspunkt für Nordwand-Ausbildungen im Gebiet der Aiguilles Dorées und Aiguille du Tour.
Das Couloir Copt ist ein prägnantes, steiles Couloir im Gebiet der Cabane du Trient – eine klassische Anwendungsroute für Nordwandausbildungen. Es bietet die Möglichkeit, alle erlernten Techniken (Steigeisengehen, Pickeleinsatz, Abseilen im Eis) unter realen Bedingungen umzusetzen. Die Begehung erfolgt am letzten Kurstag, wenn das Gelernte gefestigt ist.
Juni bis September, je nach Schneelage. Im Frühsommer sind die Bedingungen in den Couloirs am besten. Wir kommunizieren die Verhältnisse vorab und passen das Programm situativ an.