

Höhenangst, medizinisch als Akrophobie bekannt, ist mehr als nur ein kurzer Moment des Unbehagens beim Blick in die Tiefe. Es handelt sich um eine spezifische Angststörung, die Menschen in erhöhten Situationen überwältigt und ihre Bewegungsfreiheit erheblich einschränken kann. Anders als der gelegentliche Höhenschwindel, der physiologisch bedingt ist, entwickelt sich eine Höhenangst zu einer psychischen Herausforderung, die tief in den Emotionen und Reaktionsmustern einer Person verwurzelt ist.
Laut Professor Michael Rufer von der Universität Zürich sind etwa 30 Prozent der Menschen für Höhenangst anfällig. Die Ursachen sind komplex und umfassen verschiedene Faktoren:
Die Höhenangst äussert sich durch ein breites Spektrum körperlicher und psychischer Reaktionen:
Das Gehirn aktiviert dabei ein komplexes Alarmsystem. Die Amygdala, ein Zentrum für emotionale Reaktionen, schüttet Stresshormone aus und versetzt den Körper in Alarmbereitschaft.

Für Bergbegeisterte kann Höhenangst eine massive Herausforderung darstellen:

Angst ist nicht der Feind, sondern ein Verbündeter. Sie schützt uns und hilft uns, Gefahren zu erkennen. Das Ziel ist nicht, die Angst zu eliminieren, sondern sie zu verstehen und zu kontrollieren.
Modul 1 – Während eines 3-stündigen Treffens, an einem Ort deiner Wahl oder auch online, erfährst du mehr über die psychologischen und neurologischen Hintergründe von Schwindel und Höhenangst. Du erkundest deine individuellen Reaktionsmuster – sowohl auf körperlicher als auch auf mentaler Ebene. Gemeinsam werden persönliche Strategien und praktische Trainingsübungen gegen Stress und Angst entwickelt, die dich unterstützen, sicherer und freier mit deinen Herausforderungen umzugehen.
Modul 2 – Bereichert durch eine passende Auswahl an Übungen, trainierst du weiter bei dir zu Hause, bis du dich sicher fühlst, das Erlernte im Gelände anzuwenden.
Modul 3 (optional) – Im Falle eines mental-emotionalen Ursprungs von Schwindel und Höhenangst ist eine neuro-emotionale Desensibilisierung der Reaktionen (z.B. Angst) empfehenswert. Hierbei kommt überwiegend die EMDR-Methode (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) zum Einsatz. Diese Methode ermöglicht es dir, deine Reaktionsmuster nachhaltig und gründlich zu durchbrechen.
Modul 4 – Tagestraining im Gelände. Idealerweise an einem Ort, der dir vertraut ist und an dem du bereits auf Schwierigkeiten gestossen bist. Alternativ empfehlen wir gerne eine Wanderung mit Passagen, die der spezifischen Problematik entsprechen.
Modul 5 (optional) – Vertiefungstraining im Gelände. Ein weiteres Tagestraining zur Vertiefung der Fähigkeiten. Dieses Mal geht es an einen Ort, den du als besondere Herausforderung empfindest, oder an einen von mir ausgewählten, dir unbekannten Ort.
Möchtest du ein Höhenangst Training mit einer erfahrenen Person absolvieren? Kontaktiere uns!

Höhenangst ist eine individuelle Herausforderung. Mit geduldiger Arbeit, professioneller Unterstützung und respektvollem Umgang kann man lernen, sich sicherer und freier in erhöhten Situationen zu bewegen.
Jeder Schritt zählt – nicht die Geschwindigkeit des Fortschritts



